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OneCoin

Das Märchen vom Börsengang 2018

„Und da sie gestorben sind, haben alle ihr Geld verloren.“

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Der angebliche Börsengang des Betrugsnetzwerkes OneCoin/OneLife findet nicht statt. Jetzt sollen die aufgewachten Anleger und Investoren mit solchen Nachrichten still gehalten werden

Das Gerücht hält sich in den einschlägigen Kreisen des Betrugsnetzwerkes OneCoin/OneLife: 2018 gibt es den erwarteten Börsengang. Natürlich ist das kompletter Unsinn. Denn die handelnden Personen und Hintermänner dieses kriminellen Systems können und dürfen gar nicht. Sie sind entweder vorbestraft oder werden von der Polizei gesucht. Aktuelles Beispiel ist die angebliche „Erfinderin“ des Betrugssystems OneCoin/OneLife, Dr. Ruja Igantova. Ihre Bewährungsstrafe beim Amtsgericht Augsburg in Deutschland ist noch nicht abgelaufen - aber selbst wenn: Ihre Vorstrafe wird sie auch in den kommenden Jahren weiter verfolgen.

Von den anderen Personen liegen in den jeweiligen Ländern Betrugsanzeigen und Strafermittlungen vor. Viele Köpfe des Betrugssystems sind vorbestraft und haben keine Chance, jemals in die Nähe einer Börsenzulassung zu kommen. Denn die ist international an Vorgaben und Regeln gebunden.

Das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife hat in den vergangenen Monaten einschlägig dokumentiert, dass es zwar Millionen für die eigenen Taschen einsammeln kann, als Börsenpartner jedoch ungeeignet ist. Die derzeitigen Ermittlungsverfahren- und Strafvorwürfe der handelnden Personen sind umfassend: gewerbsmässige Geldwäsche, gewerbsmässiger Betrug, Ponzi-Schema, gewerbsmässige Veruntreuung, ungerechtfertigte Bereicherung - alles das liest sich wie ein internationales Strafgesetzbuch. Nicht wie ein Handbuch für eine Börsenzulassung. Zudem: Die Tatsache, dass OneCoin/OneLife auch politisch nicht gewollt ist, wurde noch gar nicht berücksichtigt.

Das Märchen vom Börsengang 2018 hat eine einfache Bewandtnis: Die internationalen Strukturen des Betrugsnetzwerkes OneCoin/OneLife sind durch die weltweiten Ermittlungen so stark erschüttert, dass das generelle Überleben der angeblichen Kryptowährung unwahrscheinlich ist. Tatsächlich würden weltweit Forderungen von betrogenen Anlegern und Investoren im dreistelligen Millionenbereich über die Verantwortlichen hereinbrechen. Es gibt auch gar kein Blockchain-Modell, das jemals Gewinne abwerfen könnte.

Es gilt, die aufgewachten, betrogenen Abgezockten ruhig zu halten. 

Mehr noch als das: Das Betrugssystem OneCoin/OneLife würde sogar komplett scheitern, wenn über eine verdeckte unternehmerische Maßnahme der Börsengang realisiert werden könnte. Das geht so: Man kauft ein eingetragenes und lizensiertes Unternehmen, das bereits an einer Börse zugelassen ist und gibt ihm dann einen anderen Namen. So einfach, so gut.

Das Problem: Die Umwandlung einer solchen Firma in ein Mitglied der OneCoin/OneLife-Familie würde sofort zu einem weltweiten Handelsverbot führen. Kriminelle Länder, die sich vielleicht noch mit OneCoin/OneLife befassen würden, beispielsweise Nordkorea, haben gar keine Börse. Andere sind für das zu bewegende Kapital möglicherweise ohnehin zu klein. Faktum ist, dass sämtliche Unternehmen und handelnden Personen international auf schwarzen Listen stehen.

Das Märchen vom Börsengang fing genauso an: „Es war einmal….“. Und es endet, da wir alle die bösen, gierigen Wölfe kennen, so: „Und da sie dann gestorben sind, haben alle ihr Geld verloren.“

Nicht jedes Märchen geht wirklich gut aus.

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