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GBE Brokers

Finstere Geschäfte mit Autark-Boss Stefan Kühn

Zyprische Finanzaufsicht will mit Verbrechern wie Stefan Kühn nichts zu tun haben

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GBE-Boss Rifat Sayim: Knapp 600.000 Euro haben sich die GBE-Bosse an Gehalt gezahlt. Wieviel Geld hat davon Stefan Koschate, alias Kühn steuerfrei kassiert?

Die Chefin der zyprischen Finanzaufsicht, Demetria Kalogerou, hat ein offizielles Verfahren gegen das in Hamburg ansässige Unternehmen GBE Brokers Ltd. eröffnet. Es geht um gewerbsmässigen Betrug, Geldwäsche und illegale Geschäfte mit Kriminellen unter der Führung von Autark-Boss Stefan Kühn, alias Koschate. Ziel des Verfahrens ist der Entzug der Lizenz für das Unternehmen, das angeblich Devisengeschäfte für Kunden betreibt, tatsächlich aber eine geschickt eingefädelte Geldwaschanlage ist. Mittendrin: Autark-Boss Stefan Koschate, alias Kühn.

Schlechte Karten auch für GBE-Boss Rifat Sayim und seinen deutschen Partner Ben-Florian Henke: Gegen beide wird ebenfalls persönlich ermittelt. Sayim und Henke sind offenbar Gallionsfiguren der beiden Sensus-Bosse Gerhard Schaller und Markus Fürst, die GBE Brokers als Sensus-Unternehmen auf Malta gegründet hatten. Nachdem Schaller und Fürst wegen krimineller Vergehen und Handlungen die Geschäfte offiziell verboten wurden, wechselte das Unternemen, jetzt mit neuem Namen, nach Zypern. Und mit neuen Personen.

Dort zeigte man sich aktuell über die Hintergründe und Faktenlage „überrascht“.

Ein Sprecher der Chefin der Finanzmarktaufsicht CySEC, Demetria Kalogerou, bestätigte gegenüber :gerlachreport: „Wir sind von dem Unternehmen offenbar vorsätzlich getäuscht und falsch informiert worden. CySEC hat ein offizielles Verfahren eingeleitet, um die tatsächlichen Hintergründe zu ermitteln. Wir können bestätigen, dass wegen Geldwäsche, illegaler Geldgeschäfte und gewerbsmässigem Betrugs ermittelt wird. Gegen das Unternehmen und die handelnden Personen. Wir streben ein kurzfristiges Verbot an.“ Folge: GBE Brokers wird international verbannt.

Bereits vor mehr als einem Jahr hatten die Sensus-Ganoven Schaller und Fürst das Unternehmen GBE Brokers dem Chef der Autark-Gruppe, Stefan Koschate, alias Kühn, als „Sicherheit“ abgetreten. Sensus hatte für seine sinnlosen Spekulationen mehr als 12,5 Millionen Euro aus Autark-Anlegergeldern kassiert und Kühn hierfür persönlich 2,5 Millionen Euro in bar als Provisionen bezahlt. Das Geld war dann auf das Konto von Ehefrau Sabine geflossen.

Die Schuldenlast der beiden Sensus-Bosse bei Stefan Kühn soll aktuell mehr als 16,5 Millionen Euro betragen - Gelder, die von Autark-Anlegern stammen und an diesen vorbei in neue Geschäfte gesteckt werden. Gegen Schaller und Fürst wird umfassend ermittelt (:gerlachreport berichtete)

Mit Datum vom 21. März 2018 war GBE Brokers dann angeblich an einen von der Polizei in den USA gesuchten Käufer veräussert worden (:gerlachreport berichtete). Stefan Kühn sollte aus dem Verkauf mehr als drei Millionen Euro kassieren und wollte das Geld privat einstecken.

Die entsprechenden Verträge und Schleichwege hatte der Leipziger Rechtsanwalt und Kühn-Intimus Jens Walther vorbereitet, der auch die Zahlungen über sein Rechtsanwalt-Anderkonto abwickeln sollte. :gerlachreport liegt der Vertrag vor (siehe unten), der auch von GBE-Boss Rifat Sayim unterzeichnet wurde.

Dem Vernehmen nach hat Sayim den Kaufpreis kassiert und Stefan Kühn das Geld dann privat in bar übergeben. Diese Vorgehensweise erfolgte, nachdem Kühn offenbar aus seinem Umfeld albanische Schläger nach Hamburg schickte, um den deutschen GBE-Boss Ben-Florian Henke „zur Eile zu treiben“. Die Hamburger Polizei stellte Henke schließlich unter Schutz und Sayim soll gezahlt haben.

Auch diese Vorgänge haben jetzt die zyprische Finanzaufsicht auf den Plan gerufen. Mehr noch: Da offensichtlich Stefan Koschate, alias Kühn, die treibende Kraft im Hintergrund war und zudem seine Eigentümerschaft nicht bezweifelt wurde, kam noch ein wesentlicher Faktor hinzu: Verurteilte Verbrecher wie Stefan Kühn bekommen nicht einmal in Zypern eine Lizenz.


Der Geheimvertrag zwischen Anwalt Jens Walther, Stefan Kühn und Rifat Sayim: Damit wir die gesamte Verstrickung deutlich. Und: Die zyprische Finanzaufsicht wird jetzt das Unternehmen dicht machen

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