OneCoin: Ist Ralf Paulick schon zahlungsunfähig?

Wenn die OneCoin-Blase platzt

Ralf Paulick und seine Geliebte Sabine Hofmann sind pleite - sie können ihr Haus in Suhl nicht mehr bezahlen

Selbst wenn wir wissen, dass OneCoin-Betrüger Ralf Paulick ein Dampfplauderer ist, der eigentlich von nichts eine Ahnung hat, so ist die Geschichte aus Suhl von der ganz üblen Art: Paulick hat dort, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Sabine Hofmann, ein Rentenrehepaar nach allen Regeln der Kunst aufs Kreuz gelegt. Und das ging so: Paulick, in seinem Leben eigentlich der typische Verlierertyp, wollte seinen staunenden Suhler Mitbürgern einmal zeigen, wie erfolgreich er jetzt mit dem OneCoin-Betrug tatsächlich ist. „Nach eigenen Angaben verdient er schon jetzt, knapp 16 Monate nach der Gründung des Unternehmens OneCoin, mehr als 200.000 Euro im Monat: Ralf Paulick“. So stand es am 11. Januar 2016 in einer Onlineausgabe eines Magazins.

Und genau das hatten wohl auch die Eigentümer des Anwesens im Aschendorfer Weg 2 im thüringischen Suhl gelesen, als Paulick nebst Freundin vorstellig wurde. Mann wolle, so der tönende OneCoin-Betrüger, das Wohnhaus erwerben und auf dem Grundstück „ein Schulungscenter“ errichten. Paulick leistete eine kleine Anzahlung, um den Handel abzuschließen. Im Dezember dann, rechtzeitig zum Weihnachtsfest, wäre der Kaufpreis fällig gewesen.

Inzwischen hatte Dampfplauderer Paulick, der kaum ein deutsches Wort fehlerfrei auf Papier bringt, das Anwesen längst bezogen. Denn die Verkäufer, das nette Rentnerehepaar, hatten dem Mann vertraut. Wie so viele OneCoin-Opfer, die heute bei dem Namen Paulick „Betrug“ rufen. Während die Verkäufer nach Hannover gezogen sind, machte es sich der OneCoin-Betrüger mit seiner Geliebten bequem. Angeblich gäbe es Probleme mit dem Geldtransfer, ließ Paulick mitteilen. Wohl, weil neben Steuerhinterziehung und Geldwäsche noch ganz andere Probleme beim OneCoin-Geschäft schlummern.

Der erfolgreiche Ralf Paulick, das schwant so manchem inzwischen in Suhl, ist vielleicht gar nicht so erfolgreich und einfach nur pleite. Er hat sich an den vielen wertlosen OneCoins schlicht verschluckt und wartet jetzt, wie Tausende anderer, „auf ein Wunder“.

Das wird aber nicht kommen. Dafür Polizei und Gerichtsvollzieher. Denn auch in Suhl bleibt ein Eingehungsbetrug beim Häuserkauf (wenn man gar nicht bezahlen kann) eine strafbare Handlung. Und der Gerichtsvollzieher wird dem OneCoin-Betrüger die Sachen vor die Tür stellen.

Dann hat das nette Rentnerehepaar zwar immer noch kein Geld, es ist aber das unsägliche Blenderpaar endlich los.

Zurück