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Fake News

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Fake News sollen sich viral verbreiten, und deshalb bedienen sie meistens Reflexe wie Empörung und behandeln Reizthemen

Was sind Fake News? Hier ist der Überblick:

1. Wir reden von Fake News, wenn Falschinformationen absichtlich produziert und gestreut - und dabei so komponiert werden, dass sie die Logiken der sozialen und anderer Medien ausnutzen. Fake News sollen sich viral verbreiten, und deshalb bedienen sie meistens Reflexe wie Empörung und behandeln Reizthemen: Flüchtlinge, Kinder und Missbrauch, Krieg und Frieden. Eine neue Entwicklung ist, dass Einzelne flächendeckend Fehlinformation streuen können, wenn sie verstehen, wie Facebook funktioniert.

2. Es gibt gut getarnte Fake News und plumpe. Wie leicht sie als Falschinformation zu enttarnen ist, spielt für ihre Verbreitung nur eine Nebenrolle. Auch - oder gerade - absurde Lügengeschichten können im Netz Millionen erreichen, etwa wenn sie im Umfeld tatsächlicher Leaks ersponnen werden (Stichwort Pizzagate). Jene, die sie teilen, sagen häufig Sätze wie: Ist mir egal, ob es stimmt, es könnte doch so sein. Selbst absurde Fake News sind also in diesem Sinne glaubwürdig - weil sie in ein bestimmtes Welt- und Selbstbild passen, das Nutzer in den Medien von sich zeichnen wollen.

3. Fake News werden aus finanziellen und aus politischen Interessen verbreitet. Fake News eignen sich zu Propagandazwecken, weil sie gefühlte Wahrheiten bestimmter Zielgruppen bedienen können - ohne dass sich der Urheber zu erkennen geben muss. Egal ob als Facebook-Posting eines vermeintlichen Nutzers oder als Link auf Portale ohne Impressum - ideal für jene, die allgemeine Verunsicherung schaffen wollen. Ein gutes Geschäft sind Fake News, weil Klicks im Netz Werbeeinnahmen bedeuten - und Facebook Beiträge, die viel geteilt werden, mit noch mehr Reichweite belohnt. Dieses Business-Modell haben etwa Teenager aus Mazedonien für sich entdeckt.

4. Fake News kann man nicht verbieten. Die Behebung des Problems per Gesetz, wie es sich jetzt Politiker erträumen, wird nicht funktionieren: Es gibt einen Markt für die vermeintlichen Wahrheiten. Fake News sind mindestens genauso sehr Symptom wie Ursache für Vertrauensverlust in das Establishment. Doch Druck auf Firmen wie Facebook und Google kann helfen, extreme Formen von Desinformation einzudämmen. Facebook, das in der Endphase des US-Wahlkampfs zur Lügenschleuder wurde, kann den Geschäftsanreiz für Fake News trockenlegen, indem es Schmutzseiten von seinem Werbesystem ausschließt und den gröbsten Quatsch nicht auch noch per Algorithmus hervorhebt.

5. Nicht alles, was falsch ist, ist Fake News. Was ist extreme Zuspitzung, Verzerrung, und was ist schon eine Falschmeldung? Diese Frage lässt sich etwa bei Meldungen des neurechten Portals "Breitbart News" oft nicht eindeutig beantworten. Medien aller Gattungen machen zudem Fehler in der Berichterstattung. Und: Manche Autoren viraler Horrormeldungen ziehen sich auf den Standpunkt zurück, sie würden doch nur Satire produzieren.

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Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

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