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Autark-Anleger

Keuler behaupten: Keine Sorge, Geld ist da!

„Keine Sorge, die sitzen auch alle von Autark noch im Dortmunder Büro“

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Das Autark-Büro in Dortmund ist längst aufgegeben, seit nunmehr fast einem Jahr. Wen immer er dort getroffen haben will, Stefan Kühn und sein kleiner Haufen sitzen im „Theater am Marientor“ in Duisburg - wenn sie nicht gerade vor der Polizei fliehen

Der dubiose Autark-Keuler „Deutsche Versicherungsfinanz“ hat für zahlreiche Lacher gesorgt. Dabei steht jetzt fest: Noch immer werden gutgläubige Autark-Anleger nach allen Regeln der Kunst verarscht. Das ergibt sich aus E-Mail, die die Chefredaktion des :gerlachreport vorfand. Darin schreibt ein „Joachim“: „Keine Sorge, die sitzen auch alle von Autark noch im Dortmunder Büro, ich war am Mittwoch da. Keine Sorge. Geld ist da!!!“

Die Dt Versicherungsfinanz GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Dortmund unter HRB 28217, gehört dem 41jährigen Carsten Tillmann aus Lennestadt. Weil „Dt“ ein wenig unterbeleuchtet aussieht, hat man dann illegal aus diesem Namen die „Deutsche Versicherungsfinanz“ gemacht. Diese Frage beschäftigt jetzt auch die Ordnungsbehörden.

Der Unternehmensgegenstand des Carsten Tillmann: „Vermittlung von Versicherungen und Bausparverträgen sowie die Anbahnung von Geschäftsverbindungen zu Banken und Versicherungen zum Zwecke von Vermögensanlagen und Finanzierungen.“

Die Vermittlung von kriminellen Autark-Anlagen gehört zumindest offiziell nicht dazu. Und wenn jemand eine Geschäftstätigkeit ausübt, die gar nicht Bestandteil der handelsregisterlichen Eintragung ist, dann haftet ein solcher Vermittler auch schnell persönlich.

Deshalb haben Tillmann und seine Mannen die Panik im Gesicht. Nachdem jetzt feststeht, dass die Nachrangdarlehen des Berufsverbrechers Stefan Kühn, alias Stefan Koschate, nichts wert sind, planen immer mehr Autark-Anleger den Frontalangriff auf die Vermittler. Und dann haben auch Tillmann & Co. ganz schlechte Karten.

Zurück zur E-Mail: Wir wissen, anders als der E-Mail-Schreiber, „warum Gerlach das macht“: Der Fall Autark ist einer der größten Betrugsfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte. Es geht um ein Schadensvolumen von mehr als 50 Millionen Euro, die Stefan Kühn zusammen mit seinem Betrugssystem zur Seite geschafft hat.

„Keine Sorge, die sitzen auch alle von Autark noch im Dortmunder Büro“, schwadroniert „Joachim“ weiter.

Weit gefehlt: Das Autark-Büro in Dortmund ist längst aufgegeben, seit nunmehr fast einem Jahr. Wen immer er dort getroffen haben will, Stefan Kühn und sein kleiner Haufen sitzen im „Theater am Marientor“ in Duisburg - wenn sie nicht gerade vor der Polizei fliehen.

„Keine Sorge! Geld ist da!!!“ - Die Sorge haben wohl derzeit nur die Autark-Anleger, die realisieren, dass die Millionen verpufft sind und die Staatsanwaltschaft in Dortmund versucht, Licht in das Betrugs-Dunkel zu bringen. Prophetisch hingegen ist die Aussage: „Geld ist da“. Woher weiß „Joachim“, wo das Geld versteckt ist?

Diese und andere Fragen wollte der :gerlachreport beantwortet wissen und hat nachgefragt. Eine Antwort erhielt die Redaktion nicht. Und die Website www.versicherungsfinanz.de gibt es auch nicht mehr: Man landet jetzt auf der Webseite www.himmelskerzen.de.

Carsten Tillmann will sich wohl den Himmel erleuchten. Die Frage ist aber, ob er da jemals hinkommt.

Zumindest den Glauben hat er wohl nicht verloren.

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