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Mehmet Göker

Die Namen des Verbrecher-Syndikats

König, Kaiser, Klug, Herzog, Wagner, Müller

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Die kriminelle Vereinigung des flüchtigen ehemaligen MEG-Chefs Mehmet Gökan bekommt ein Gesicht. Jetzt hat :gerlachreport die Liste mit den Tarn- und Echtnamen des Verbrecher-Syndikats erhalten. Mit den deutschen Namen und E-Mail-Adressen werden privat Krankenversicherte vorsätzlich, gezielt und heimtückisch betrogen. Die Methoden haben mit einem normalen Verkauf nichts zu tun - sie sind gewerbsmässiger Betrug.

Mehmet Göker, mit internationalem Haftbefehl gesuchter MEG-Bankrotteur arbeitet für große deutsche Versicherungsunternehmen unter dem Tarnnamen „Dr. Christian Herzog“. Weil er so bedeutend ist, hat er sich mal eben einen falschen Doktortitel zugelegt. Seine Schwester Asuman Göker arbeitet im Namen des „Wirtschaftskontors Ludewig“ unter dem vielsagenden Namen „Engel“.

Aber es sind keine heiligen Geschäfte, die in der Türkei von der Göker-Sippe abgebildet werden. Opfer sind Versicherte in der privaten Krankenversicherung. Sie werden unter falschen Vorzeichen und mit falschen Namen in neue Verträge gelockt - mit Wissen der AXA Krankenversicherung und der Hallesche Private Krankenversicherung.

Das Verbrecher-Syndikat benutzt für seine Arbeit sogar gefälschte Geschäftsunterlagen und gefälschtes Briefpapier der großen Versicherungen, um das Geschäft erfolgreich abschließen zu können. Bis zum Zwölffachen des angeblich eingesparten Krankenkassenbeitrages landet beim „Wirtschaftskontor Ludewig“. Ein Millionengeschäft, von dem Mehmet Göker mindestens 60 Prozent erhält.

Das Tarnunternehmen „Wirtschaftskontor Ludewig“ des Korschenbroichers Herbert Scheulen kassiert 30 Prozent. Scheulen, der nebenbei als Fußballtrainer arbeitet, ist über den Fußballer Said Daftari in das Verbrecher-Syndikat des Mehmet Göker gekommen. Wenigstens er arbeitet wohl unter seinem richtigen Namen.

Gökers Nichte und Asumans Tochter Berna benutzt gleich zwei verschiedene Namen: „Lena Kaiser“ und „Lena König“. Berna ist immer an Mehemets Seite und transportiert zusammen mit Said Daftari die horrenden Bargeldbeträge, die sie von Herbert Scheulen bekommen.

Said Daftari nennt sich „Max Klug“. Nur wirklich schlau ist der Kicker mit afghanischen Wurzeln aber nicht. Jetzt ließ er seinen Rechtsanwalt Roman Portack von der Berliner Kanzlei „Höch Kadelbach“ gegen den :gerlachreport antreten und schoß dabei ein gewaltiges Eigentor.

„Unser Mandant ist an keinen illegalen Geldtransfers beteiligt“, schrieb Rechtsanwalt Portack wider besseren Wissens, „er hat keine internationalen Kontakte, denen er Bargeld überbringt und erhält auch keine Prozente für eine solche Tätigkeit. Folglich hat er sich auch nicht wegen gewerbsmäßiger Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Betrug oder anderer Straftaten strafbar gemacht.“

Portack wortgewaltig: „Er braucht auch keine Angst vor strafrechtlicher Verfolgung zu haben, da ihm keine Straftaten vorgeworfen werden“. Portack irrt. Die dunklen Geldgeschäfte des Ballkünstlers mit dem Hang zu Eigentoren, sind längst Teil umfassender Ermittlungen.

Neben illegalen Geldtransporten ist wohl auch das Benutzen falscher Namen sehr wohl strafrechtlich relevant, wenn damit gewerbsmässige Betrügereien vertuscht werden sollen. Aber das werden jetzt die zuständigen Staatsanwaltschaften zu klären haben.

Die Prognose steht: Said Daftari dürfte alsbald in der Gefägnismannschaft kicken. Nur Eigentore sind da nicht so willkommen. Max Klug weiß das.

Said Daftari (li), der unter dem Namen „Max Klug“ agiert und Mehmet Göker. Standesgemäß hat sich der Betrüger den Namen „Dr. Christian Herzog“ zugelegt

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