Gold: Anonyme Käufe nur noch bis 10.000 Euro

Wie gut, dass es Alternativen gibt

Wer von großen Goldbarren träumt muss diese in Zukunft im Ausland kaufen

Ab dem 26. Juni wird die Grenze für anonyme Edelmetallkäufe gesenkt. Die Anonymitätsgrenze für Barzahlungen beim Erwerb hochwertiger Güter wie Edelmetalle wird dann von 15.000 auf 10.000 Euro gesenkt. Das ist die Folge der Anpassung des deutschen Geldwäschegesetzes.

Die gesetzliche Ergänzung schließt auch „hochwertige Güter“ mit ein. Das bedeutet, dass der Kauf von Schmuck ebenfalls in diese Kategorie fallen wird.

Edelmetall- und Schmuckhändler müssen sich ab sofort mit dem „Risikomangement“ bei Bargeschäften auseinandersetzen. Darin werden die erforderlichen Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismus-Finanzierung verlangt. Eingerechnet werden dabei Kontrollverfahren, Bestellung eines Geldwäschebeauftragten oder Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten.

Wer sich diese Arbeit und den damit verbundenen Ärger ersparen möchte verzichtet aufs große Geschäft oder grenzt dieses auf einen Maximalbetrag von 9.999 Euro ein. Beim aktuellen Goldpreis könnte man also nur noch zwei Hundert-Gramm-Barren oder acht Gold-Unzen ohne Aufzeichnung der persönlichen Daten erwerben.

Diese Daten werden dann natürlich den entsprechenden Behörden zugeleitet. Die Steuerfahndung wird sich freuen.

Alternative: Im Ausland einkaufen - noch sind in Europa, Asien, Afrika oder Amerika die Regeln nicht harmonisiert.

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