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Eva Herman

Eva Herman: Betrugs-Wildwest in Kanada

Wer nicht pariert, sieht auch schon einmal in den Lauf eines geladenen Revolvers

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Eva Herman und der dubiose Frank Bouman - Investoren und gutgläubige Käufer werden nach allen regeln der Kunst brutal abgezockt

Die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Eva Herman versinkt im Betrugssumpf. Immer neue Details dokumentieren: Im Spiel um die Millionen sind alle Mittel recht. Mitten in der Einsamkeit des kanadischen Nova Scotia tobt ein Krieg, der an WildWest erinnert. Gutgläubige Investoren und Anleger werden nach allen Regeln der Kunst bedroht, genötigt, betrogen. Wer sich wehrt, muss mit Schlägen rechnen. Wer nicht pariert, sieht auch schon einmal in den Lauf eines geladenen Revolvers. Mit so viel Überzeugungskraft werden dann vor allem Deutsche um ihre Ersparnisse erleichtert. Sie bekommen wertlose Grundstücke, die nicht einmal zehn Prozent des Kaufpreises wert sind (:gerlachreport berichtete). Die kanadischen Behörden schauen dem Treiben offenbar tatenlos zu.

In diesen Tagen kommt wieder eine neuen „Seminar-Gruppe“ zum Cape Breton. Sie kommen, weil die bekannte und beliebte ehemalige Tagesschau-Sprecherin Eva Herman sie hierher gelockt hat. Das Geschäftsmodell der vorbestraften Steuerhinterzieherin und ihres Lebensgefährten Andreas Popp ist dabei ebenso einfach wie unglaublich: Als „Seminar“ getarnte Kanada-Reisen werden für eine der übelsten Abzockmethoden der jüngsten Vergangenheit genutzt. Die Methoden werden als „kriminell“ eingestuft.

In diesen Tagen kommt eine neue Reisegruppe, als Seminar getarnt. Es gibt nur ein Ziel: Wertlose Grundstücke verkaufen. Der Gewinn wird durch drei geteilt: Herman, Popp und Bouman

Herman und Popp sind die führenden Köpfe der dubiosen und extrem rechtslastigen „Wissensmanufaktur - ein unabhängiges Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik“. Politikverdrossenheit, Steuerhinterziehung und bürgerlichem Ungehorsam, gepaart mit rechten Ausfällen und Hass auf alles, was nicht deutsch ist, trifft hier auf Dummheit und den Traum auf ein neues Leben in Kanada. Herman und Popp sind die Botschafter eines angeblichen deregulierten Lebens, wie man es „nur in Kanada findet“.

Diese obskure Versammlung Durchgeknallter reist dann für mehrere tausend Euro ins Land der Hoffnung. Dabei ist das alles nur eine getarnte „Kaffeefahrt“: Statt Heizdecke und Töpfe geht es aber um Hunderttausende. Die Teilnehmer werden während der Woche von einem Grundstück zum anderen gekarrt - bis sie die Unterschrift unter die Verträge für unbrauchbares Land gesetzt haben und ihr Geld los sind. Herman und Popp arbeiten mit Rolf Baumann zusammen - eine ebenso zwielichtige wie kriminelle Kreatur, die hier in den Wäldern Kanadas ihren Unterschlupf gefunden hat.

 

Frank Bouman: Seine unseriösen Geschäftsmethoden sind gerichtsbekannt. Seine Opfer berichten von Nötigung, Erpressung, Bedrohung und den Blick in den Lauf eines Revolvers

Baumann, der in Kanada seinen Namen in Bouman geändert hat, betreibt die Unternehmensgruppe „Canadian Pioneer Estates Ltd“ in der kanadischen Provinz Nova Scotia. In der örtlichen Zeitung lässt er sich mit ebenso dubiosen und vorbestraften Figuren aus der kanadischen Einöde abbilden und feiern: Mehr als 1.600 Grundstücke (Eigenwerbung), die im Schnitt nicht mehr als 20.000 Euro gekostet haben, wurden für das zehn- bis 15fache verkauft. Zusammen mit den örtlichen Honoren und den Bankmanagern der „Royal Bank of Canada“ hat er viel Geld in die Gemeinde gebracht. Da schaut man dann auch nicht so genau bei zwielichtigen Kanaillen hin.

Bouman bedroht Investoren, Anleger, Nachbarn und Einheimische. Sie berichten :gerlachreport von nächtlichen Überfällen, zerschlagenen Scheiben, aufgeschlitzten Autoreifen, Erpressung, Bedrohung mit Waffengewalt und anwaltlichen Drohschreiben. Dabei verliert Bouman so jedes Verfahren vor Gericht. Er ist bekannt „wie ein bunter Hund“. Wegen „seiner seriösen Geschäftsmethoden“, betont ein Richter vom lokalen Gericht.

Die Opfer der „Seminare“ der „Wissensmanufaktur“ werden täglich durch die kanadische Wildnis geführt. Machen sie diesen „Kaffeefahrt-Spuk“ nicht mehr mit, oder wollen auch auf eigene Faust etwas unternehmen, werden sie schlicht ausgeschlossen. Wohlgemerkt: „Unterkunft, Essen, Betreuung, Transport - alles das wird schlicht verweigert, wenn ein jemand nicht mehr spurt.“ Selbst wenn er für die „Kaffeefahrt“ bezahlt hat. Das „sind auch die Momente, in denen die Betrüger Herman, Popp und Baumann ihr wahres Gesicht zeigen“, berichtet ein geprellter Käufer.

Ein Insider zum :gerlachreport: „Die Zahl der Opfer, die hier von den drei Personen geprellt worden sind, geht in die Dutzende. der schaden in den zwei-, wenn nicht sogar dreistelligen Millionenbereich.“

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