OneCoin: Abmahnschleuder Schulenberg & Schenk

Die Blaupause für den OneCoin-Betrug

Das Hamburger Abmahnungen-Team (v.li.n.re.): ; Moritz Braun, Simon Hoffmann, Tae Juong Kim, André Schenk, Dirk Scholla, Stephan R. Schulenberg und Noemi Speth

Die Hamburger Kanzlei Schulenberg & Schenk mahnt OneCoin Kritiker gnadenlos ab. Sie sind Mundtotmacher. Miese Methoden im Namen der Abzocker und Betrüger des OneCoin-Netzwerkes, das inzwischen international als illegales Pyramidenspiel, Ponzi und gewerbsmässiger Betrug identifiziert ist. Die schlauen Anwälte von Schulenberg & Schenk, ausgestattet mit abgezockten Geldern gutgläubiger OneCoin-Investoren schreiben und lügen sich die Welt zurecht, wie sie am besten in ihr krudes Rechtsverständnis passt. Das bringt viel Geld: Pro Abmahnung wollen sie mehr als tausend Euro.

So definiert Rechtsanwalt Tae Juong Kim den OneCoin-Betrug wie folgt:

Unsere Mandantin (OneCoin Anm. d. Red.) ist ein Network-Marketing-Unternehmen, welches international Schulungs- und Informationsmaterialien über die Kryptowährung OneCoin aus dem Bereich Finanzwesen (sog. Educational-Packages) sowie unterschiedliche Dienstleistungen (etwa aus dem Bereich des Cloud-Computings) und andere hochwertige Produkte digitaler und nicht-digitaler Art anbietet.

Weiter: „Unsere Mandantin verkauft echte Produkte mit echtem Wert, wie z.B. das mobile Computergerät „OneTable“ und stellt echte Dienstleistungen in Form von Ausbildungspaketen mit Finanzierungsbezug wie die OneAcademy E-Learning-Suite zur Verfügung. Mehr als drei Millionen Menschen haben diese Produkte und Dienstleistungen gekauft. Schneeballsysteme zeichnen sich insbesondere durch das Fehlen eines echten zugrunde liegenden Produkts oder Dienstleistung aus.

Kim weiter: „Darüber hinaus ermöglicht der Bonus- und Provisionsplan unserer Mandantin es den Mitgliedern auf allen Ebenen zu profitieren. Tatsächlich ist der Vergütungsplan in erster Linie auf den Umsatz ausgerichtet. Die Verdienstmöglichkeit ist nicht abhängig von der Anwerbung von Neukunden. Es werden auch keine Provisionen für jegliche persönliche Einkäufe ausbezahlt. Schneeballsysteme zeichnen sich gerade dadurch aus, dass frisches Geld für bereits bestehende überfällige finanzielle Verpflichtungen genutzt werden, was gerade nicht dem Zahlungssystem unserer Mandantin entspricht.

Und so wird aus OneCoin ein blütenreines Geschäft: „Die allgemeinen Vertriebspartnerbedingungen des OneLife Network sind für alle Mitglieder, die als IMA’s handeln möchten, binden. So sind die IMAs vertraglich verpflichtet, insbesondere den ethischen Regeln in den Bedingungen zu folgen, einschließlich (Auszug aus den allgemeinen Vertriebspartnerbedingungen unserer Mandantin):

Ethische Regeln für den Umgang mit Verbrauchern

Unsere IMA beraten ihre Kunden ehrlich und aufrichtig und klären etwaige Missverständnisse zu Waren, der Geschäftsmöglichkeit oder anderen Aussagen während eines Beratungsgesprächs auf.

Während eines Kundenkontakts informiert der IMA den Verbraucher über sämtliche Punkte, welche die Ware (z.B. Verwendungszweck, Beschaffenheit, Anwendung), oder auch - auf Wunsch des Verbrauchers - die Vertriebsmöglichkeit betreffen.

Alle Informationen zu den Waren und Leistungen müssen umfassend sein und der Wahrheit entsprechen.

Ein IMA darf keine Behauptungen, Versprechen oder sonstige Angaben über mögliche spekulative Währungsentwicklungen machen.

Der Verbraucher wird nicht zur Abnahme von Waren und Leistungen durch unseriöse und/oder irreführende Versprechen ebenso wenig wie durch Versprechen besonderer Vorteile veranlasst, wenn diese Vorteile an zukünftige, ungewisse und spekulative Erfolge gekoppelt sind.

Ein IMA darf keine Angaben im Hinblick auf seine Vergütung oder die potenzielle Vergütung von anderen IMA machen. Weiterhin darf ein IMA keine Vergütungen garantieren oder Erwartungen schüren.

Ein IMA darf nicht behaupten, dass der Vergütungsplan oder die Waren des OneLife Networks von einer staatlichen Behörde genehmigt oder zugelassen sind oder unterstützt werden.“

Aus diesen gesammelten Unwahrheiten, die nichts mit der OneCoin-Realität zu tun haben, schlußfolgert Rechtsanwalt Kim messerscharf: „Die Nichtbeachtung dieser ethischen Regeln hat zur Folge, dass das Vertragsverhältnis mit dem IMA beendet werden kann. Unsere Mandantin wird alle möglichen und angemessenen Schritte unternehmen, um die Einhaltung ihrer aufgestellten Regeln zu gewährleisten.“

Die OneCoin-Hauptverwaltung gibt es nicht

 

An dieser Stelle sollte festgehalten werden, dass die Hamburger Rechtsanwaltskanzlei das sagenhafte Unternehmen OneLife Network Ltd., 2118 Guava Street, Belama Phase I, Belize City, Belize vertritt. Eine entsprechende Vollmacht aus der erkennbar wäre, wer denn die vertretungsberechtigten Köpfe auf Belize sind, liefert das Anwaltsbüro nicht. Dürfte auch schwer sein. Hinter der Adresse verbirgt sich ein Massengründer von Unternehmen in Belize, die die steuerlichen Vergünstigungen nutzen wollen oder sonst etwas zu verbergen haben.

Deshalb kann Anwalt Kim kräftig weiter lügen: „Die Vertriebspartner sind weder verpflichtet neue Mitglieder anzuwerben mnoch sich einzukaufen. Diese Merkmale, die charakteristisch für ein Schneeballsystem sind, fehlen vollends im Geschäftsmodell unserer Mandantin. Einige Mitglieder des OneLife Networks rekrutieren überhaupt nicht. Vielmehr basiert das Geschäftsmodell auf der Grundlage eines klassischen Direktvertriebskonzepts, welches den Mitglieder die Möglichkeit lässt, ihr Einkommen durch Empfehlungen und Verkäufe von Ausbildungspaketen über Kryptowährung und Finanzmanagement an Nicht-Mitglieder zu verdienen, Provisionen und Bonus werden an diese Mitglieder unmittelbar zu ihrem Erfolg ausbezahlt, genauso wie es sich bei bereits etablierten und bekannten Unternehmen, wie Thermomix und Amway verhält, die ein Direktvertriebsmodell betrieben.

Der Unterschied indes: Bei den genannten Unternehmen bekommt der Kunde jedenfalls ordentliche Produkte und keinen wertlosen Schrott in Form eines nutzlosen Schulungsprogramms. Mit den Einnahmen, die OneCoin so eingenommen hat, kann man eine führende Universität betreiben.

Kim lässt jedoch nicht locker: „Das System und die Struktur der Vügütung von Provisionen, z.B. der OneCoins und dem System der OneLife Network IMA Plans, sind klar und transparent auf der entsprechenden Internetpräsenz aufgeführt. Darüber hinaus kann ein OneLife Network Mitglied OneCoins fördern oder generieren ohne als Händler aktiv tätig zu werden.

Das ist die zentrale, bemerkenswerte Argumentation der Kanzlei Schulenberg & Schenk. Sie kann als Grundlage für alle weiteren zivil- und strafrechtlichen Aktionen gegen das OneCoin-Betrugssystem genutzt werden.

Besonders auffällig: Am Ende des Tages, wenn es zu den Forderungen der Anleger und Investoren kommt, tragen die IMAs die Verantwortung. So werden sie im Regen stehen gelassen.

Was bei einer Abmahnung zu beachten ist

 

Alle Kritiker bekommen ähnliche Abmahnungen. Hierauf sollte wie folgt reagiert werden:

· Keine Abgabe einer strafbeehrten Unterlassungserklärung.

· Keine Erklärung gegenüber den Anwälten - das Schreiben schlicht ignorieren.

· Einschreiben nicht annehmen. Einwurf-Einschreiben ignorieren.

Das ist der schnellste Weg hinter die Strukturen des Betrugsnetzwerkes zu kommen. Im nächsten Schritt müssten die schlauen Anwälte dann nämlich die Hintermänner aufdecken. Diese müssten sogar vor Gericht erscheinen.

Aber das Hamburger Abmahn-Team Moritz Braun, Simon Hoffmann, Tae Juong Kim, André Schenk, Dirk Scholla, Stephan R. Schulenberg und Noemi Speth sind schlau genug, genau das nicht zu machen.

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