Diese Seite verwendet Cookies.

Mehr erfahren

Autark

Koschates letzte Vorstellung als Schmierenkomödiant

Faschistischen Redakteure des NPD-Propagandanetzwerkes schreiben Lobeshymnen

Zurück

Der Schmierenkomödiant Stefan Koschate, alias Kühn, lächelt vor seiner letzten Vorstellung

Stefan Kühn ist ein Schmierenkomödiant. Mit seinem klebrigem Charme, seiner manchmal brillanten Verführungskunst und seinem Verkaufstalent hat er in den vergangenen 20 Jahren tausende Versprechen gemacht und hunderte Anleger reingelegt. Er ist ein Berufsverbrecher, ein notorischer Betrüger. Er wurde deshalb in der Schweiz und in Deutschland ins Gefängnis gesteckt. Geholfen hat das nicht bei seinem Weg der Resozialisierung. Die stand nicht auf dem Programm. Deshalb soll er jetzt zurück in den Knast. Die Schlinge zieht sich immer enger um seinen Hals. Schlussakkord. Es ist Stefan Kühns letzte Vorstellung.

Es wird ein Aufatmen durch Deutschland gehen, wenn Stefan Kühn, der eigentlich Koschate heißt, endlich das Handwerk gelegt wird. Auch wenn das seinem Bruder und der Familie nicht gefällt, die ständig in den Schlagzeilen stehen werden. Von der 75jährigen Mutter, die sich einem Ansturm von Autark-Anlegern ausgesetzt sieht, ganz zu schweigen.

Die Autark-Gruppe ist faktisch handlungsunfähig: Hunderte Anleger haben Arreste auf das Vermögen der Autark-Gruppe erwirkt. Das Oberlandesgericht in Hamm hat erst vor wenigen Wochen die Rechtmässigkeit der Arrest-Verfügungen erkannt. Auch wenn Koschate dickfressig tönt, dass in den Hauptsacheverfahren noch keine Urteile gesprochen sind: Die Entscheidung des Oberlandesgerichts ist wegweisend für die Zukunft.

Das Problem: Die Unternehmensgruppe hat schon jetzt kein Geld mehr. Was noch da war hat Koschate zur Seite geschafft. Pfändungen und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen hat er mit einem Netz von illegalen Konten, auf denen Autark-Gelder bewegt werden, verschleiert. Das Netzwerk ist bekannt. Die teilnehmenden Personen, billige Statisten im Leben des Schmierenkomödianten, sind alle bekannt und werden längst von den Ermittlungsbehörden durchleuchtet.

Zudem ist die Steuerfahndung ist hinter dem Schauspieler her, der Millionen Gelder verschoben und veruntreut hat ohne dafür jemals eine Steuererklärung abgegeben zu haben. Koschate hat sich mit Millionen aus Anlegergeldern bedient. Seine liebste Rolle ist die des erfolgreichen Unternehmers. Wie im Theater: Alles Schein.

Die :gerlachreport vorliegenden Unterlagen über das Ausmaßs der Steuerhinziehungen reichen für eine mehrjährige Haftstrafe.

Und jetzt der Betrug mit den Theatern: Über eine „Unternehmergesellschaft“ haben Statisten des Schmierenkomödianten das „Rhein-Main-Theater“ für ihn gekauft. Ähnliches Spiel beim „Musical Theater Bremen“. Beim Duisburger „Theater am Marientor“ gehen jetzt die Lichter aus: Die Sparkasse Duisburg hat wegen Geldwäsche und illegaler Finanz-Transaktionen der Autark-Gruppe, die nichts mit den Geschäften des Theaters zu tun haben, die Konten gepfändet. Auch hier ist die Steuerfahndung Duisburg aktiv.

Veranstalter arbeiten gerne mit Profis. Nicht mit Schmierenkomödianten, die ihre Rechnungen nicht bezahlen. Aktuell läuft mit der Mannheimer BB Promotion GmbH das Musical „Cats“ in Duisburg an. Neben schleppenden Verkaufszahlen machen den Theaterpartnern aber andere Dinge viel mehr Sorgen: Das Pleite-Unternehmen Autark und die Person Stefan Koschate, alias Kühn.

Denn die Autark-Gruppe ist seit Anfang September ins Duisburger Theater am Marientor eingezogen. Die Fahnen der Autark flattern draußen im Wind und Koschate steht jetzt vermutlich jeden Morgen allein auf der großen Bühne, macht eine Verbeugung und hört den imaginären, tosenden Applaus aus den leeren Rängen. Er glaubt, dass ihm auch heute noch alle zujubeln ob seiner drittklassigen Darbietungen. Und die faschistischen Redakteure des NPD-Propagandanetzwerkes Nortexa schreiben die von Kühn mit Autark-Anlegergeldern bezahlten Lobeshymnen.

Systematisch nutzt Stefan Koschate, alias Kühn, inzwischen auch die Gelder des Theaters für seine Privatentnahmen. Er betrachtet die Kasse des Theaters als sein Eigentum, ist der Chef im Haus. Rückendeckung erhält er wohl von dem neuen Aufsichtsrat der Autark Group AG, Hans-Günter Michels. Über dessen Honor GmbH Steuerberatungsgesellschaft werden dann wohl die Bücher des Theaters und der Autark-Gruppe frisiert.

Wie durch ein Wunder ist der Wert der Theater von ganz wenig auf ganz viel katapultiert: 90 Millionen Euro will Stefan Kosachate am Ende in den Büchern für das „Rhein-Main-Theater“, das „Theater am Marientor“ und das „Musical Theater Bremen“ in den Büchern stehen haben.

Diese Veranstaltung mutet wie eine schlechte Komödie an, ist aber ein ernstes Betrugs-Drama zu Lasten der Anleger und Investoren. Der Theaterkritiker wird lobend festhalten, dass die Schauspieler nur leider so schlecht sind, dass der Betrug auffallen muss.

Und das ist Stefan Kühns letzte Vorstellung.

Zurück

The next big story

Haben Sie die nächste große Geschichte?

Möchten Sie diese mit dem :gerlachreport teilen?

Wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, sich mit unseren Journalisten in Verbindung zu setzen und Materialien zu liefern. Kein Kommunikationssystem ist völlig sicher, aber unsere Möglichkeiten werden helfen, Ihre Anonymität zu schützen.

Bitte senden Sie keine Rückmeldungen, Story-Ideen, Pitches, Leserbriefe oder Pressemitteilungen über diese Kanäle.

Für eine allgemeinere Korrespondenz nutzen Sie bitte unsere regulären E-Mail-Adressen.

Ihr sicherer Kontakt

Neben unseren regulären E-Mail-Adressen haben wir für vertrauliche Nachrichten und Mitteilungen ein Postfach eingerichtet, das über Pretty Good Privacy (PGP) verfügt und absolut sicher ist:

redaktion.dta@protonmail.com

Bitte hinterlassen Sie auf jeden Fall eine Telefonnummer. Wir rufen Sie innerhalb kürzester Zeit zurück.

E-Mails an die Redaktion oder Chefredaktions-Adresse werden durch die Sicherheitsabteilung überprüft. Es kann vorkommen, dass für die Verifizierung des Absenders ein Personennachweis angefordert wird, wenn der Verdacht einer Identitätsfälschung vorliegt oder vorliegen könnte.

Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

Sämtliche Kommunikation unterliegt der strikten Vertraulichkeit.