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OneCoin

Angeblicher Börsengang verschoben

„3,5 Millionen sollen den Spackos in die Fresse schlagen!“

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Ruja Ignatova schwadronierte ziel- und planlos durch das OneCoin-Universum. Wird Zeit, dass sie mal wieder etwas erfindet - vielleicht, wie die Anleger ihr Geld zurückbekommen

Dieser 13. Juli 2017 sollte ein Meilenstein in der Geschichte des Betrugsnetzwerkes OneCoin/OneLife werden: Die Erfinderin des Massenbetrugs, Ponzi-Queen Dr. Ruja Ignatova und der eher minderbemittelte OneCoin-CEO Pierre Arens, wollten und sollten der staunenden Gemeinde mitteilen, wie es jetzt zur wundersamen Geldvermehrung im kriminellen Netzwerk kommen soll. Das Ergebnis ist ernüchternd. Jetzt ist Krieg in der OneCoin-Gemeinde.

Denn Geld, so viel steht heute fest, gibt es nicht: Der magische Börsengang, der die versprochenen Millionen für Jedermann bringen sollte, ist erneut verschoben. Rund 43 Minuten lang schwafelte die Ponzi-Queen und der blasse CEO, unterstützt vom „OneLife Global Master Distributor“ Sebastian Greenwood einen solchen Blödsinn, dass man sich die Frage stellen sollte, von welchem Baum die eigentlich gefallen sind.

In der Gemeinde, das erfuhr :gerlachreport direkt nach Ausstrahlung, ist jetzt „Terror angesagt“: „Ich habe bei OneCoin/OneLife selten soviel gequirlte Scheisse gehört“, schreib ein Teilnehmer, „ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen will“, ein anderer. Ein Zuhörer aus Österreich: „43 Minuten Schönwetter-Geschwafel, wie soll ich so einen Mist da draußen meinen Partnern verkaufen?“.

Bis jetzt gibt es nämlich nichts von dem, was in der Vergangenheit versprochen wurde: Es liegt weder ein Konzept, noch eine Blockchain vor. Der minderbemittelte CEO meinte gar feststellen zu müssen, „dass wir ganz viel arbeiten. Aber das sieht ja niemand“. Wohl auch, weil die Führung des Betrugsnetzwerkes sich lieber in Sportwagen oder mit mit Champagner in der Hand ablichten lässt.

Eine Leserin des :gerlachreport direkt nach der Ausstrahlung: „Ich habe immer gedacht, dass der Gerlachreport in seiner Berichterstattung übertreibt. Aber jetzt weiß ich, dass alles stimmt. Alles stimmen muss. Wir sind einem gigantischen Betrug aufgesessen.“

Der für das erste oder zweite Quartal 2018 angekündigte Börsengang ist jedenfalls erneut verschoben worden. Irgendwann „im dritten oder vierten Quartal“. Dr. Ruja Ihgantova schwafelt dann auch noch etwas von dem „einzigartigen Unternehmen“, das zur Weltelite gehört. Die Ponzi-Queen ist ganz offensichtlich so durchgeknallt, dass sie das selbst glaubt.

Und der „OneLife Global Master Distributor“ hat sein Meisterwerk in der Mitglieder-Verarsche auch gleich abgeliefert. Er vertritt in der Ausstrahlung, von der niemand weiß, wann sie aufgenommen wurde, gar die Meinung, dass „kritische Aussagen über OneCoin Good News sind“.

Das lässt der angebliche Banker Pierre Arens mit seiner Vergangenheit in Luxembourg dann auch so im Raum stehen. Entweder ist er blöd oder inkompetent: Eine solche Aussage ist eigentlich das Ende jeden Börsengangs - zumindest ein schlechter Anfang für einen Pre-IPO (Initial Public Offer).

Aber irgendwie hat die OneCoin-Gemeinde die Kirchenglocken sowieso nicht gehört:

Wie soll eigentlich ein Börsengang die Millionen in die Kassen spülen? Ein Kurs wird ja auch durch Angebot und Nachfrage geregelt.

Und wieso ein Börsengang? Die Kassen sind doch voll - zumindest sollten sie das sein, wenn die Ganoven um Dr. Ruja Ignatova und Pierre Arens nicht inzwischen alles zur Seite geschafft hätten.

Ein Kommentar aus der Gemeinde ruft zumindest jetzt zum OneCoin-Ungehorsam auf: „Eigentlich müssten 3,5 Millionen Mitglieder diesen Spackos stundenlang in die Fresse schlagen!“

Da wären wir von der Redaktion gerne dabei.

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