Michael Turgut: Bei der Zweitfrau liegt sichs besser

Jutta Tischhöfer hat selbst eine zweifelhafte Vergangenheit

Jutta Tischhöfer steht selbst unter dem Verdacht, sich an Anlegergeldern illegal bedient zu haben

Michael Turgut kann charmant sein. Besonders auch bei Anlegern, wenn er sie über den Tisch zieht. Das macht er so gut, dass er mit seinen unterschiedlichen Unternehmungen Millionen eingefahren hat. Natürlich sind die Gelder weg. So wie bei der SWM AG, im wahrsten Sinne des Wortes der Goldesel für den einstmals großen deutschen Vertriebs-Zampano.

Aus dieser Zeit kennt ihn auch Jutta Tischhöfer, die Sekretärin aus Turguts „Direktion“ in Bayreuth. Die erlag dann wohl auch dem Schein, dem Charme und der Überredungskunst eines Michael Turgut und wurde, wie in einem schlechten Roman seine Geliebte.

Irgendwo zwischen Bett und Schreibtisch hat Michael Turgut ihr dann wohl erklärt, wie das mit der Abzockerei richtig funktioniert. Turgut war Initiator, Ideengeber und Macher bei „Life Performance“. Jutta Tischhöfer hatte als Geschäftsführerin Zugang zu den Kundengeldern und hat sich, glaubt man den Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen, dabei auch kräftig mitverdient. Zum Schaden der Anleger: Die Gelder sind weg, das Unternehmen ist pleite in die unendlichen Weiten der Geldvernichtung geschossen worden.

Dann musste Michael Turgut sein Vermögen verschwinden lassen. Gerichtsvollziehern drehte er gefälschte Uhren, auch „Blender“ genannt, an und wollte so seine Schulden bezahlen. Dann wurde er zu vier Jahren Knast verurteilt. Das Berufungsverfahren steht vor der Tür.

 

Es bleibt zu hoffen, dass der Sprössling ein anständiger Mensch wird und nicht nach seinem Vater Michael Turgut kommt.

 

Während sich Michael Turgut mit seiner hübschen Freundin vergnügte, sorgte seine Noch-Ehefrau Karin für die Nebelkerzen: Sie war als Mittäterin am Verschwinden der Turgut-Vermögenswerte direkt beteiligt. Und weil Ehemann Michael, während er Jutta beglückte, sein gesamtes Vermögen an seine Noch-Ehefrau Karin verschoben hatte, denkt sie gar nicht daran, in eine Scheidung einzuwilligen. Das schöne Leben mit Bentley, Flugzeug und anderem unwichtigen Zeug, kann ja auch süchtig machen.

Michael Turgut muss seine Karin jetzt auch bei Laune halten. Sie könnte ihm in der Berufungsverhandlung den Hals brechen.

Das könnte Jutta auch. Mit ihrem Wissen steckt der Michael dann echt in der Klemme. Aus der hofft er herauszukommen, indem er den liebenden Vater spielt. Die Schwangerschaft von seiner Zweitfrau kam ihm gerade recht. So hat er ein zusätzliches Argument, die Richter milde zu stimmen und zumindest einen Teil der vierjährigen Haftstrafe erlassen zu bekommen. Immerhin ist das Baby ja ein echtes Argument. Erstaunlich ist indes, dass bei der Staatsanwaltschaft in Hof die Vaterfreuden des Michael Turgut nicht bekannt sind - oder waren.

Ob es helfen wird? Jedenfalls haben sich Jutta und Michael als glückliche Eltern erst einmal in den Raum Basel abgesetzt. Da ist man auch vor den Zugriffen der Anleger und Gerichtsvollzieher sicher.

Ehefrau Karin Turgut wohnt auch nicht weit weg. Da kann sie eine Auge auf ihren Ehemann werfen und schauen, ob Klein-Michael nicht noch mehr Blödsinn macht.

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