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PIM/PGD

Neuer Skandal: Tonnenweise Anleger-Gold weg

Das Unternehmensgeflecht PIM/PDG sei „schlicht gewerbsmässiger Betrug“

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Leere PIM-Versprechen: Glaubt man den Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen, wurden Anleger systemtisch betrogen. Sir haben kein Gold - tonnenweise Fehlbestände. So lautet einer der zentralen Vorwürfe

Der unregulierte Goldmarkt steht vor einem neuen Anlegerskandal: Die PIM-/PDG-Gruppe von Mesut Pazarci soll Millionenbeträge von Anlegern unterschlagen haben. Tonnenweise sei Gold verschwunden. Und das ist noch nicht alles. Die Vorwürfe richten sich auch gegen Julius Leineweber und die Führungsmannschaft der „PIM Gold Scheideanstalt“ und der „PDG GmbH Gold Vertrieb“.

Das ergibt sich aus umfangreichen Unterlagen und Prozessakten, die :gerlachreport zugespielt wurden. Die Menge der Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen um Mesut Pazarci füllt Aktenberge, es läuft eine Gewerbeuntersagung. Ausweislich der vorliegenden Unterlagen und Beweise hat es „gewerbsmässige Bilanzfälschungen“ gegeben. Fazit: Das Unternehmensgeflecht PIM/PDG sei „schlicht gewerbsmässiger Betrug“.

Beim Regierungspräsidenten in Darmstadt werden die Vorwürfe gegenüber :gerlachreport bestätigt, das Bundesamt für Justiz ist ebenso eingeschaltet, wie Steuerstrafermittlungen, die Staatsanwaltschaft Darmstadt und berufsständige Kontrollen. Denn nicht nur die beiden Gold-Manager, sondern auch EWirtschaftsprüfer, rechtsanwäkte und Steuerberater hätten „Anleger um Millionen betrogen“.

Tatsächlich sind nach vorliegenden Berechnungen „tonnenweise“ Goldbestände gar nicht vorhanden, von denen Anleger denken, dass sie in ihrem Bestand sind. Sollten sich die Vorwürfe, wonach es derzeit aussieht, tatsächlich bestätigen, ist dieses der größte Goldskandal in der Geschichte Deutschlands. Kritiker der Firmengruppe PIM/PDG werfen dem Unternehmen sogar vor, Bilanzen gefälscht zu haben. Auch hier geht es um Millionen.

Gegenüber :gerlachreport heißt es: „Die PIM hatte seit ihrem Bestehen noch nie ein ordentliches Rechnungswesen. Wie soll dies auch entstehen, wenn für das tatsächlich vorhandene Gold noch nie eine Lagerwirtschaft bestand, da ansonsten die Fehlbestände des Kundengoldes sichtbar geworden wären. Kassenbücher und die Buchhaltung wurden immer erst mindestens ein Jahr später im Nachhinein erstellt. Betroffen sind tausende Anleger - die Bilanz 2016 ist um mindestens 40 Millionen Euro geschönt worden.“

In Unterlagen an die Staatsanwaltschaft Darmstadt, die :gerlachreport ebenfalls vorliegen, heißt es: „Der Hauptbeschuldigte Mesut Pazarci weiß mittlerweile, dass er das Unternehmen aus einer Vielzahl von Gründen nicht mehr fortführen kann und Insolvenz anmelden muss. Es besteht deshalb der dringende Tatverdacht, dass dieser sich mit dem restlichen Kundengold in Türkei absetzt, da er als türkischer Staatsbürger höchst wahrscheinlich nicht ausgeliefert werden wird.“

:gerlachreport hat beim Unternehmen bereits vor Tagen eine offizielle Presseanfrage gestellt. Eine Antwort erhielt die Redaktion nicht.

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