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OneCoin

Estnische Aufseher warnen eindringlich vor OneCoin

Livia Vosman: „Im Fall OneCoin gibt es keine Chance, sein Geld zurück zu holen“

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Livia Vosman: „Jedes Versprechen von OneCoin/OneLife hat sich als unwahr herausgestellt. Wir haben deshalb noch einmal eindringlich gewarnt“

Die estnische Finanzverwaltung in Tallinn hat gegenüber :gerlachreport noch einmal eindringlich vor dem Betrugssystem Onecoin/OneLife gewarnt. Offenbar werden im Baltikum immer noch Gelder eingesammelt. Nach derzeitigem Stand haben mehr als 800 Anleger und Investoren ihr Geld mit OneCoin/OneLife verloren. Die Sprecherin der estnischen Finanzaufsicht, Livia Vosman: „Es gibt keine Chance, dass die Menschen jemals ihr Geld von OneCoin/OneLife wiederbekommen werden. Es ist ein Riesenbetrug. Und das Versprechen, dass es im Oktober zu einem Börsengang kommen wird, ist eine Lüge.“

Bereits im Frühjahr hatte auf Veranlassung des estnischen Finanzministeriums die Aufsichtsbehörde eindringliche Warnungen veröffentlicht - zu spät: Der Markt für den Betrug war in dem kleinen baltischen Land längst abgegrast. Hauptverdächtiger: Kari Wahlroos, der zum Führungsstab der OneCoin-Keuler gehört. Gegen ihn wird in einem gesonderten Verfahren ermittelt.

Livia Vosman: „Jedes Versprechen von OneCoin/OneLife hat sich als unwahr herausgestellt. Wir haben deshalb noch einmal eindringlich gewarnt. OneCoin/OneLife ist ein illegales Pyramidensystem, ein Scam. Bei uns liegen mehrere hundert Fälle vor, die wir jetzt abarbeiten, um die Verantwortlichen auch hier in Estland dingfest zu machen.“

Die Akten in Tallinn zeigen, dass hunderte Investoren ihre letzten Ersparnisse und Geldreserven in das Versprechen gesteckt haben, schnell reich zu werden. Als sich in den vergangenen Monaten abzeichnete, dass OneCoin/OneLife ein weltumspannender Milliardenbetrug ist, versuchten die Anlage-Keuler weitere Investoren mit dem Versprechen zu gewinnen, dass es im Oktober zu einem Börsengang komme. Mit diesem Versprechen wurden auch Altanleger vertröstet, die auf ihr Geld warten und nicht begreifen können, dass man sie nach allen Regeln der Kunst betrogen hat.

Livia Vosman: „Systeme wie OneCoin/OneLife versprechen, dass man schnell reich wird. Niemand erklärt, wie das rational geschehen soll. Die Menschen glauben einfach den absurdesten Versprechungen und rennen in ihr Verderben.“

Ihr Rat: Im Internet recherchieren. „Anlagevorschlag“ sollten mit den Worten Risiko, Betrug, Erfahrungen und anderen Verbindungen gesucht werden. Dann kommen auch schnell seriöse Warnungen, Erklärungen und Argumente. Die könne man miteinander abwägen und entscheiden: „Im Falle eines derart fantastischen Ergebnisses müssten ja auch die entsprechenden Empfehlungen im Netz zu finden sein“. Und: „Es macht nie Sinn, eine Entscheidung nur auf der Grundlage der Worte des Verkäufers zu treffen, es lohnt sich, die Zeit zum Nachdenken zu nehmen.“

Livia Vosman: „Trotz der Tatsache, dass Investitionsentscheidungen - die freie Wahl des Einzelnen und der Personen, die in eigener Verantwortung investieren, empfehlen wir, nicht in Systeme zu investieren, die einen unrealistisch hohen, nicht nachvollziehbaren Ertrag versprechen. Vorschläge, die zu gut aussehen, um wahr zu sein, sind mit Vorsicht zu genießen. Wie OneCoin/OneLife, bei denen nicht ersichtlich war, woher die Geldströme am Ende kommen sollten.“

Vosman: „Das gilt besonders beim Kauf einer virtuellen Währung. Der Verbraucher muss verstehen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass er den größten Teil der Investition oder sogar das gesamte investierte Geld verlieren kann“.

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