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EN Storage

Schaden liegt bei über 90 Millionen

Insolvenzverwalter kassiert rund 300.000 Euro

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Lutz Meier und Edvin Novalic haben sich ein geschicktes Schneeballsystem ausgedacht - das war rund 90 Millionen Euro wert

Schlechte Nachrichten für alle Anleger von En Storage: Keiner der Anleger wird jemals sein Geld wiedersehen. Und: Seit 2012 ist EN Storage jetzt offiziell ein „Schneeballsystem“. das jedenfalls geht aus Unterlagen hervor, die :gerlachreport exklusiv vorliegen. Damit aber nicht genug: Der „offizielle“ Schaden, die die beiden Geschäftsführer Edvin Novalic und Lutz Beier angerichtet haben, beläuft sich derzeit auf 88,7 Millionen Euro. Tatsächlich liegt der Schaden aber weit darüber hinaus: Vertrauliche Dokumente sprechen von „über 90 Millionen“.

Das geht auch aus den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Stuttgart (163 Js 14209/17) hervor. Und: „Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Stuttgart und aufgrund der Aussagen des inhaftierten Geschäftsführers Edvin Novalic sind die Storage-Systeme überwiegend nicht vorhanden.“ Im Klartext: Alles Betrug.

Das hat für die Anleger, die sich im Besitz der Anlagen wähnten fatale Folgen: Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch nur einen Euro erhalten werden, gehen gegen Null: „Tatsächlich wurde wohl seit dem Jahre 2012 ein Schneeballsystem betrieben, bei dem sowohl der laufende Geschäftsbetrieb als auch die Zinszahlungen an Investoren ausschließlich aus immer neu geworbenen Finanzmitteln, aus den Kaufpreisen aus Kauf- und Überlassungsverträgen und Anleihen, bestritten wurden.“

Die Ehefrau des inhaftierten Geschäftsführers Lutz Beier war die Steuerberaterin. Birgit Beier ist unterdessen ins direkte Visier der Ermittler gerückt. Zentraler Vorwurf: Sie hat vom Schneeballsystem gewusst, „dieses aktiv unterstützt und die wahren Sachverhalte verschleiert“. Ehemann Lutz Beier hatte sich zudem aus den vorhandenen Geldmitteln rund 1,7 Millionen Euro für ein Grundstück in Berlin-Dahlem gegönnt.

Rund 1.200 Anleihegläubiger und 3.750 Direktinvestoren mit rund 8.500 Verträgen schauen jetzt in die Röhre: Mit knapp 1,2 Millionen Euro bekäme jeder rund 140 Euro zurückerstattet.

Gute Nachricht für die Mandanten der :gerlachreport Task Force: Sie können mit einer vollständigen Rückerstattung ihrer Investitionen rechnen.

Auch der Insolvenzverwalter kann sich freuen: Seine Kosten in Höhe von rund 300.000 Euro sind gesichert.

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Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

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