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EN Storage

Jetzt redet Chef Edvin Novalic Klartext

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Edvin Novalic: Keine Flucht - "dazu gibt es weder einen Grund noch entspricht dies den Tatsachen"

Seit Tagen verfolge ich Ihre Berichterstattung über die EN Storage GmbH. Anfänglich verwundert über die Beweggründe und vermeintlichen Quellen möchte ich gerne meinen Teil zur Aufklärung beitragen und natürlich die veröffentlichten Tatsachenbehauptungen richtigstellen bzw. widerlegen. Ihre Arbeit ist richtig und wichtig, eine Gegendarstellung und zweite Sicht auf die Dinge bei seriösem Journalismus sicher kein Fehler. Zu den im folgenden genannten Punkten und Darstellungen kann ich Ihnen natürlich gerne bestätigende Unterlagen zukommen lassen.

Beginnen wir mit meiner Qualifikation im Bereich Datenspeicher. Seit dem Jahr 1998 bin ich im damals noch sehr jungen IT-Spezialgebiet Storage tätig. Begonnen als Techniker bei EMC2 in Leonberg durchlief meine berufliche Entwicklung die klassischen Station im Vertrieb bei den großen und namhaften Herstellern Hitachi Data Systems, Dell, EMC2 und HP. Ich war für die Betreuung von Großkunden (u.a. Robert Bosch, Deutsche Telekom,..) zuständig und Teil eines Netzwerkes im Nischenmarkt Storage zwischen Kunden, Herstellern und Mitarbeitern. Diese Kontakte ermöglichten mir im Jahre 2009 - parallel zu einer bestehenden Festanstellung - die Gründung der EN Storage Consulting E.K.. Ziel war es mein Fachwissen und auch die bestehenden Kontakte dem Mittelstand zugänglich zu machen. Der Markt war vorhanden, die etablierten Hersteller aber mit den Großkunden beschäftigt. So war die Nachfrage nach Beratungsleistungen sehr groß und es kam wie es kommen musste, ich sollte auch Hard- und Software liefern. Waren bis zu diesem Zeitpunkt meine Investitionen noch überschaubar entstand durch den Handel mit IT ein gewisser Finanzbedarf. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich Herrn Lutz Beier schon länger und er hatte die Idee, die Möglichkeiten und auch die Kontakte den nötigen Kapitalbedarf über Privatanlegern zu refinanzieren.

So begann also die Erfolgsgeschichte und nahm mit jedem installierten System mehr an Fahrt auf. Die Anleger - größtenteils Bekannte und Verwandte - verdienten daran, die Hersteller von Hard- und Software verdienten und auch EN Storage verdiente. Und auch  die Nutzerkunden waren zufrieden. Seit 2009 wurden so mehrere 10.000 Storagesysteme gekauft, installiert und in Betrieb genommen. Teilweise in von EN Storage betriebenen Rechenzentren, teilweise im kundeneigenen Rechenzentren. Dafür wurden Stand heute mehr als € 70 Mio. eingesammelt und sukzessive ausbezahlt. Seit 2009 wurde nicht ein Anleger um sein Geld betrogen, ist die EN Storage niemand auch nur einen Euro schuldig geblieben. Von 2009 bis heute gab es keine Auffälligkeiten oder negative Presse. Auch der im Herbst 2014 erhobene Vorwurf der Bafin ("unerlaubtes Einlagengeschäft") konnte komplett ausgeräumt werden. Dazu mussten mehr als € 37 Mio. Anlagevolumen rückabgewickelt werden, d.h. an die Anleger ausbezahlt werden. Die komplette Rückabwicklung wurde von der Bafin überwacht und wurde im Sommer 2015 abgeschlossen. Die in diesem Zusammenhang ermittelnde Staatsanwaltschaft Stuttgart konnte sich ebenfalls von der sehr transparenten Arbeitsweise der EN Storage GmbH überzeugen und stellte die Ermittlungen gegen mich und meinen Partner ein.

Ein Erfolgsgeheimnis war und ist das große Netzwerk an Kontakten. So bestanden immer sehr gute Beziehungen zu Lieferanten und Kunden. Das nötige Know-how zum Betrieb von Datenspeicher nicht einkaufen zu müssen ist ein weiterer Erfolgsfaktor. Wir sind Herstellerunabhängig und können so die besten Konditionen für die beste Lösung sichern ohne Rücksicht auf eine Produktkategorie nehmen zu müssen.

In einem Ihrer Artikel sprechen Sie im Zusammenhang mit meiner Person von Flucht. Dazu gibt es weder einen Grund noch entspricht dies den Tatsachen. Ich bin Vater zweier schulpflichtiger Kinder, habe meine Familie und unseren Lebensmittelpunkt in Hildrizhausen/Kreis Böblingen. Wir bewohnen zusammen mit meiner Schwiegermutter ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung. Sie sind gerne eingeladen mich zu besuchen, sich ein eigenes Bild zu machen welch "normales" Leben ich führe. Weder mein Partner noch ich stecken uns Anlegergelder in die Tasche oder bereichern uns in unangemessener Form.

Abschließend möchte ich noch zwei Punkte ansprechen. Die Gespräche mit dem Finanzierungspartner laufen noch und sind bis dato weder geplatzt noch beendet. Es fanden mehrere Treffen statt und es besteht ein enger Kontakt, eine Zusammenarbeit wird von beiden Seiten angestrebt. Zum anderen die Aussage, dass frisches Kapital nötig war um Anleger auszubezahlen. Die in Betrieb befindlichen Storage-Systeme erwirtschaften einen regelmäßigen Miet-Rückfluss der ausreicht um sowohl den Anleger zu bedienen als auch die allgemeinen Geschäftskosten zu begleichen. Frisches Kapital - wie aktuell die ausgegeben Anleihen- benötigen wir als Wachstumskapital, d.h. um zusätzlichen Systeme kaufen und in Betrieb nehmen zu können. Das von Ihnen unterstellte Schneeballsystem entspricht nicht den Tatsachen. Dies kann in den regelmäßigen Testaten der Wirtschaftsprüfer sowie unseren Bilanzen nachvollzogen werden.

Ich hoffe mit den nun genannten Punkten und Erklärungen etwas aufgeklärt zu haben und einen konstruktiven Dialog starten zu können. Wir wurden die letzten Tage mehrfach von weiteren am Pranger stehenden Unternehmen und Personen angesprochen gemeinsam gegen den :gerlachreport vorzugehen aber meiner Meinung nach ist eine Konfrontation nicht zielführend.

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