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Mehmet Göker

Said Daftari ist sein Geldbote

Die Fakten zu Gökers illegalen Geldtransfers

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Said Daftari dürfte in Zukunft nur noch im Mittelfeld der Gefängnismannschaft spielen - nur der Spielort steht noch nicht fest

Der 32jährige Said Daftari ist ein klassischer Mittelfeldspieler. Das war er als Amateur, das ist er als Profi. Er steht in der Mitte eines bislang einzigartigen Spiels, dessen Ausgang bislang völlig offen ist. Im Sturm steht der ehemalige MEG-Chef Mehmet Göker. Ein Spieler, der mit seiner Mannschaft die Gegenspieler in der Privaten Krankenkasse (PKV) ganz alt aussehen lässt.

In der Verteidigung steht Spielertrainer Herbert Scheulen. Er hat Said Daftari als Trainer zum 1. FC Mönchengladbach geholt. Zusammen mit Mehmet Göker haben sie das Spiel um Punkte, Macht und Moneten strategisch perfekt geplant, vorbereitet und zum Spielbeginn gepfiffen. Das Spiel läuft.

Scheulen hat Göker über Said Daftari kennengelernt, als die Drei sich überlegt haben, wie man auch außerhalb des Spielfeldes so richtig foul spielen kann.

Scheulen, neben dem Spielfeld ein Versicherungs-Keuler alter Schule, arbeitet mal als „Inhaber“, mal als „Geschäftsführer“ des „Wirtschaftskontors Ludewig“ in Korschenbroich. Von hier werden die Spielzüge einstudiert und ausgeführt. Trainer Herbert Scheulen betreibt das Geschäft als Tarnung für den kriminellen Mehmet Göker.

Mehmet Göker hat die insolvente MEG AG gnadenlos bis auf die Knochen ausgenommen und betrogen. Deshalb darf er in Deutschland auch keine Auswärtsspiele mehr bestreiten - Kriminalpolizei und Staatsanwalt haben gegen ihn einen internationalen Haftbefehl vorliegen. Im kommenden Jahr ist Göker vor das Strafgericht geladen - aber er wird sich wahrscheinlich auf die Verletztenliste setzen lassen.

Tore schießt Göker trotzdem: Mit dem Datenbestand der MEG AG und getürkten Telefonnummern, die dem Angerufenen ein Telefonat aus Deutschland vorgaukeln, sitzt der Türke in der Türkei und verkauft in Deutschland „Optimierungspakete“ für die private Krankenversicherung. Das Geschäfts läuft so gut, dass Monat für Monat gigantische Bargeldlieferungen in sechsstelliger Höhe von Korschenbroich aus organisiert werden.

Empfänger dieser veritablen finanziellen Steilpässe ist natürlich am Ende Mehmet Göker. Aber erst, nachdem der Spielertrainer sich seinen Teil genommen hat. Die Rede ist von 30 Prozent des Umsatzes - will man den Spionen glauben, die am Spielfeldrand sitzen.

Und jetzt kommt Said Daftari im Mittelfeld wieder zum Zug. Denn er ist der Ballverteiler von Verteidigung in den Sturm. Als Fußballer mit internationalen Kontakten - immerhin hat er auch mal für Afghanistan gekickt - reist er in die Welt und überbringt das Bargeld. Sein Vertrag ist streng vertraulich, aus der Mannschaftskabine hört man aber, dass er für die Ball- oder Geldverteilung immerhin zehn Prozent erhält.

Irgendwie ist der Mittelfeldspieler jetzt aber verdammt nah ans eigene Tor gekommen. Es riecht nach Eigentor: Der Schiedsrichter muss entscheiden.

Handelt es sich um Beihilfe zur gewerbsmässigen Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Betrug? Oder lässt der Schiedsrichter gar weiter spielen? Der vierte Mann von außen wedelt jedenfalls schon kräftig und bittet um Gehör. Das gibt Ärger.

Die zu erwartende rote Karte für Said Daftari würde seine Karriere nur noch in der Gefängnismannschaft zu neuer Blüte treiben.

Scouts haben berichtet, dass der Mittelfeldspieler vor dem Platzverweis schon an seiner eigenen Auswechslung arbeitet.

Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Trainer Herbert Scheulen hatte einen rabenschwarzen Tag, als ihn Said Daftari mit Mehmet Göker zusammenbrachte. Seitdem ist Herbert Scheulen Zielperson für Ermittlungen

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