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OneCoin: Deppisch sagt Betrugsveranstaltungen ab

Alle OneCoin-Vertriebler rutschen in die Pleite

Das Leben in Saus und Braus ist auch für Udo C. Deppisch dann wohl vorbei. Er ist nicht mit Schmerzen gewachsen, aber mit viel Schande

Es sollte für Udo C. Deppisch mal wieder ein gutes Geschäft werden: Am 10. Mai wollte er in Ulm als OneCoin-Rattenfänger dumme Anleger um ihr Bares erleichtern, einen Tag später in Nürnberg. Beide Veranstaltungen wurden auf der offiziellen Seite von OneCoin abgesagt: „Cancelled“. Damit will das Betrugsunternehmen den Eindruck erwecken, dass OneCoin aus eigenem Antrieb die Anleger-Abzocke abgesagt hat. Das ist falsch.

Richtig ist: Beide Veranstaltungen sind verboten. Und nicht nur diese. Jede Werbung und jedes Treffen in Deutschland, das das Ziel verfolgt, Investoren und Anleger in die OneCoin-Falle zu locken, steht unter Strafe. Die verantwortlichen Veranstalter werden „umgehend strafrechtlich zur Verantwortung gezogen“, bestätigte auch die Staatsanwaltschaft in Bielefeld, die zusammen mit dem Landeskriminalamt in Düsseldorf die Ermittlungen wegen Betrugs und Geldwäsche gegen OneCoin führen.

Jeder, der mit OneCoin zu tun hat ist verdächtig“, heißt es weiter. Im Klartest bedeutet das: Es ist und wird weiter unwahrscheinlich, dass die deutschen Anleger jemals ihr Geld wiedersehen werden. Offiziell ist von 360 Millionen Euro die Rede, tatsächlich liegt der Schaden aber weitaus höher: Nachdem die Ermittlungen gegen die Firma „IMS International Marketing Services“ angelaufen waren, wurde in dem kriminellen OneCoin-Netzwerk „ein Plan B entwickelt, der mit neuen Konten und Rechnungslegungen gekoppelt war. Dadurch sind große Beträge umgeleitet worden“, heißt es in Bielefeld.

Interne Berechnungen deutschen darauf hin, dass mehr als eine halbe Milliarde Euro verloren sind.

Was hat das jetzt alles für die Anleger zu bedeuten? Die Antwort ist klar: Deutsche Ermittlungsverfahren- und Kontrollbehörden stufen OneCoin als „Betrug und Geldwäsche“ ein. Es kann niemals zu einem regulären, ordentlichen Geschäft kommen. Damit ist der Totalverlust generiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Vermittler und OneCoin-Rattenfänger mit ihrem persönlichen Vermögen haften können, ist unwahrscheinlich. Die Mehrheit von ihnen kennen sich mit Pleiten aus der Vergangenheit gut aus.

Udo C. Deppisch weiß das. Und zusammen mit seinen anderen OneCoin-Freunden, wie Anton Federspiel, Aron Steinkeller oder Ralf Paulick schauen die einstmals mächtigen OneCoin-Verführer plötzlich sehr als aus. Das Ende in Ulm und Nürnberg ist erst der Anfang. :gerlachreport hatte längst berichtet, dass Ralf Paulick pleite ist. Er wird nicht der einzige bleiben.

Denn Dr. Ruja Ignatova wird alles daran setzen, keine Gelder mehr nach Deutschland zu transferieren. Der Markt ist tot - es bleiben offene Rechnungen in dreistelliger Millionenhöhe.

 

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