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OneCoin

Geldwäscher Mark Scott in allen Fällen schuldig

Staatsanwaltschaft verlangte die sofortige Verhaftung - Richter lehnte das ab

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Das Polizeifoto des Geldwäschers. Noch bleibt ihm das Gefängnis erspart. Scott durfte in sein haus nach Florida reisen und wartet jetzt auf die Verkündung des Strafmaßes

Die Jury brauchte nur vier Stunden, dann hatte sie das Urteil über den OneCoin-Geldwäscher Mark Scott gefällt: Schuldig. Die Jury befand, dass Scott nicht nur für die Geldwäsche verantwortlich ist, sondern auch für Bankbetrug. Ihm droht jetzt eine langjährige Gefängnisstrafe.

Der Vorsitzende Richter Ramos lehnte die sofortige Verhaftung des Geldwäschers ab. Er soll zunächst in sein Haus nach Florida reisen dürfen und wird über einen Sender an seinem Bein überwacht. Scott darf auch weiterhin reisen: Jede Reise muss jedoch mindestens ein Woche vorher angemeldet und genehmigt werden.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen die Entscheidung Widerspruch eingelegt. Sie plant auch eine weitere Anklage, weil Mark Scott den Verkauf eines seiner vier Porsche nicht angezeigt hat. Die Verkaufssumme soll er dann für einen neuen Porsche hinterlegt haben. Diese wertet die Staatsanwaltschaft als Straftat, weil gegen Scott umfangreiche Pfändungen und Sicherungsmaßnahmen laufen.

Scott argumentierte vor Gericht, dass er das Geld für seine unheilbar an Krebs erkrankte Mutter benötigt habe.

Die Jury hatte nach nur vier Stunden alle Beweise gesichtet und die Argumente der Staatsanwaltschaft und Verteidigung noch einmal abgewogen. Dann stand das einmütige Urteil fest. Der Vorsitzende Richter befragte nach dem Schuldspruch noch einmal jeden Juror nach seinen Entscheidungsgründen und akzeptierte dann den Schuldspruch.

Die Forderung der Staatsanwaltschaft Mark Scott sofort zu verhaftet, lehnte das Gericht jedoch ab: Zwar sei es richtig, dass Scott eine hohe Gefängnisstrafe zu erwarten habe, er habe jedoch an allen Verhandlungstagen teilgenommen und das Gericht wertete das als positives Zeichen.

Das Verfahren wird noch vor dem Schuldspruch, der in den nächsten Wochen erwartet wird, in die Verlängerung gehen. Der Anwalt des Geldwäschers kündigte bereits Berufung an. Dieses auch, damit Mark Scott seine Anwaltszulassung nicht verliert.

Tatsächlich wird mit dem Entzug der Zulassung aber bereits in der kommenden Woche gerechnet.

Am 21. Februar 2020 erfolgt die Verurteilung von Marl Scott. Nach vorsichtiger Einschätzung droht ihm eine Haftzeit von mehr als 20 Jahren

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