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Fairvesta: Alocava und die Giga-Millionenpleite

Leere Worthülsen, aber volle Taschen: Es ist nicht erkennbar, wofür das Geld ausgegeben werden soll

Der Name „Alocava Real Estate Fund XII GmbH & Co geschlossene Investment KG“ klingt gewaltig. Dahinter verbirgt sich: Heiße Luft. Mehrere 100 Anleger haben der Fairvesta bis heute ihr Geld für alocava XII gegeben. Es droht, das haben Recherchen von :gerlachreport ergeben, der Totalverlust. Schlimmer noch: Es ist nicht einmal erkennbar, wofür die eingesammelten Millionen genutzt werden sollen.

Im Emissionsprospekt von alocava XII steht auf Seite 10: Es ist ein „Blind-Pool-Konzept“. Viele Anleger wissen nicht, was das bedeutet: Das investierte Geld kann, muss jedoch nicht für den beschriebenen Prospekt gelten. Der Hinweis ist für Fairvesta der Freifahrtschein für Anleger-Abzocke. Interessant sind auch die Kosten, die hier veranschlagt werden - unter dem Strick kommen mal eben rund 40 Prozent zusammen, die sich Unternehmen und Vertrieb unter den Nagel reißen.

Normalerweise geben Unternehmen wie Fairvesta gewaltig an. Insbesondere wenn gegen das Unternehmen wegen des dringenden Verdachts des gewerwerbsmässigen Kapitalanlagebetrugs ermittelt wird. Und so verwundert es, dass auf der Website ein Stand zum 31. Dezember 2015 angegeben wird. Denn das Ergebnis ist bescheiden: Null Prozent Immobilienbestand. Man fragt sich, was dem Investoren hier für eine Geschichte aufgetischt wurde.

 

Wo sich mancher Fußballtrainer freut - hier treibt es dem Investor die Tränen in die Augen: Es steht die Null.

 

Wenig Erbauliches auch auf der eigenen alocava-Website. Kein Leistungsnachweis, keine Bilanz, keine Quartalszahlen. Stattdessen Flachsinn: „Immobilienfonds sind eine der beliebtesten Formen der Kapitalanlage in Deutschland. Das verdankt die Anlageklasse vor allem der Werthaltigkeit des deutschen Immobilienmarkts. Er gilt als sicherer Hafen für Investitionen in Europa.

 

Ein Trauerspiel: Offenbar hat es seit Ende 2015 in dem Fond keinerlei Bewegung gegeben. Rückabwickeln?

 

Für Anleger, die neben Sicherheit auch eine ansprechende Rendite erwarten, haben wir den Immobilienfonds alocava konzipiert. Seine definierten Anlagekriterien geben vor, Immobilien z.B. aus Bankenverwertung, Erbauseinandersetzungen, Insolvenzen und anderen Sondersituationen unter Verkehrswert zu erwerben. Das bietet die Chance, die Objekte bei steigenden Marktpreisen mit zusätzlichem Handelsgewinn wieder zu verkaufen. Zu den Erlösen aus dem Immobilienhandel kommen fortlaufende Mieteinnahmen, die die Renditeerwartung insgesamt deutlich steigern können“.

Schlimm nur: Neben den Worthülsen gibt es kein belastbares Geschäft oder einen entsprechenden Hinweis.

 

Sie füllen sich die Taschen mit den Anlegergeldern - unser Rat: Hier ist jede investierte Summe falsch angelegt. Hände weg!

 

Wer so arbeitet verdient nur ein Urteil: Ungenügend. Hände weg!

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