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Kevin Schütz

„Ich bin nicht einmal vorbestraft“

Jetzt ist das OC-Team Deutschland dran

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Vom OC-Dream Team dürfte nicht mehr viel übrig bleiben - Kevin Schütz hat das Geschäft vermasselt

 

Es waren keine schönen Tage über Ostern für Kevin Schütz. Seitdem der :gerlachreport über ihn berichtet hat, wird die Latte der Anschuldigungen gegen den Mann aus der Schletterstrasse 48 im saarländischen Nalbach immer länger. Schütz ist einer der Köpfe des „OC-Team Deutschland“ mit 2.522 Mitgliedern.

In einer Mail an den :gerlachreport unterstrich Schütz: „Ich bin nicht einmal vorbestraft“ - als sei das das Kriterium, um bei der ObeCoin-Betrugsmasche eine führende Rolle zu spielen oder Karriere zu machen. In der geschlossenen Facebook-Community von „OC-Team Deutschland“ hatte Schütz in den letzten Tagen viel damit zu tun, die Fragen der mehr als 2.500 Mitglieder zu beantworten, die den Bericht über ihn und seine Freundin Chiara Kiemes gelesen hatte. „Fake News“ nannte der OneCoin-Mann die Fakten. Und schrieb an den :gerlachreport: „Ich bin ein temperamentvoller Mensch und habe mehr als überreagiert“. Und: „Es war ein Fehler meinerseits Sie zu zu beleidigen und zu bedrohen“.

 

Kevin Schütz und seine Freundin Chiara Kiemes. Er sagt: Sie hat nichts mit OneCoin zu tun. Dann wäre es spätestens jetzt Zeit sich einen anderen Freund zu suchen. Denn Kevin Schütz geht unruhigen Zeiten entgegen.

 

Kevin Schütz will nach eigenem Bekunden beim OneCoin-Betrug nur 2.000 Euro verdient haben. Wörtlich: „Kümmern Sie sich lieber um Leute, die wirklich Menschen abziehen. Und nicht um junge Menschen, die lediglich eine Chance genutzt haben“. Welche? Menschen abzuziehen?

Während er auf unschuldiger Osterhase plädierte, bedrohte er unterdessen andere Kritiker in Foren weiter massiv: „Ich bin weder einer der Führungskräfte noch hab ich jemanden Lügen aufgetischt! Ich habe selbst einen Arsch voll Geld in die Company gesteckt mit dem Glauben an den Coin! Dafür kann man mich nicht verurteilen! Die wenigen Menschen, die ich über Onecoin informiert habe, haben von mir gesagt bekommen, das es eine Möglichkeit ist, sie aber auch mit Totalverlust rechnen müssen!

 

Kevin Schütz hat Angst vor seiner Haftung gegenüber den Anlegern: Dabei ist es ist unwichtig, wie viel Geld er verdient hat. Er ist Teil einer gigantischen Betrugsmaschinerie. Jetzt ist er wegen bandenmässigen und gewerbsmässigen Betrugs angezeigt.

 

Zumindest in einer Frage können wir Kevin Schütz beruhigen. Er schrieb an einen Kritiker: „Ich muss auch davon ausgehen dass Sie der Verfasser hinter dem Gerlachreport sind und bitte Sie hiermit, diese Lügenstorys zu entfernen. Sollte dies nicht bis 18 Uhr passiert sein, werden sämtliche Anzeigen nicht mehr gegen eine Internetseite gehen, sondern gegen Sie“. Erneute fatale Fehleinschätzung des OneCoin-Mannes: Die Redaktion schreibt ihre Geschichten schon selbst.

 

 

Nur Mitläufer? Kein Täter: Wer so auftritt, sollte sich auf gewichtige Fragen der Strafermittler einstellen. Kevin Schütz und seine Allstars: Werde Mitglied in einem der besten Teams. Besser nicht: Der kriminelle Abstieg ist garantiert.

 

Bei der Staatsanwaltschaft in Saarbrücken wird jedenfalls einen Tag nach Ostern eine neue Akte eröffnet: Das Ermittlungsverfahren gegen den OneCoin-Kopf Kevin Schütz. Die Vorwürfe: Bedrohung, falsche Anschuldigungen, Rufmord, Nötigung, Erpressung, üble Nachrede, Beleidigung, bandenmässiger und gewerbsmässiger Betrug. Dann wird der OneCoin-Sumpf zumindest auch im OneCoin-Team Deutschland trockengelegt.

Und die tatsächlichen Wahrheiten kommen ans Licht.

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