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OneCoin

Mehr als 627 Millionen DDoS-Angriffe gegen Gegner

Der neue OneCoin-Boss Konstantin Ignatov steht unter den dringendem Tatverdacht

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Der neue OneCoin-Boss Konstantin Ignatov steht unter den dringendem Tatverdacht, hinter den DDoS-Angriffen auf den :gerlachreport zu stehen und die Angriffe finanziert zu haben

Mehr als 627 Millionen Angriffe hat das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife auf die Website vom :gerlachreport gestartet. Das Ziel: Die Berichterstattungen zu unterbinden und die Website zu vernichten. Umfassende Sicherungsmaßnahmen konnten die Angriffe abwehren. Zusätzliche Zugangskontrollen zur Seite haben dazu geführt, dass weitere Angriffe kaum Aussicht auf Erfolg haben.

In einer ersten Analyse konnten die Angreifer in der Mongolei, Ukraine, Österreich, Vietman und Bosnien identifiziert werden. Mit mehr als 69 Millionen gesteuerten Angriffen aus Korea führt das Land die Liste der gekaperten Server an, gefolgt von Thailand, China, dem Oman und Kolumbien.

Ein DDoS-Angriff ist eine spezielle Art der Cyber-Kriminalität. Der Distributed-Denial-of-Service (DDoS) ist ein „verteilter“ Denial-of-Service (DoS), der wiederum eine Dienstblockade darstellt. Diese liegt vor, wenn ein angefragter Dienst nicht mehr bzw. nur noch stark eingeschränkt verfügbar ist. Auslöser ist in den meisten Fällen eine Überlastung der IT-Infrastruktur. Angreifer nutzen diese Art der Cyber-Kriminalität, um von ungeschützten Unternehmen Lösegelder zu erpressen.

Bei einem DDoS-Angriff führen Angreifer die Nichtverfügbarkeit eines Dienstes oder Servers gezielt herbei. Dafür infizieren sie einen oder mehrere Rechner mit Schadsoftware. Die Angreifer missbrauchen dieses infizierte Rechner-Netz, auch Botnetz genannt, ferngesteuert für ihre DDoS-Attacken. Mit dem Botnetz greifen sie parallel ihr Ziel an und beschießen dabei dessen Infrastruktur mit zahllosen Anfragen.

Je mehr Rechner zusammengeschaltet werden, desto schlagkräftiger ist die Attacke. Angegriffene Server ohne DDoS-Schutz sind mit den unzähligen Anfragen überfordert, ihre Internetleitung ist überlastet. Websites bauen sich nur noch stark verlangsamt auf oder sind überhaupt nicht mehr verfügbar.

Einzelne Kriminelle oder Gruppierungen, politische Aktivisten, Wettbewerber, enttäuschte Kunden – die Liste der Angreifer ist lang. Ihre Motive für einen DDoS-Angriff sind ebenfalls vielfältig: Erpressung, Konkurrenz schädigen, Neid oder Signale gegen politische Entscheidungen setzen. Das Ziel von Angreifern ist jedoch immer dasselbe: Der dahinterstehenden Organisation soll ein möglichst großer Schaden zugefügt werden.

Die Sicherheits-Spezalisten des Verlages, in dem auch der :gerlachreport erscheint, konnten die Verursacher identifizieren. Die Daten sind jetzt den Ermittlungsbehörden übergeben worden. Abgleiche der Quellen führten schnell zum Ziel: Der DDoS-Angriff ist vom Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife gesteuert und gestartet worden.

Der :gerlachreport berichtet seit mehr als einem Jahr über den Milliardenbetrug der angeblichen Kryptowährung. Doch erst nach der Berichterstattung über Konstantin Ignatov und die Absage an den OneCoin-Börsengang führte zu den massiven Schlägen auf die IT-Infrastruktur des :gerlachreport. Nach Schätzungen von Experten haben die Angriffe „ein kleines Vermögen gekostet.“ Die Rede ist von mehr als 50.000 Euro.

Geholfen hat das den OneCoin-Betrügern um Konstantin Ignatov nicht: Der Börsengang bleibt abgesagt, die Ganoven sind enttarnt und der :gerlachreport ist immer noch online. Unsere geneigten Leserinnen und Leser bitten wir um Verständnis, wenn es in den vergangenen Tagen zu Verzögerungen gekommen sein sollte.

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