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P&R

Jetzt Geheimtreffen der P&R-Mafia in Liechtenstein

:gerlachreport hilft P&R-Anlegern bei den Strafanzeigen gegen die Vermittler

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Als Kopf der „kriminellen Vereinigung“ gelten Andreas Müller (InnoFin) und sein Geschäftspartner Klaus Hattenkofer (IQ Finanz-Akademie e.V.) - Müller (Foto) hat seit Jahren enge Kontakte zur Geschäftsleitung der P&R-Gruppe

Was haben die Verantwortlichen der P&R-Mafia wirklich zu verbergen? Jetzt gibt es ein Geheimtreffen in Liechtenstein. Das Ziel: Die Anleger weiter zu verarschen. P&R-Keuler sollen ab sofort persönlich bei den Anlegern auftauchen und sie überreden, die Vollmacht des Münchner Rechtsanwaltes Mattil zu unterschreiben.

:gerlachreport warnt noch einmal eindringlich: Das ist eine neue Form der Anleger-Verarsache, mit der die P&R-Mafia ihre Haftung ausschließen oder auf ein Minimalmaß reduzieren will.

Noch eine schlechte Nachricht: Recherchen des :gerlachreport haben zudem ergeben, dass für die meisten Berater und die Unternehmen keine Haftpflichtversicherungen bestehen, die den Schaden abdecken könnten. Und nach Auskunft großer Haftpflichtversicherer ist der P&R-Schaden ohnehin nicht abgedeckt.

Der Reihe nach:

Am Tag der neuen Veröffentlichung des :gerlachreport brachen alle in Bayern die Dämme: Hinter verschlossenen Türen berieten die Keuler in nahezu pausenlosen Telefonaten, wie die aufgebrachten P&R-Anleger ruhig gestellt werden können. Schnell stand fest: Die Krisensitzung wird von Gröbenzell nach Liechtenstein verlegt - hier sitzt einer der Paten des deutschen Kapitalgraumarktes, der die Berater und Unternehmen aus der Klemme befreien soll.

Das Treffen wurde als „Geheimtreffen“ bezeichnet und stellt sich die Frage, was die Berater, Vermittler und Unternehmen Tatschlich zu verbergen haben. Richtig wäre es jetzt, sich unverzüglich um die Anleger zu kümmern, die Millionen verloren haben. Aber das liegt nicht im Interesse der P&R-Mafia.

Als Kopf der „kriminellen Vereinigung“ gelten Andreas Müller (InnoFin) und sein Geschäftspartner Klaus Hattenkofer (IQ Finanz-Akademie e.V.). Über den dubiosen Verein wurden nicht nur Berater geschult, hier wurden auch Anleger in die maroden Anlagen „gequatscht“, wie ein Insider berichtet. Die Beratungen waren nicht nur grob fehlerhaft, sie hatten auch nur ein Ziel: Abzocken. Und wer besonders wohlhabend war, wurde gleich doppelt über den Tisch gezogen (:gerlachreport berichtete).

Müller hat seit Jahren enge Kontakte zur Geschäftsleitung der insolventen P&R-Gruppe. Fette Provisionen und leichte Arbeit hatten schnell „zu einem geschlossenen Vermittler-Markt“ geführt. Im Klartext: Viele Vermittler wollten an die Futternäpfe, nur wenige kamen dran. So entstand die handverlesene Gemeinschaft der Augsburger P&R-Mafia:

· Ulrich Beck (Financial Solutions),
· Peter Kehr (Immoplan Immobilien Vermögensplanung GmbH),
· Manuel Karle (proinovest Wirtschaftsberatung),
· Matthäus Vogt und Matthias Müller (Wirtschaftskanzlei Vogt),
· Maria Singer (Singer-Sachwerte-Strategie),
· Matthias Kühn (Kühn Consulting),
· Alexander Exner (Premium-Finanz-Consulting),
· Mario Haitzer (rima AG),
· Bartholomäus Schweighofer (ALTINA Genossenschaft),
· Alfons Mayr (Primus Omnium Wirtschaftsberatung) und
· Norbert König, Stefan Kreitlhuber und Michael Gräff (Skyline Assekuranzmakler GmbH).

Sie alle wollten etwas vom fetten P&R-Kuchen abhaben. Und brachten Dutzende Vermittler mit, die ihr Glück kaum fassen konnten, vom fetten P&R-Kuchen ein Stück abzubekommen.

Selbst, als längst feststand, dass das Container-Geschäft im Meer versinken wird und die Anleger statt Container nur alten Schrott kaufen würden. Das jedenfalls ergibt sich aus internen Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen. Und genau hier beginnt die Arbeit der Staatsanwaltschaften.

Die P&R-Mafia versucht jetzt, die Schuld weit weg in den Norden nach Hamburg zu schieben. Ein Insider: „Es herrschen Zustände wie zu Zeiten der spanischen Inquisition. Die Chefs beschuldigen sich nach den Berichten im :gerlachreport inzwischen gegenseitig. Niemand traut mehr dem anderen. Man vermutet die undichte Stelle für die Informationen an den :gerlachreport bei anderen Netzwerkpartnern - aktiven und ehemaligen.“

Interessant für die Staatsanwaltschaft: Am 27. März wurden die „E-Mail-Verteiler bereinigt“. Gleichzeitig gab es eine „umfassende Löschaktion, um die Spuren zu verwischen“. Die Frage keimt auf: Was haben die Verantwortlichen wirklich zu verbergen?

Mehr noch: „Der Aussendienst wurde schon einmal darauf vorbereitet, dass man auf das geplante Mailing verzichten will und alle P&R-Kunden persönlich aufsuchen“ will. Dabei soll dann auch die Anwaltsvollmacht der Münchner Anwaltskanzlei Mattil „eingesammelt“ werden.

Unterdessen klingeln bei den Beratern und in den Büros pausenlos die Telefone. Aufgebrachte Anleger wollen wissen, was mit ihrem Geld ist. Es geht um Millionenverluste. Ein Insider zum :gerlachreport: „Die meisten Berater gehen gar nicht mehr ans Telefon. Sie lassen sich verleugnen.“

Bei der Staatsanwaltschaft Augsburg gibt es erste Strafanzeigen gegen Müller, Hattenkofer und die P&R-Mafia. Es geht um „gewerbsmässigen Betrug“. Die direkte Strafanzeige ist ohnehin effizienter als das Einschalten eines Anwaltes, dessen Ziel es ist, berechtigte Forderungen abzuschmettern.

:gerlachreport ist bei der Formulierung der entsprechenden Strafanzeige gerne behilflich: Schreiben Sie uns unter redaktion@gerlachreport.com

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