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Anleger

Euro bei 1,35 USD: Jetzt kommt das gute Geschäft

Warum sich jetzt wieder Investitionen und Anlagen in den USA lohnen

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Totgesagte leben länger: Noch vor Monaten wurde über eine Parität zwischen Euro und USD gefachsimpelt. Jetzt stehen die Zeichen auf Abwertung des US-Dollars

Die Aufwertung des Euros in den letzten Wochen ist nicht nur ein Ausrutscher, sondern der Beginn einer längerfristigen Entwicklung. Geht es nach den Fundamentalfaktoren, wird der US-Dollar gegenüber dem Euro bis auf 1,35 steigen. Für den deutschen Anleger bedeutet das: Investitionen und Anlagen in den USA lohnen sich wieder. Ein US-Dollar von 1,35 ist weder schrecklich, noch überbewertet. Ein schwacher Dollar muss und wird die deutsche Börse nicht dämpfen. Schon deshalb, weil dieser Wert in der Vergangenheit längst erreicht war. Erinnern wir uns an die 1,50 Dollar für den Euro. Auch das haben die deutschen Unternehmen schadlos überstanden.

Längerfristig ist jedoch zu beachten, dass die Wechselkurse in absehba­rer Zeit nicht mehr so stabil sein werden und dadurch mehr Unsicherheit in die Märkte kommt. Aber auch das birgt Chancen für gute Geschäfte.

Noch vor nicht allzu langer Zeit läuteten Beobachter das Sterbeglöckchen für den Euro. Doch das Geschrei um eine bevorstehende "Eurosklerose" entpuppt sich als Phantomdebatte. Seit Monaten präsentiert sich die Einheitswährung kraftvoller denn je.

Die Aufwertung des Euros auf den Devisenmärkten hat viele auf dem falschen Fuß erwischt. Sie hatten sich in den letzten zwei Jahren mit einem US-Dollarkurs von um die 1,10 arrangiert. Manche wetteten schon, dass er auf Parität fallen könnte.

Wenn man sich die Entwicklung des US-Dollars im historischen Kontext anschaut, dann gibt es aber Faktoren, die für eine weitere Abwertung sprechen. Das eine ist die derzeitige Überbewertung des US-Dollars. In den 60 Jahren der Nachkriegszeit hat sich die amerikani­sche Währung gegenüber dem Euro beziehungsweise frü­her der D-Mark unter zeitweise erheblichen Schwankungen permanent abgewertet.

Was den US-Dollar in den letzten drei Jahren so stark gemacht hat, war die massive Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. In den zwölf Monaten, in denen das Wertpapier-Ankaufsprogramm (zu­sammen mit vielen anderen Maßnahmen) diskutiert und in Kraft gesetzt worden war, hat sich der US-Dollar von 1,36 auf 1,07 gefestigt.

Wenn diese Maßnahmen jetzt rückgängig gemacht werden, dann ist es klar, dass sich dann auch die Wechselkursentwicklung wieder umkehren muss.

Normalerweise geht man davon aus, dass sich eine Aufwer­tung negativ auf die Aktienkurse auswirkt. Der Unterschied zwischen dem amerikanischen S&P (der zuletzt weiter ge­stiegen ist) und dem DAX (wo es Minuszeichen gab) wird vielfach damit erklärt, dass die US-Unternehmen von der Dollarschwäche profitierten.

Diese Argumentation ist jedoch nicht stichhaltig. Zum einen darf man nicht nur die Exporte sehen, die unter einer Auf­wertung leiden. Gleichzeitig werden die Importe billiger. Sie entlasten die Kostenrechnung der Unternehmen und stär­ken den privaten Konsum (zum Beispiel durch niedrigere Benzinpreise). Die Aufwertung wirkt sich also sehr differen­ziert aus.

Börsen sind mit einer aufwertenden Währung für weltweit operierende Anle­ger attraktiv. Sie führen zu Kapitalzuflüssen, die dann wieder kurssteigernd wirken können. Im bisherigen Verlauf des Jahres hat der DAX aus Sicht der Inländer um 6 % zu­gelegt. Aus Sicht von Dollarinvestoren ergab sich dagegen ein Plus von 19 %. Solche Zuwächse kann man sich nicht entgehen lassen.

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