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PlanetImpact

FBI warnt vor Oscar Dalvit und PlanetImpact-Betrug

Geheime E-Mail deckt auf, wie der :gerlachreport mundtot gemacht werden soll

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"Bestseller"-Autor Oscar Dalvit verdient mit seinem Buch kein Geld - es wird bei amazon verschenkt. Wohl auch deshalb erledigt er für die Steinkeller-Brüder die Schmutzarbeit bei PlanetImpact

Oscar Dalvit nennen sich "Gründer" und "Eigentümer" des Abzock-System PlanetImpact (www.planetimpact.com). Hinter dem Unternehmen stecken auch die OneCoin-Betrüger Aron, Stephan und Christian Steinkeller. Jetzt warnt die Polizei: "Hände weg von PlanetImpact! Das ist Betrug!" Aufgeflogen ist alles, nachdem Oscar Dalvit, vermutlich aus Versehen, eine vertrauliche E-Mail an seine Rechtsanwälte in Bozen gesendet hatte. Diese E-Mail ging auch an die Rechtsabteilung der Herausgeber des :gerlachreport.

Hierin werden die Rechtsanwälte Bruno Telchini, Simon De Zorro und Marco Mayr von der Bozener Anwaltskanzlei Telchini & Mayr detailliert angewiesen, mit welchen illegalen Methoden der :gerlachreport mundtot gemacht werden soll. Wie das gehen soll: Mit immer wiederkehrenden Schreiben an die Provider der Website www.gerlachreport.com soll erreicht werden, dass die Seite abgeschaltet wird.

Diese E-Mail und andere Vorgänge sind Bestandteil weitreichender straf- und zivilrechtlicher Schritte des Verlages gegen die Anwälte, Oscar Dalvit und die Steinkeller-Brüder Aron, Christian und Stephan, die sich vor dem Zugriff der Polizei mit falschen Pässen in Dubai verstecken. Die E-Mail dokumentiert aber auch, wie generell Kritiker der Steinkeller-Abzocke ausgeschaltet werden sollen.

Ein Weg: Die Steinkeller-Brüder haben die Wortmarke "Steinkeller Brothers" angemeldet. Jedes Mal, wenn jetzt Medien über die Unverfrorenheiten der Betrüger berichten, sollen die Bozener Anwälte angebliche Verletzungen der Markenrechte anführen, damit die entsprechenden Websites abgeschaltet werden. Da wird dann auch gleich durch die Anwälte aus "Steinkeller Brothers" die deutsche Übersetzung "Steinkeller Brüder" gemacht. Gegen die Markenanmeldungen laufen bereits mehrere Widersprüche. Doch für die Anwälte ist das ein einträgliches Geschäft - Geld genug haben die Ganoven ja.

Der :gerlachreport hatte über die Millionen-Abzockerei der Steinkeller-Brüder mehrfach und umfangreich berichtet. Die Steinkellers sind führende Köpfe im Milliardenbetrug OneCoin/OneLife. :gerlachreport weiß, dass die italienischen Betrugsstrukturen von OneCoin auch heute noch genutzt werden, auch wenn sich die Brüder schon vor dem Zusammenbruch abgesetzt hatten.

Als den Führungsköpfen von OneCoin der Boden zu heiß wurde, versorgten sie sich mit neuen Namen und echten Pässen aus der Ukraine und tauchten in den Untergrund ab. Auch die Steinkeller-Brüder versorgten sich für jeweils 300.000 Euro mit falschen Papieren.

Den Steinkeller-Brüdern wird vorgeworfen, wöchentlich mehr als zwei Millionen Euro zur Blütezeit von OneCoin/OneLife eingenommen zu haben. Sie verfügen über ein gigantisches Vertriebsnetz, vor dem derzeit sogar die italienische Polizei kapituliert.

:gerlachreport wird über die aktuellen Betrügereien von OneCoin/OneLife in Italien und die Hintermänner und -frauen kurzfristig berichten.

Zu diesem "alten" Vertriebsnetz der Steinkellers gehört auch Oscar Dalvit. Er nennt sich selbst "Bestsellerautor" mit seinem in italienischer Sprache erschienenen Werk "App Selling". Jedoch kann von einem Bestseller nicht die Rede sein - das Buch kann bei amazon kostenlos heruntergeladen werden.

Überhaupt: Oscar Dalvit ist ein Mann, der schon morgens beim Blick in den Spiegel vor lauter Selbstverliebtheit stöhnend feststellt: "Mann, bin ich gut". Dabei ist seine berufliche Karriere ein Trümmerfeld aus Pleiten, Pech und Pannen. Deshalb arbeitet er inzwischen auch ausschließlich mit Unternehmen in Malta - da fallen Pleiten nicht so auf.

Richtig gut ist der Oscar im Betrug. Denn seit mehr als 20 Jahren zockt er im Multi-Level-Marketing seine Partner und Kunden ab. So einer ist der richtige Mann für die Steinkellers und ihr Gutmenschen-Projekt PlanetImpact. Dalvit behauptet in seinen zahlreichen Eigenpräsentationen, dass "40 Prozent der Einnahmen von PlanetImpact" an die "Planet Earth Foundation" geht.

:gerlachreport hat die Website und die Versprechen dem FBI in New York vorgelegt. Dort wurde die "Planet Earth Foundation" vom ermittelnden Beamten umgehend befragt. Ergebnis: Die Personen Steinkeller, Dalvit oder aber PlanetImpact sind dort bekannt. Und "Spenden oder Zahlungen haben wir nie erhalten".

Gegenüber :gerlachreport heißt es: "Warnen Sie Ihre Leser vor diesem Betrug. Hände weg von PlanetImpact!"

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