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Anleger

Morningstar zweifelt an den Fondsmanagern

Schlechte Noten für die Verantwortlichen der Anlegergelder

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Morningstar geht radikal gegen alle Fonds vor, die nicht im Sinne der Anleger performen

Die Ratinggesellschaft Morningstar senkt den Daumen. Die Experten trauen den jeweiligen Fondsmanagern keine guten Leistungen mehr zu. Milliardenschwere Portfolios von Union Investment, Deutsche AM, Carmignac und Ethenea sind betroffen.

Die Analysten stellen die Bewertung des mehr als sechs Milliarden Euro schweren Ethna-Aktiv ein. Das Rating für den Carmignac Investissement, der ein Volumen von fast fünf Milliarden Euro aufweist, wird ebenfalls eingestellt.

Keine Noten gibt es für den Klassiker der Deutschen Asset Management, den DWS Vermögensbildungsfonds I. Die Entscheidung, einen Fonds qualitativ zu bewerten, liegt im Ermessen der Analysten, heißt es bei Morningstar. In der Vergangenheit habe das Volumen noch eine größere Rolle gespielt.

Mittlerweile wird mehr Wert auf Qualität und Anlegernutzen gelegt. Die Analysten würden ihren Fokus auf Portfolios legen, die sie positiv mit den Noten Bronze, Silber oder Gold bewerten. Ratings für Fonds, die nicht überzeugend sind, werden eingestellt.

Die Analysten bewerteten die genannten Fonds mit der Note „Neutral“. Performance-Probleme und wenig Aussicht auf Besserung führen zu den drastischen Schritten. Die Rating-Experten sehen beim ehemaligen Erfolgsfonds von Ethenea-Chef Luca Pesarini nur geringe Chancen auf eine Wende zum Besseren. Erkennbare Schwächen bei der Aktienauswahl, hohe Gebühren und das negative Urteil über die Fondsgesellschaft runden neben mangelnder Sachkompetenz der Manager das Bild ab.

Auch in den einstigen Klassiker DWS Vermögensbildungsfonds I setzen die Morningstar-Experten keine großen Hoffnungen mehr. Noch vernichtender fällt das Urteil zu dem Genossen-Flaggschiff Uniglobal aus: Dem Fonds gelingt es nicht mehr, sich vom Vergleichsindex MSCI World abzusetzen. Zwar spielten nun verstärkt volkswirtschaftliche Überlegungen in die Anlagestrategie eine Rolle, jedoch sei das Gesamtergebnis ungenügend. Bei der Auswahl von Einzeltiteln sei zu wenig Aktivität des Management zu beobachten. Auch wenn die Gebühren des Uniglobal nicht allzu hoch ausfallen, sei ein börsengehandelter Indexfonds dennoch die günstigere Wahl.

Bei dem Fonds des französischen Altmeisters Edouard Carmignac bemängeln die Experten wiederum die vielen Wechsel im Aktienteam, was sich auch in schwachen Ergebnissen der Titelauswahl widerspiegele. Ein weiterer Kritikpunkt beim Investissement ist die hohe und für Anleger ungünstig ausgestattete erfolgsabhängige Vergütung. Auch das Flaggschiff der Franzosen, der Carmignac Patrimoine, kann derzeit nicht an vergangene Erfolge anknüpfen.

Die vier Dickschiffe sind nicht die einzigen Portfolios, denen die Ratinggesellschaft die Noten entzogen hat. So gibt das Haus etwa für die europäische Variante des Templeton Growth, für Fonds der Unistrategie-Serie sowie den auf deutsche Aktien ausgerichteten Deka-Fonds keine Urteile mehr ab.

Damit führt nicht ein einziges Produkt des zentralen Wertpapierdienstleisters der deutschen Sparkassen mehr ein qualitatives Morningstar-Rating. Neu aufgenommen haben die Analysten hingegen Nordea Stable Return und den Jupiter Dynamic Bond.

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