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Kriminalität

Die falsche 500er-Argumentation

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Die Deutsche Bank hat festgestellt, dass Bargeld den Datenschutz stärkt und die Bürgerrechte bewahrt

Banknoten und Münzen werden verschwinden und durch elektronische Zahlungsmittel ersetzt. Das sollen die Bürger glauben. Weltweit werden noch immer 85 Prozent des Zahlungsverkehrs in bar abgewickelt. Im Mai vergangenen Jahres kündigte EZB-Chef Mario Draghi an, dass ab Ende 2018 keine 500-Euro-Banknoten mehr ausgegeben werden. Begründung: Eine erleichterte Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Falsch sagen Kritiker: Es geht um die Kontrolle über das Geldvermögen der Bürger in der Euro-Zone. Das bestätigt jetzt eine Studie der Deutschen Bank: Ob durch die Abschaffung der größten Euro-Banknote tatsächlich die Geld-Kriminalität wirksam eingedämmt werden kann, ist nach den Erkenntnissen der Studie zweifelhaft und wirft die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme auf. Das zentrale Ergebnis: Eine Abschaffung von Bargeld wird gewinnorientierte Kriminalität nicht beseitigen. Für illegale Transaktionen gäbe es Alternativen zum Bargeld, selbst wenn diese für die Akteure mit höheren Kosten als beim Bargeld verbunden seien. Demgegenüber stehen deutliche Vorteile beim Bargeld hinsichtlich Datenschutz und Bürgerrechten gegenüber.

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