Diese Seite verwendet Cookies.

Mehr erfahren

P&R

Kein Witz: So soll der neue Betrug organisiert werden

Wie bei der Stasi: Jetzt werden sogar die Mitarbeiter brutal ausspioniert

Zurück

Bartholomäus Schwaighofer soll es richten. Er ist Direktor der obskuren „Altina Global Network SCE“: Mit der Genossenschaft sollen jetzt erneut die Anleger abgezockt werden

Bartholomäus Schwaighofer soll es richten. Er ist Direktor der obskuren „Altina Global Network SCE“. Dahinter verbirgt sich „eine Europäische Genossenschaft mit offenem Mitgliederkreis. Gegenstand der Altina ist die Vermittlung von Waren und Dienstleistungen der Mitglieder, die Beschaffung verbilligter Bezugsmöglichkeiten aller Art, die wirtschaftliche Förderung gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke, sowie die Investition in alternative, innovative und nachhaltige Beteiligungen.“ Gegenstand der Altina ist es zukünftig für die P&R-Mafia Geld einzusammeln. Mit mehr als zweifelhaften Anlagen. Mit gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken hat das nichts zu tun: Die Verantwortlichen der P&R-Mafia stehen vor einem Anlegerschaden von mehr als 300 Millionen Euro - sie alle haften nach derzeitigen Erkenntnissen persönlich.

Mehr als 300 Millionen Euro haben die Anleger den Vermittlern aus dem Raum Augsburg und München anvertraut. Bei einem Geheimtreffen in Liechtenstein vor Ostern (:gerlachreport berichtete) wurde beschlossen, dass jetzt die P&R-Keuler bei den Anlegern auftauchen sollen um sie überreden, die Vollmachten des Münchner Rechtsanwaltes Mattil zu unterschreiben, der angeblich die Anlegerinteressen vertreten soll.

Doch das ist eine Lüge. In Wirklichkeit wollen die P&R-Keuler mit diesen Vollmachten ihren Hals aus der Schlinge ziehen und aus der Haftung kommen. So ist es mit den Anwälten in München längst besprochen.

:gerlachreport hatte schon frühzeitig über die Zielrichtung berichtet: Die P&R-Mafia will ihre Haftung ausschließen oder auf ein absolutes Minimalmaß reduzieren. Das geht so: Aufgebracht Anleger erhalten nach einer Frist Post vom Anwalt, bei dem dieser mitteilen wird, dass es nicht möglich ist, die Forderungen zu realisieren. Er empfiehlt stattdessen eine mit den Vermittlern bereits verhandelte Quote. Im Gegenzug verzichten die Anleger dann insbesondere auf strafrechtliche Ermittlungen.

Das ist eine linke, durchtriebene Falle, die in Liechtenstein detailliert besprochen wurde. Denn es wurde im Fürstentum auch bekannt, dass es um einige Vertriebsmitarbeiter und ihre Unternehmen schlecht bestellt ist: Sie stehen offenbar schon jetzt vor der Pleite - „jede Forderung von geprellten Anlegern würde sie sofort in die Insolvenz treiben“, berichtet ein Teilnehmer aus Liechtenstein gegenüber :gerlachreport. Und dazu kommt die Angst vor den Staatsanwälten.

Die „Altina Global Network SCE und Bartholomäus Schwaighofer haben sich als Retter angeboten“, erfuhr :gerlachreport weiter, „die Vermittler brauchen bei einer Genossenschaft keine Zulassung, da das Anwerben von Genossenschaftsmitgliedern nicht geregelt ist“. Im Klartext: Die Anleger, die Millionenbeträge bei P&R verloren haben, sollen jetzt noch einmal „geschröpft werden, damit der kriminelle Vertrieb überleben kann“.

Als Kopf dieser „kriminellen Vereinigung“ gelten Andreas Müller (InnoFin) und sein Geschäftspartner Klaus Hattenkofer (IQ Finanz-Akademie e.V.). Mit dabei:

· Ulrich Beck (Financial Solutions),
· Peter Kehr (Immoplan Immobilien Vermögensplanung GmbH),
· Manuel Karle (proinovest Wirtschaftsberatung),
· Matthäus Vogt und Matthias Müller (Wirtschaftskanzlei Vogt),
· Maria Singer (Singer-Sachwerte-Strategie),
· Matthias Kühn (Kühn Consulting),
· Alexander Exner (Premium-Finanz-Consulting),
· Mario Haitzer (rima AG),
· Bartholomäus Schweighofer (ALTINA Genossenschaft),
· Alfons Mayr (Primus Omnium Wirtschaftsberatung) und
· Norbert König, Stefan Kreitlhuber und Michael Gräff (Skyline Assekuranzmakler GmbH).

Sie alle haben Geheimnisse und viel zu verbergen. Seit der Berichterstattung im :gerlachreport und den ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaften geht die Angst um. Jetzt mussten die Mitarbeiter und Vertriebler eine „Einverständniserklärung“ unterschreiben, die es der Mafia erlaubt, sämtliche E-Mails und Telefonverbindungen zu überprüfen.

Das Ziel: Den Informanten des :gerlachreport herauszufinden. Wer nicht unterschreibt, fliegt - Mitarbeiter haben Angst um ihren Job. Diese Drohungen wurden offen und unverhohlen ausgesprochen. Jetzt werden sich wohl auch noch die Arbeitsgerichte um diese Methoden kümmern.

Die Berichte des :gerlachreport haben auch etwas ganz anderes erreicht: Immer mehr Anleger weigern sich, das kriminelle Betrugs-Spiel der Mafia mitzuspielen. Sie verweigern völlig zu Recht ihre Unterschrift und warten ab - genauso hatte der :gerlachreport es empfohlen.

Es bleibt spannend in Augsburg und Umgebung.

Zurück

The next big story

Haben Sie die nächste große Geschichte?

Möchten Sie diese mit dem :gerlachreport teilen?

Wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, sich mit unseren Journalisten in Verbindung zu setzen und Materialien zu liefern. Kein Kommunikationssystem ist völlig sicher, aber unsere Möglichkeiten werden helfen, Ihre Anonymität zu schützen.

Bitte senden Sie keine Rückmeldungen, Story-Ideen, Pitches, Leserbriefe oder Pressemitteilungen über diese Kanäle.

Für eine allgemeinere Korrespondenz nutzen Sie bitte unsere regulären E-Mail-Adressen.

Ihr sicherer Kontakt

Neben unseren regulären E-Mail-Adressen haben wir für vertrauliche Nachrichten und Mitteilungen ein Postfach eingerichtet, das über Pretty Good Privacy (PGP) verfügt und absolut sicher ist:

redaktion.dta@protonmail.com

Bitte hinterlassen Sie auf jeden Fall eine Telefonnummer. Wir rufen Sie innerhalb kürzester Zeit zurück.

E-Mails an die Redaktion oder Chefredaktions-Adresse werden durch die Sicherheitsabteilung überprüft. Es kann vorkommen, dass für die Verifizierung des Absenders ein Personennachweis angefordert wird, wenn der Verdacht einer Identitätsfälschung vorliegt oder vorliegen könnte.

Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

Sämtliche Kommunikation unterliegt der strikten Vertraulichkeit.