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OneCoin

Konstantin Ignatov legt umfassendes Geständnis ab

Seine Zeugenaussage: "Es ist kein Spaß hier in New York im Gefängnis zu sitzen"

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Jede Veranstaltung von OneCoin/OneLife/DealShaker ist Betrug. Das hat Chef Konstantin Ignatov amerikanischen Ermittlern bestätigt

Im Rahmen des Verfahrens gegen den OneCoin-Geldwäscher Mark Scott, das derzeit in New York geführt wird, hat Konstantin Ignatov ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Gleichzeitig hat er seine Schwester Ruja schwer belastet. Ignatov tritt derzeit vor Gericht als Belastungszeuge gegen Scott auf. Immer mehr Details werden bekannt.

Konstantin Ignatov: "Natürlich, alles ist Betrug!"

· Sie haben weltweit OneCoin-Meetings besucht. Wussten Sie, dass Menschen dort betrogen werden?

Konstantin Ignatov: Ja.

· Und Sie wussten, dass alles nur ein Betrug war?

Konstantin Ignatov: Ja.

· Ab wann wussten Sie, dass OneCoin ein Betrug ist?

Konstantin Ignatov: Es gab schon früh viele rote Flaggen.

· Es werden immer noch OneCoin/OneLife/DealShaker-Veranstaltungen durchgeführt. Sind auch sie Betrug?

Konstantin Ignatov: Natürlich. Alles ist Betrug.

Konstantin hat seine Schwester ans Messer geliefert

Sebastian Greenwood (2.v.li.) wartet auf seinen Prozess. Ruja Ignatova ist unter falschem Namen abgetaucht

Die amerikanischen Ermittler haben nicht lange gebraucht: Monatelang hat OneCoin-Chef Konstantin Ignatov in seiner Zelle geschmort. Dann hat er ausgepackt. Aus einem Anklagepunkt wurden vier. Was er gesagt hat, ist noch geheim. Niemand erfährt etwas. Aber es soll ein "Deal" sein. Das bedeutet: Konstantin hat ausgepackt und bekommt dafür ein paar Jahre geschenkt.

Die Ermittlungen konzentrieren sich inzwischen auf fünf Personen: Konstantins Schwester Ruja, die er "ans Messer geliefert" hat, den Angeklagten Mark Scott, Gilbert Armenta, Irina Dilkinska, Sebastian Greenwood.

"Nein", sagt Konstantin, "es ist kein Spaß hier im Gefängnis zu sitzen". Im Gerichtsaal wird gegen Mark Scott verhandelt. Konstantin bestätigt, wie die Millionen verschoben wurden, welche Verträge von seine Schwester abgezeichnet wurden und wie, als Strukturen zusammenbrachen, Ruja "ausgeflippt" ist: "Mark Scott ist ein Idiot!"

Das Verfahren, das derzeit noch mitten in der Beweisaufnahme ist, offenbart ein System, in dem Gelder verschoben, OneCoiner abgezockt und Millionen gestohlen wurden. Die Schauplätze findet man weltweit. Sie sind mit Namen verbunden, die Konstantin Ignatov den Ermittlern verraten hat.

Der Anwalt von Mark Scott versucht alles, seinen Mandanten und seine Taten aus dem amerikanischen Rechtsraum zu holen. Ob ihm das gelingt, ist fraglich. Viel hängt von dem ab, was Konstantin Ignatov in tagelangen Vernehmungen ausgesagt hat. Er soll, so heißt es in New York, auch die Unterlagen zugeordnet haben und "ein erstaunliches Detailwissen" haben. Kein Wunder: Er hat den Betrug von seiner abgetauchten Schwester übernommen.

Aufgrund der Aussagen und Mitarbeit von Konstantin Ignatov ist sein eigenes Verfahren um Monate verschoben worden. Ein Gerichtstermin steht noch nicht fest. Vorher muss der "Idiot" Mark Scott noch abgeurteilt werden. Auf Konstantin Ignatov als Entlastungszeugen kann er sich nicht verlassen. Er hat Scott direkt in "den inneren Zirkel" eingeordnet.

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