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OGI

Nach der Pleite: Jürgen Wagentrotz im Feuer

Aggressives sowie gezielt destruktives und befremdliches Verhalten vom Ex-Vorstand

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:gerlachreport hatte frühzeitig gewarnt: Recherchen in den USA hatten ergeben, dass die Öl- und Gasfelder gar nicht existierten oder nicht der OGI zugerechnet werden konnten

Die OGI, Oil & Gas Invest AG ist pleite. Bereits am 15. Juni ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die Pleite trägt einen Namen: Jürgen Wagentrotz. :gerlachreport hatte bereits im Oktober 2016 eindringlich gewarnt. Im fernen Tiroler Kitzbühel entwickelte Wagentrotz dann zusammen mit seinem Sohn eine Kampagne gegen den :gerlachreport. Schlägertrupps und Rufmörder aus dem Bremer Rotlicht-Milieu bekamen den Auftrag Kampagnen gegen vermeintlich Verantwortliche zu starten, Familien wurden von dem OGI-Chef persönlich und durch seine Schlägertrupps bedroht.

Das alles hat nichts an der Wahrheit geändert: Anleger und Investoren haben ihr Geld verloren. Wie hoch der tatsächliche Schaden ist, kann ich nicht gesagt werden. Tatsache ist, dass die Investitionen in Öl- und Gasfelder in den USA nicht stattgefunden haben. Alles Lüge. Alles Betrug. Organisiert und durchgeführt von Jürgen Wagentrotz.

Bereits am 29. Oktober 2016 hatte :gerlachreport eindringlich vor Jürgen Wagentrotz und seinen Geschäften in den USA gewarnt. Recherchen in den USA hatten ergeben, dass alles „offenbar nichts anderes ist, als ein groß angelegter Betrug“. Das vernichtende, negative Urteil über die Oil & Gas Investoren AG (OGI AG) mit eindringlichen Warnungen fiel bereits damals eindeutig aus.

Zu diesem Zeitpunkt tönte die OGI AG: „Die Oil & Gas Invest AG (OGI AG) mit Sitz in Berlin gehört zu den innovativsten Erdölunternehmen im Markt. Jürgen Wagentrotz ist seit 2010 Mehrheitsgesellschafter und seit 2012 Vorstandsvorsitzender der Oil & Gas Invest AG (OGI AG). Jürgen Wagentrotz war schon mit vielen Geschäften erfolgreich. Vor allem seine Casino-Investments haben ihn schwerreich gemacht“.

Die Wahrheit: Im Dezember des vergangenen Jahres übernahm Markus Schilz den Vorstand des Unternehmens. Sein ernüchterndes Urteil:

Als Vorstand der Gesellschaft bin ich seit Dezember 2017 im Amt. Im Zuge meiner mit Elan, Engagement und Optimismus angetretenen Tätigkeit für unsere Gesellschaft, in enger, vertrauensvoller sowie intensiver Zusammenarbeit auch mit dem Aufsichtsrat, muss ich im Ergebnis zu meinem außerordentlichen Bedauern festhalten, dass das von meinem Vorgänger übernommene Erbe noch sehr viel schwerer, undurchsichtiger und insgesamt stärker beschädigt war, als nach dessen Äußerungen, Maßnahmen und Angaben anzunehmen gewesen ist.

In den wenigen Monaten meiner Amtsführung ist alles Denkbare, Mögliche und auch Unmögliche von allen Akteuren in gemeinsamer Anstrengung für die Gesellschaft unternommen worden. Unser, seit Jahren in wirtschaftliche und finanzielle Schieflage abgerutschtes, Unternehmen zu retten und wieder auf Kurs zu bringen, waren Anspruch und Aufgabe von Anfang an. Das konnte leider nicht gelingen. Die vorgefundenen bzw. zurückgelassenen Grundlagen waren, wie sich immer mehr offenbart hat, nicht mehr ausreichend.

Höflich bitte ich um Ihr Verständnis, dass diese Mitteilung nicht die Plattform dafür sein kann und sein darf, mögliche Ursachen aufzuzeigen, diese mit Ihnen zu diskutieren und detailliert Verursachungsbeiträge jeweils festzuhalten bzw. zuzuordnen.

Dem Grunde nach kann ich nur auf nicht ausreichende Liquidität, Fehlplanungen in der Vergangenheit und nicht zuletzt auf das außerordentlich aggressive sowie gezielt destruktive und befremdliche Verhalten eines ehemaligen Vorstands und bestimmenden Hauptaktionärs (Jürgen Wagentrotz, Anm. d. Red.) verweisen. Er hat mehrere Jahre die Verantwortung tragen wollen, konnte ihr im Ergebnis jedoch, jedenfalls aus der Retrospektive betrachtet, zu keiner Zeit gerecht werden. Weitergehende, belastbare, Erkenntnisse wird der Verfahrenslauf mit sich bringen müssen.

Dem werde ich nicht vorgreifen. Das Wort hat jetzt der lnsolvenzgutachter/-verwalter.

Und nicht nur der: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den verantwortlichen Jürgen Wagentrotz.

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