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Michael Turgut

Michael Turgut wieder vor Gericht: Gewerbsmässiger Betrug

Liegen Staatsanwaltschaft und Landgericht im Tiefschlaf?

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Den Platz kennt Michael Turgut: Die Anklagebank. Ab dem 3. November darf er wieder vor dem Landgericht in Hof Platz nehmen

Vom 3. November an muss sich der Berufsverbrecher Michael Turgut erneut einem Verfahren vor dem Landgericht Hof stellen. Bereits vor einem Jahr war Turgut vom gleichen Landgericht zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er ging in Revision. Hierüber ist bis heute nicht entschieden. Deshalb ist er immer noch auf freiem Fuß und betrügt weiter. :gerlachreport erfuhr: Die Staatsanwaltschaft hat sich täuschen lassen.

Hier sind insbesondere die Abzockereien mit der in Liechtenstein ansässigen SWM AG zu nennen. Das Unternehmen verkauft Goldsparpläne und hortet das angebliche Gold in einem Zoll-Freihafen in der Schweiz. Tatsächlich handelt es sich aber bei dem Gold gar nicht um Vermögen der SMW AG. Es gibt gar kein Gold im Gegenwert der eingenommenen Millionen, die bis heute von Turguts Vertriebsmannschaft gutgläubigen Anlegern und Investoren verkauft werden (:gerlachreport berichtete).

In dem neuen Verfahren vor der 3. Strafkammergeht es - wen verwundert es? - einmal mehr um gewerbsmässigen Betrug. Und um die gigantische Summe von 120 Millionen Euro. Die Betrügereien reichen bereits zehn Jahre zurück und waren Teil mehrerer Verfahren vor diversen Zivilgerichten. Michael Turugt soll dafür gesorgt haben, dass den Anlegern die wahren Emissionskosten verschleiert wurden.

Diese Geschäftsmethode wendet er bis heute in seinen unterschiedlichen Abzock-Unternehmen an. Wie schon vor zehn Jahren werden durch die Methode tatsächliche Investitionen in versprochener Höhe erst gar nicht realisiert, weil Michael Turgut mit seinen Drückern bereits mindestens 20 Prozent Provisionen einkassiert hat. Bei der SWM AG sind es aktuell sogar mehr als 60 Prozent.

Das jetzt im November startende Verfahren sollte bereits 2014 durchgeführt werden. Es wurde wegen anderer Hauptverfahren dann aber verschoben. Bereits seit 2010 ermittelt die Staatsanwaltschaft. Zum Nachteil tausender Anleger und Investoren, die seitdem von dem kriminellen Drücker-Netzwerk des Michael Turgut ausgenommen und betrogen worden sind. Da haben die Staatsanwaltschaft und schließlich auch das Landgericht in Hof richtig gut gearbeitet.

Michael Turgut wird mit dem Verfahren am 3. November möglicherweise seine letzten Tage in Freiheit verbringen dürfen. Insider gehen davon aus, dass der Berufsverbrecher Weihnachten bereits in Haft sitzt. Im November 2011 wurde Turgut bereits für vier Monate in Untersuchungshaft genommen, als er mit seinem Privatflugzeug, das er auch heute immer noch mit Anlegergeldern finanziert, in Erfurt landete. Er kam gegen die Auflage frei, seinen Wohnsitz in Deutschland zu nehmen.

Seitdem wohnt Turgut offiziell in Tauperlitz. Tatsächlich lebt er aber mit neuer Frau in der Nähe von Basel und hat sich seitdem mehrere Häuser im Ausland zugelegt.

Sicher ist sicher. Denn die Staatsanwaltschaft und das Gericht liegen ja wohl im Tiefschlaf.

Der neue Prozess gegen den Berufsverbrecher Michael Trugst ist der Presse in Bayern dann eine Groß-Berichterstattung wert

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