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OneCoin

50.000 Euro Schweigegeld für den OneCoin-Betrug

Bei OneCoin/OneLife bricht die Mauer des Schweigens immer weiter zusammen

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Der Belgier Laurent Louis hält einen Weltrekord: Er ist der Erste, der nachweisen kann, dass das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife Bestechungsgelder für die Wahrheit bezahlt

Der Belgier Laurent Louis hält einen Weltrekord: Er ist der Erste, der nachweisen kann, dass das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife Bestechungsgelder für die Wahrheit bezahlt. Das hat jetzt die belgische Tageszeitung „Sudpresse“ berichtet.

Der Belgier ist einer von vielen, der auf die leeren Versprechungen hereingefallen ist. Auch in Belgien ist das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife immer noch aktiv tätig - trotz eines landesweiten Verbots. In Belgien wird dabei genauso vorgegangen, wie beispielsweise in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Trotz der Verbote staatlicher Kontrollinstanzen sind die Abzocker immer noch am Werk. Nahezu täglich berichtet :gerlachreport über die Vorkommnisse.

Laurent Louis hat, wie tausende andere OneCoin-Opfer auch, ein „Schulungspaket“ mit den OneCoin-Token gekauft. Im Zuge internationaler Recherchen wurde ihm schnell klar, dass die angebliche Kryptowährung ein Riesenbetrug ist und er verlangte sein Geld zurück. Anderenfalls, so seine Drohung, wollte er mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit.

Genau diese Öffentlichkeit kann sich das Betrugsnetzwerk jedoch nicht leisten: Per Vertrag wurde das Schweigen des Laurent Louis erkauft. Es ist das erste Mal, dass ein solcher Fall publik geworden ist - nahezu alle betrügerischen Schweinereien des Netzwerkes sind international durch den massiven Einsatz und die Drohungen korrupter Rechtsanwälte nicht nur im deutschsprachigen Raum unterdrückt worden.

Und nicht nur das: Die sektenähnliche Struktur hat bis heute eine Mauer des Schweigens um den Betrug gebaut. Aber langsam beginnt diese Mauer zu brechen. Immer neue Details über den globalen Betrug treten nach außen. Immer mehr Opfer melden sich zu Wort. :gerlachreport ist das einzige Medium, das weiterhin - trotz massiver Drohungen - weiter umfassend berichtet - so wie in den vergangenen Monaten.

Laurent Louis hatte umfassende Beweise gesammelt und stellte Strafanzeige. Darin beschrieb er nicht nur im Detail die Geschäftspraktiken. Die belgische Staatsanwaltschaft bestätigte und ermittelte auch, was :gerlachreport seit Monaten berichtete: „illegales Pyramidensystem, gewerbsmässiger Betrug, Verletzung geltender Bankengesetze und Geldwäsche“.

Die Auswirkungen des Verfahrens erreichten auch schnell die Unternehmensspitze. Laurent Louis wurde ein Deal „unter OneCoin-Freunden“ angeboten: Nimmt er die Strafanzeige zurück, erhält er im Gegenzug 50.000 Euro Schweigegeld. Diese Vereinbarung wurde unter dem Rubrum „streng geheim!“ geführt. Weltweit ist das die erste Vereinbarung dieser Art.

Der Vertrag sah vor, dass die Unternehmen OneCoin LTD und OneLife LTD bei Unterzeichnung 50.000 Euro für das Schweigen bezahlen.

Soviel ist dem Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife die Wahrheit wert.

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