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Pleite

Modemarke Bench: Im August sind alle Läden dicht

Die 14 Läden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden werden geschlossen

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Anfang Juli hat die amerikanische Investment- und Beratungsfirma Gordon Brothers die Markenrechte an Bench übernommen. Die neuen Eigentümer hätten auf Vorschläge, die Filialen weiter zu führen, nicht reagiert, so der Insolvenzverwalter

Die Modemarke Bench verschwindet bald aus den Fußgängerzonen und Einkaufszentren. Die 14 Läden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden würden geschlossen, teilte Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann mit. Den betroffenen 100 Mitarbeiter werde er noch diese Woche kündigen. In den Shops ginge dann spätestens Mitte August das Licht aus.

„Angesichts des fehlenden Interesses des neuen Markeninhabers sowohl an unseren administrativen Einheiten als auch am Filialnetz und der nur noch geringen Warenbestände in den Stores haben wir keine andere Wahl“, sagte Pohlmann.

Anfang Juli hat die amerikanische Investment- und Beratungsfirma Gordon Brothers die Markenrechte an Bench übernommen. Die neuen Eigentümer hätten auf Vorschläge, die Filialen weiter zu führen, nicht reagiert, so der Insolvenzverwalter.

Der britische Mutterkonzern Bench Limited hatte Anfang Mai Insolvenz angemeldet. Ein Grund dafür sei der schwierige Einzelhandelsmarkt in Großbritannien sowie die Abwertung des britischen Pfunds nach dem Brexit, hieß es damals. Hinzu gekommen sei auch ein ruinöses „Logistikproblem“ aus dem Jahr 2016. Von der Insolvenz sind auch die deutschen Konzerntöchter betroffen.

Bench hat seine Wurzeln im nordenglischen Manchester, wurde die vergangenen Jahre aber von München aus geführt. Das Label bot Freizeitmode für eine vorrangig junge Zielgruppe an und ist in Deutschland vor allem für Kapuzen- und Fleece-Pullis bekannt.

Im März war Bruno Sälzer als CEO von Bench abgetreten. Der ehemalige Vorstandschef von Hugo Boss und Escada hatte seit seinem Einstieg vor dreieinhalb Jahren versucht, den Mittelständler wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Das schien ihm auch zwischenzeitlich geglückt zu sein. Doch die Neuausrichtung half offensichtlich nicht, vor allem die Probleme im Heimatmarkt Großbritannien zu lösen, wo Bench rund die Hälfte seines Umsatzes erzielt. Mehrheitseigentümer war die Münchner Private-Equitiy-Firma Emeram Capital, auch Sälzer selbst war beteiligt.

Darüber hinaus hat die Dienstleistungsfirma Bench International ihren Geschäftsbetrieb inzwischen eingestellt. Den knapp 100 Mitarbeitern sei gekündigt worden, heißt es in einer Mitteilung des Insolvenzverwalters.

Bis zur Insolvenz beschäftigte Bench in seinen wichtigsten Märkten England 176 und in Deutschland 170 Mitarbeiter. Zuletzt betrieb die Marke 20 Boutiquen in Großbritannien, zwölf in Deutschland sowie je zwei in Österreich und in den Niederlanden

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