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KitzVenture

Jetzt führen die Spuren auch nach Deutschland

Welche Rolle spielt der „Deutsche Gründer & Wirtschaftsförderungsverein e.V“?

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Olaf Wittbrodt und Rechtsanwalt Dirk Lindberg sind auch Gesellschafter der KitzTrust - da werden die Gelder angeblich treuhänderisch verwaltet

Bereits Anfang Januar hatte der :gerlachreport vor kitzVenture gewarnt: Das Unternehmen versprach 9,75 Prozent Rendite für ein Nachrangdarlehen in Höhe von 4,995 Millionen Euro. Investiert werden sollte das Geld der Anleger angeblich in sogenannte „Minderheitsbeteiligungen“: Zalando, Facebook, wildcard, Österreichische Post, Ecommerce Alliance AG und Cent AG. Wie viele Aktien dort gehalten werden, wusste niemand.

Nach der Berichterstattung des :gerlachreport ging eigentlich alles ganz schnell: Gegen kitzVenture laufen derzeit drei Verfahren: Die Finanzmarktaufsicht FMA ermittelt wegen „illegaler Finanzgeschäfte“, der „Verein für Konsumenteninformation“, (VKI), klagt gegen die verantwortlichen und bei der Staatsanwaltschaft in Innsbruck wird die Akte immer dicker.

Die Spuren in dem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des „schweren Betrugs“ führen inzwischen nach Deutschland. Die Frage: Welche Rolle spielt der „Deutsche Gründer & Wirtschaftsförderungsverein e.V“, der in Osnabrück eingetragen ist und direkt zu den Verantwortlichen von kitzVenture führt?

Die Staatsanwaltschaft in Innsbruck hat vor rund zwölf Wochen eine groß angelegte Razzia bei den Unternehmen und den Verantwortlichen durchgeführt. Nach ersten Auswertungen, so erfuhr der :gerlachreport aus Innsbruck, soll über den Verein wohl „systematisch gerwerbsmässige Steuerhinterziehung“ betrieben worden sein. Die Ermittlungen dauern an.

kitzVenture gehört zu 100 Prozent der „Markenmacher Media & Center GmbH“ und der „kitzTrust GmbH“. Firmenchef Olaf Wittbrodt ist bei den Markenmachern Geschäftsführer, sein Kompagnon Rechtsanwalt Dirk Lindberg bei kitzTrust GmbH. Hier ist Wittbrodt zu 75 Prozent Gesellschafter. Lindberg verwaltet dann das Geld der Anleger für seinen Gesellschafter Wittbrodt.

Medial ist kitzVenture groß aufgetreten und hat in verschiedenen österreichischen Medien massiv geworben. Für diese irreführende Werbung hat die FMA den Chef der Firma im Februar mit einer Geldstrafe von 75.000 Euro belangt. Rechnungen für Online-Ads und TV-Werbung sind in vielen Fällen nicht bezahlt worden. Alleine beim beim österreichischen Fernsehsender ORF sind 460.000 Euro offen.

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck bestätigte inzwischen, dass zwei Anwaltskanzleien der angeblichen Private-Equity-Gesellschaft das Mandat gekündigt haben. Über die Hintergründe darf kräftig spekuliert werden. Anwälte können ein Mandat eigentlich nur dann niederlegen, wenn es einen massiven Vertrauensbruch gibt oder abgesprochene Schritte unterbleiben.

Eins steht zumindest fest: Die medial groß angekündigte neue Kapitalausstattung des Unternehmens fand nicht statt. Und ihr Geld haben die Anleger bis heute auch nicht wiederbekommen.

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