Diese Seite verwendet Cookies.

Mehr erfahren

Boris Becker

500.000 Euro für den falschen Diplomatenpass

Stephan Welk ist der Lieferant für Diplomatenpässe für das Organisierte Verbrechen

Zurück

Stephan Welk kauft nicht nur falsche Doktor- oder Professorentitel, der verurteilte Betrüger bekommt für seine „Geldgeschenke“ und Bestechungen auch Orden: Hier den Königlichen Löwen-Orden von Ruandas König Yuji VI

Boris Becker hat dem Betrüger Stephan Welk 500.000 Euro in bar in London übergeben, um seinen inzwischen als „Fälschung“ bezeichneten Diplomatenpass zu bekommen. Das erfuhr :gerlachreport aus dem Umfeld Welks. Der angebliche Doktor, Professor, Diplomat und Tausendsassa der Betrugsszene ist unterdessen abgetaucht.

Boris Becker soll in England auf einem Schuldenberg von rund 60 Millionen Euro sitzen. Da war Betrag für den Diplomatenpass geradezu ein Schnäppchen. Das Problem: Geschäftspartner Stephan Welk, ein zu drei Jahren verurteilter Betrüger, hatte den Wimbledon-Sieger so richtig geleimt: Mit dem Diplomatenpass wollte Boris Becker diplomatische Immunität in Anspruch nehmen. Seine Schulden wären damit hinfällig geworden.

Im Streit um die Finanzen von Boris Becker haben sich jetzt dessen Insolvenzverwalter zu Wort gemeldet. Mit schweren Vorwürfen: „Obwohl Herr Becker mehrfach die Möglichkeit gegeben wurde, mit uns zusammenzuarbeiten und uns Informationen zu geben, hat er dies nicht getan“, erklärte Mark Ford von der britischen Finanzberatung Smith & Williamson, die vergangenen August vom Gericht als Insolvenzverwalter bestellt worden war. Deswegen soll nun ein britisches Gericht entscheiden, wie es weitergeht.

Denn eigentlich wäre das Insolvenzverfahren gegen Becker in wenigen Tagen beendet gewesen – wenn er kooperiert hätte. Jetzt wird es fortgesetzt, weil Becker seine rechtlichen Verpflichtungen als Konkursschuldner nicht ordnungsgemäß erfüllt habe.

Seine Gegenargumente: Weil er in diesem Frühjahr zum Sport- und Kulturattaché der Zentralafrikanischen Republik ernannt worden sei, genieße er diplomatische Immunität. Deswegen dürfe das Insolvenzverfahren nicht fortgeführt werden.

Von britischen Medien werden diese auf über 60 Millionen Euro beziffert. Dabei soll Becker im Laufe seiner Karriere er über 100 Millionen Euro eingenommen haben. Der dreifache Wimbledon-Sieger lebt seit Jahren in Großbritannien.

Stephan Welk ist als Hintermann in zahlreiche große Betrugsfälle verwickelt: Im Milliardenbetrug des kriminellen Netzwerkes von OneCoin hat er nach jüngsten Recherchen führende Personen, wie die Steinkeller-Brüder Christian, Aron und Stephan mit Diplomatenpässen versehen. Sie konnten sich trotz Millionenbetrugs ins Ausland absetzen. Stephan Welk hat nach vorliegenden Informationen auch Geldwäsche für Dr. Ruja Ignatova betrieben.

Ein Insider: „Stephan Welk verwendet mehrere Treuhandkonstruktionen und Mittelsmänner. Er wickelt seine Geschäfte in bar ab oder benutzt die unterschiedlichen Tarnfirmen für seine Transaktionen. Welk lebt bis heute offiziell in Dresden, wo er auch wegen Betrugs verurteilt wurde. Diplomatenpässe besorgt er über die Botschaften der Zentralafrikanischen Republik, Sao Tomé, Mali, Ruanda, Burundi oder den Libanon.“

Zurück

The next big story

Haben Sie die nächste große Geschichte?

Möchten Sie diese mit dem :gerlachreport teilen?

Wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, sich mit unseren Journalisten in Verbindung zu setzen und Materialien zu liefern. Kein Kommunikationssystem ist völlig sicher, aber unsere Möglichkeiten werden helfen, Ihre Anonymität zu schützen.

Bitte senden Sie keine Rückmeldungen, Story-Ideen, Pitches, Leserbriefe oder Pressemitteilungen über diese Kanäle.

Für eine allgemeinere Korrespondenz nutzen Sie bitte unsere regulären E-Mail-Adressen.

Ihr sicherer Kontakt

Neben unseren regulären E-Mail-Adressen haben wir für vertrauliche Nachrichten und Mitteilungen ein Postfach eingerichtet, das über Pretty Good Privacy (PGP) verfügt und absolut sicher ist:

redaktion.dta@protonmail.com

Bitte hinterlassen Sie auf jeden Fall eine Telefonnummer. Wir rufen Sie innerhalb kürzester Zeit zurück.

E-Mails an die Redaktion oder Chefredaktions-Adresse werden durch die Sicherheitsabteilung überprüft. Es kann vorkommen, dass für die Verifizierung des Absenders ein Personennachweis angefordert wird, wenn der Verdacht einer Identitätsfälschung vorliegt oder vorliegen könnte.

Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

Sämtliche Kommunikation unterliegt der strikten Vertraulichkeit.