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Krytowährungen

20 Prozent aller Bitcoins für immer verloren

20 Milliarden Dollar schlummern in allen Rechner und Festplatten

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20 Milliarden US-Dollar sind an Bitcoins verschwunden. Spezialdienstleister machen sich auf die Suche - manche mit Erfolg

Bei vielen Nutzern schlummern Bitcoin auf Festplatten oder USB-Sticks. Laut Chainalysis sind aktuell 20 Prozent der Kryptowährung verloren, mit großer Wahrscheinlichkeit für immer. Grund sind unter anderem vergessene Passwörter. Rund 20 Milliarden Dollar in Bitcoin werden wohl nie mehr den Besitzer wechseln. Das bestätigte Chainanlysis in New York gegenüber :gerlachreport. Bei Chainalysis handelt es sich um eine Plattform, die Blockchain-basierte Transaktionen verifiziert.

Zahlreiche Kunden nutzen der Service des Unternehmens, um Transaktionen und Abwicklungen zu überprüfen - das ist bei Bitcoin und anderen „regulären“ Kryptowährungen technisch möglich. Bislang wurden Transaktionen im Wert von 15 Milliarden Dollar auf Kundenauftrag von dem Unternehmen überprüft.

Zum Kundenstamm dieser Unternehmen gehören Privatleute, große und kleine Unternehmen, aber auch Steuerbehörden oder Institutionen wie Europol. Auch Regulierungseinrichtungen arbeiten mit derartigen Spezialdiensten zusammen.

Vor allem in den frühen Jahren von Bitcoin, als der Kurs noch bei 10 Dollar und niedriger lag, haben Chainalysis zufolge viele Nutzer wenig auf die Absicherung ihrer Bitcoin-Bestände geachtet. Egal ob auf ausrangierten Festplatten oder vergessenen USB-Sticks: bei vielen Nutzern liegen derzeit kleine Vermögen in tiefstem Schlummer.

Warum aber gehen so viele Bitcoin einfach so verloren? Die Antwort ist simpel: Viele Nutzer kennen ihre Wallet-PIN nicht, was es ihnen unmöglich macht, an die vorhandenen Bestände heranzukommen.

Einige Dienstleister haben sich genau auf dieses Problem spezialisiert und liefern durchaus ansehnliche Erfolgsraten. Die Herangehensweisen sind unterschiedlich: „Wallet Recovery Services“ ist ein Dienst, der schlicht Millionen von Passwörtern generiert, um einen Account zu knacken. Kostenpunkt: 20 Prozent der zurückgeholten Bitcoin.

Der Hypnotiseur Jason Miller nutzt seine Fähigkeiten im Bereich Hypnose und versucht, das Passwort aus dem Unterbewusstsein der Patienten herauszukitzeln. Dieser Vorgang ist ebenfalls nicht günstig: 0,5 Bitcoin werden allein für den Versuch fällig, bei Erfolg weitere 5 Prozent des zurückgeholten Kontos.

Etwas billiger ist die Lösung von WeRecoverData: als klassisches Daten-Rettungsunternehmen nutzt die Firma die Gewohnheit von Usern, ihre Passwörter im Klartext in Textdateien abzuspeichern. Kostenpunkt: 500-2500 Dollar, je nach Schwierigkeit.

Chainalyis selbst arbeitet nur mit dem FBI und anderen Strafverfolgungsbehörden zusammen. Bei ihnen kommt eine spezielle Software zum Einsatz mit dem Ziel, Kryptoverbrecher zu stellen.

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