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Sensus

Minister bestätigt „Sensus-Betrug“ in Costa Rica

Sensus Waldfonds: In Costa Rica „völlig unbekannt“

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Minister Cavallini: „Wir müssen uns als Land vor betrügerischen Angeboten schützen. Sie bringen uns in Verruf“

Luis Felipe Arauz Cavallini ist in Costa Rica ein mächtiger Mann: Der Minister ist für die Landwirtschaft, Wald- und Forstwirtschaft und Agraentwicklung verantwortlich. Auch für die Teakholz-Plantagen, die europäische Investoren im Land angeblich gekauft haben. Den Sensus-Waldfonds nennt er „Betrug“.

Eine Teakholz-Plantage in Costa Rica - mit dem Sensus Waldfonds hat auch sie nichts zu tun

 

Im Ministerium in San José prüfte Cavallini zusammen mit seinen Fachleuten die Angaben über Holz-Investments aus dem deutschsprachigen Raum. Weil Costa Rica weit entfernt liegt und viele Anleger schlicht glauben, was man ihnen als (falsche) Tatsachen verkauft, wurden gleich mehrere Angebote vor Ort durch Mitarbeiter vom :gerlachreport überprüft. Fazit: Keines der Angebote erfüllt das, was als Versprechen aufgetischt wird.

:gerlachreport wollte insbesondere die Fakten und Hintergründe zu VALOR SIF – Sensus Waldfonds: Offener Spezial-AIF wissen. Sensus hatte am 26. August 2015 gemeldet: „Der Sensus Waldfonds ist auf der Erfolgsspur: Zum 17. August 2015 erwarb der Fonds über eine Zweckgesellschaft eine weitere Teakholzplantage in Costa Rica. Der Name der Plantage: Tectona Nicoya S.W.F., S.A. Mit ihr hat der Sensus Waldfonds eine weitere Teakholzplantage im Bestand. Investmentmanager des Fonds ist die Sensus Vermögen GmbH mit Sitz in Marktredwitz. Die aktuell erworbene Plantage hat einen 11-jährigen Teakholz-Bestand in sehr gutem Bewirtschaftungszustand. Sie ist 75 Hektar groß. Auf 33,5 Hektar davon stehen Teakbäume, weitere 11 Hektar werden April/Mai 2016 mit Teakpflanzen aufgeforstet. Rd. 30,5 Hektar sind Naturschutz- und Infrastrukturflächen, die per Gesetz nicht kommerziell genutzt werden dürfen. Tectona Nicoya S.W.F., S.A., befindet sich in der Provinz Guanacaste, in einer für den Teakbaum-Anbau sehr gut geeigneten Klimazone. Die Wiederaufforstung wird vom Land Costa Rica subventioniert; die Zuschüsse liegen bei ca. 1.300 US-Dollar je bepflanzten Hektar“.

Das Ergebnis der Untersuchungen von :gerlachreport vor Ort: Die Angaben sind gänzlich gelogen. Ein Sprecher des Ministeriums: „Wir können diese Angaben nicht bestätigen. Würde es eine solche Operation geben, wären auch die Anträge für die Bezuschussung gestellt worden. Keines der Unternehmen hat jemals einen entsprechenden Antrag gestellt“. In Costa Rica soll jetzt eine Task-Force eine schwarze Liste von Unternehmen erstellen, die „unseriöse Angebote machen“.

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