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OneCoin: Großrazzia - Polizei löst Betrugstreffen auf

Polizei macht Jagd im drittgrößten OneCoin-Markt

Die indische Polizei greift inzwischen brutal gegen die Betrugsorganisation OneCoin/OneLife durch

Schwerer Schlag gegen die organisierten Verbrecher von OneCoin: Auf Veranlassung des indischen Innenministerium werden derzeit konsequent alle OneCoin/OneLife-Treffen von der Polizei aufgelöst. Wie jetzt in der indischen Metropole Mumbai: Die Polizei verhaftete 18 Personen, darunter auch führende indische Köpfe des OneCoin-Betrugsnetzwerkes.

In Indien ist OneCoin als Schneeballsystem (Ponzi-Scheme) definiert. In einer Anweisung des indischen Innenministeriums an die Polizeidienststellen heißt es: „Alle Treffen, die das OneCoin-Betrugssystem unterstützen oder fördern sind sofort aufzulösen. Die verantwortlichen Personen sind zu verhaften und vor Gericht zu stellen“.

Bei der Veranstaltung in Mumbai hatten sich Polizisten in Zivilkleidung unter das Publikum gemischt. Die OneCoin-Betrüger schilderten während der Präsentation im Namen von OneCoin, wie sie reich geworden sind. In einer Eidesstattlichen Versicherung, die nach indischem Recht die Grundlage für eine Strafverfolgung bildet, gaben „die Betrüger an, dass OneCoin-Affiliates zwischen 500.000 und einer Millionen Indische Rupien pro Monat verdienen“. Das sind zwischen 7.760 und 15.520 US-Dollar. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Verdienst in Indien liegt bei rund 50.600 Rupien, also rund 785 US-Dollar.

Die Polizei lieferte von der Razzia Video- und Fotoaufnahmen. Dabei belegten sie, dass die OneCoin-Betrüger sogar Werbung mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi machen. In den Aufnahmen soll sich der Ministerpräsident für OneCoin ausgesprochen haben. Das hat er jedoch nie getan. Im Gegenteil: Die indische Regierung verfolgt OneCoin-Betrüger.

Besonders dreist: Die Anwesenden sollten für die Teilnahme am OneCoin-Betrug pro Person 11.900 Rupien bezahlen. Diese „Investitionen sollten aber erst 2018 die entsprechenden Erträge bringen“. 18 Personen und Organisatoren der illegalen OneCoin-Treffen wurden verhaftet. In Indien ist OneCoin/OneLife besonders stark - auch, weil hier extrem arme Menschen leben, die mit dem Kauf der wertlosen Kryptowährung auf einen Reichtum hoffen, den es niemals geben wird.

 

Indische Polizei will in Macau zugreifen

 

Bemannt Nagrale, Chef der zuständigen Polizeidienststelle in Mumbai: „Diese OneCoin-Betrüger richten einen ungeheuren Schaden an. Es ist die Masse, die uns zu schaffen macht. Natürlich wird OneCoin niemals auch nur eine Rupie Gewinn abwerfen, aber die Menschen glauben alles, was man ihnen erzählt. Für uns ist das gesamte Konzept OneCoin/OneLife organisiertes Verbrechen. Wir bekämpfen es, wo wir können. Die Strukturen der Verbrecher sind so ausgelegt, dass man schwer an die wahren Köpfe herankommt. Wir können also nur aufklären und die Menschen warnen“.

Das indische Innenministerium hat jetzt eine landesweite Kampagne gestartet - mit konkreten Warnungen vor OneCoin. Nagrale zum :gerlachreport: „Wir wissen auch, dass das nächste große Treffen der Verantwortlichen in Macau stattfinden soll. Wir stehen mit der chinesischen Regierung in Kontakt, um dort die indischen Köpfe festnehmen zu können“.

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