OneCoin: Das stinkende der Geld der Anwälte

Wer sich zu den Schweinen legt, wird stinken

Das OneCoin-Verfahren ist für die Kölner Rechtsanwaltskanzlei Lampmann, Haberkamm und Rosenbaum eine gute Einnahmequelle

Eigentlich haben die Rechtsanwälte Arno Lampmann, Dr. Niklas Haberkamm und Birgit Rosenbaum einen guten Ruf. Jedenfalls sind sie „pressegeil“: Jedes Verfahren, das Öffentlichkeit verspricht, wird in Köln gerne angenommen. Die Kassen klingeln. Jetzt dürften sich die Drei aber kräftig in den Mist gesetzt haben. Sie sind die Anwälte des Betrugssystems OneCoin/OneLife. Analysiert man ihre Schriftsätze, kommt man schnell zu dem Schluß, dass auch hier gilt: Wer sich mit Schweinen in einen Stall legt, fängt selbst schnell an zu stinken. Schon die Römer wussten, dass „Geld nicht stinkt“. Jetzt wissen wir es besser.

Arno Lampmann vertritt - selbstverständlich ohne Vorlage der entsprechenden Vollmachen - „die rechtlichen Interessen zahlreicher Mitglieder des OneCoin-Vertriebes und insbesondere die des Herrn Ralf Paulick, Kastanienring 62, 07407 Rudolstadt“. Und dann legt Kampmann auf einer achtseitigen Abmahnung gegen die Kritiker los und schwadroniert einen juristischen Blödsinn, der zumindest an seiner Befähigung als Anwalt erhebliche Zweifel aufkommen lässt.

Denn in Wirklichkeit geht es es ihm gar nicht um die Wahrheit, den Betrug von OneCoin, den Schaden in Höhe von mindestens 360 Millionen Euro.

Lampmann will gegen die BaFin kämpfen

 

Es geht ihm um den Kampf gegen die Verfügungen der BaFin, die allen bei OneCoin ein Dorn im Auge sind. Denn sie sind, unabhängig vom Ausgang des jetzt folgenden juristischen Kleinkrieges, in der Konsequenz das Verbot für OneCoin in Deutschland. Schon jetzt steht fest, dass Klagen gegen die Verfügungen gegen OneCoin und sein Netzwerk ins Leere laufen werden.

Und schon jetzt steht fest, dass man aus einem Betrugssystem keine kirchliche Fronleichnam-Prozession machen kann.

Arno Lampmann weiß das. Er sollte es zumindest wissen. Und da werden alle abgemahnt, die in den letzten Tagen kräftig über die wahren Sachverhalte geschrieben haben: Anwaltskanzleien, Blogger, Foren. Übrigens: Die Redaktion und der Verlag von :gerlachreport sind nicht abgemahnt worden.

Und während Lampmann in seinen Schriftsätzen fabuliert: „In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass die folgenden Veröffentlichungen auf unsere Aufforderung hin von den jeweiligen Betreibern aus dem Internet gelöscht wurden“, kommen täglich die tatsächlichen Fakten und Unglaublickeiten der organisierten Kriminalität rund um OneCoin/OneLife ans Tageslicht.

Wohl auch, weil sie nicht die Informationen vom :gerlachreport haben. Und so fällt schon zu Anfang auf, dass der Mietnomade und Immobilienbetrüger Ralf Paulick eine Adresse angibt, die gar nicht seine ist. Und es wäre doch wichtig zu erfahren, wer denn die „zahlreichen Mitglieder des OneCoin-Vetriebes“ sind. Dann hätten es die Strafermittlungsbehörden nicht so schwer, den Betrug schnell aufzuklären.

Daran haben Arno Lampmann, Dr. Niklas Haberkamm und Birgit Rosenbaum aber gar kein Interesse. Mal sehen, ob die Abmahnungen jetzt in Verfahren laufen. Einstweilige Verfügungen wären der nächste Schritt, Verhandlungen hierüber und dann die Hauptsacheverfahren. Schon bei den Einstweiligen Verfügungen müssen sie die Hosen runterlassen und Roß und Reiter nennen. Das wird spannend.

Den Abgemahnten wird empfohlen sich nicht einschüchtern zu lassen.

Die Honorare werden bis dahin weiter fließen. Oder auch nicht. Ralf Paulick kann ja seine Rechnungen nicht bezahlen.

Aber das spielt gar keine Rolle. Die Anwälte nehmen schmutziges Geld. Und es stinkt gewaltig.

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