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OneCoin

Entwickler spricht „von großem Betrug“

OneCoin hatte und hat keine Blockchain - Betrug

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Marcelo Garcia Casil ist bei den Ermittlungsbehörden weltweit ein gern gesehener Zeuge - er kann bestätigen, dass OneCoin niemals funktionieren wird


Jetzt ist es offiziell: OneCoin hat kein System für ein Blockchain. Es gibt keine Kryptowährung. Das Gutachten, dass das Geschäftsmodell OneCoin als Blockchain bestätigen sollte, ist über eine „theoretische Fassung“ nie herausgekommen. Das hat der Autor Marcelo Garcia Casil jetzt zugegeben. Mehr noch: Der Spezialist für die theoretischen Machbarkeitsstudien für Blockchains wusste nicht einmal, dass die in Auftrag gegebene Arbeit für das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife gedacht war. Das Gutachten wurde weltweit als „WhitePaper“ für den Nachweis von OneCoin als Kryptowährung benutzt. Marcelo Garcia Casil: „OneCoin ist ein großer Fehler!“

Damit ist auch offiziell bestätigt, dass das Betrugsunternehmen über Monate seine Investoren hinters Licht geführt hat: OneCoin ist absolut wertlos. Das hat der Spezialist Casil nach massiven Druck aus dem Internet noch einmal ausdrücklich bestätigt: „Es gibt für OneCoin kein realistisches Blockchain-Modell."

Unter einer Blockchain wird eine Datenbank verstanden, deren Sicherung gegen Manipulationen aller Art gesichert ist. Das Verfahren ist die technische Basis für Kryptowährungen. Die Funktionsweise ähnelt dem Journal der Buchführung. Es wird daher auch als „Internet der Werte“ bezeichnet. Eine Blockchain definiert den Wert einer Krytowährung.

Marcelo Garcia Casil erhielt den Auftrag ein Gutachten über die technischen Möglichkeiten einer Blockchain zu schreiben. Er wurde zum Schweigen verdonnert. Seine Auftraggeber blieben für ihn lange im Dunkeln. Erst als bekannt wurde, dass er seinen guten Namen für einen weltweit operierenden Betrug hergegeben hatte, reagierte er: „Ich habe einen Fehler gemacht.“

Casio gehört zu den weltweit führenden Spezialisten. Er ist der Kopf des Unternehmens DXMarkets, das jetzt auch unter dem Namen Maecenas operiert. Als er merkte, dass er vom Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife mißbraucht worden war, brach er sein Schweigen:

· Meine Arbeit hat nichts mit der existierenden Internet- oder technischen Struktur von OneCoin zu tun.

· Ich kann bestätigen, dass OneCoin keine Blockchain besitzt

· Meine Arbeit basierte auf einem Auftrag eines StartUp-Unternehnens, das eine technische Überprüfung ihrer IT-Strukturen gewünscht hatte. Sie wollten eine unabhängige Stellungnahme zu dem System.

· Ich habe erst später erfahren, dass es sich bei dem Unternehmen um OneCoin gehandelt hat.

· Ich habe dann meine Arbeit fortgesetzt, weil ich davon ausgegangen bin, dass sie helfen würde, ein existierendes System zu verbessern. Ich wollte auch der OneCoin-Gemeinde helfen. Mein Ziel war es, jedem zu zeigen, dass er die Hände von OneCoin lassen soll.

· Ich kann immer noch nicht die ganze Wahrheit sagen, weil ich zur Verschwiegenheit verpflichtet bin. Ich kann mich nur bei allen entschuldigen, die aus meiner Arbeit die falschen Schlüsse gezogen haben.

· Ich habe lediglich als externer Berater und unabhängiger Sachverständiger gearbeitet. Das ist bei Überprüfungen oft der Fall. Ich habe meine objektiven Ergebnisse dargelegt und entsprechende Verbesserungsvorschläge unterbreitet.

Der Spezialist soll jetzt gegenüber Ermittlern und Staatsanwaltschaften aussagen. Denn Verschwiegenheitsklauseln greifen immer dann nicht, wenn ein Betrugssystem dahinter steckt. Daran gibt es bei OneCoin keinen Zweifel. Mit seinem Wissen ist er für jede Ermittlungsbehörde eine Goldgrube.

Casil: „Ich wurde um einen neuen Bericht gebeten, der die theoretischen Möglichkeiten beschreibet, wie eine Blockchain-Technologie in einem zentralen Umfeld wie bei OneCoin eingesetzt werden kann.“

Von einer existierenden Blockchain ist und war nicht die Rede. Damit haben die Verantwortlichen des Betrugssystems selbst zugegeben, das es ein technisches System zur Feststellung des Wertes von OneCoins nicht gibt - bei einem technischen Audit werden tatsächlich existierende Systeme einer Überprüfung unterzogen.

Die Beauftragung des Spezialisten sollte wohl in letzter Minute die weitreichenden Ermittlungen gegen die Verantwortlichen des Betrugsnetzwerkes unterlaufen. Casil hat dem jetzt einen Riegel vorgeschoben. Damit wird auch immer deutlicher, warum es zu keinem Börsengang kommen wird: Das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife hat außer Schulden nichts.

Casil hat bis heute keinen Cent in das Betrugssystem investiert. Ob er sein Honorar bekommen hat, wollte er nicht verraten.

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