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Trévo

Dr. Norbert Olesch ist der richtige Saftheini

Er hat offenbar zu tief ins Trévo-Glas geschaut

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Dr. Norbert Olesch ist der Saftheini von Trévo: Jeder, der gegen das unsinnige Produkt etwas sagt, wird von ihm abgemahnt - natürlich ohne anwaltliche Vollmacht. Das nennt man Nötigung

Der Münchner Rechtsanwalt Dr. Norbert Olesch bezeichnet als Spezialist für Direktvertriebsrecht. Für das Zuckerwasser Trévo spielt er den Saftheini. Angeblich vertritt er die Interessen des amerikanischen Unternehmens in Deutschland. Womit nachgewiesen sein dürfte, dass Trévo auch in Deutschland Fuß fassen möchte oder schon Fuß gefasst hat. Olesch ist der Kopf einer zweiköpfigen Anwaltskanzlei, die sich mit Themem wie Direktvertrieb, MLM, Distanzhandel, Wettbewerbsrecht, Markenrecht, Lebensmitteltrecht und Kosmetikrecht befasst. Und mit Trévo - oder auch nicht.

:gerlachreport hatte vor dem Unternehmen gewarnt. Hintergrund sind Pläne, dass das US-amerikanische Unternehmen Trévo in Europa an den Markt möchte und Multi-Level-Marketing (MLM) Anbindungen sucht. Bei dem angebotenem Produkt handelt es sich um einen Saft mit angeblich 127 verschiedenen Inhalten. Vielleicht sind sind es auch 170 oder mehr, oder weniger.

Das Unternehmen ist jedenfalls in den USA derart unwichtig, dass es im Verband der „Neutraceuticals“ unbekannt ist. Das sind Produkte, die ihre Wunderwirkungen aus der Extrahierung von Stoffen gewinnen und deshalb für gesunde Ernährung, Diäten und alle Formen der Nahrungsergänzung herhalten müssen, die den Milliardenmarkt bevölkern.

Weil eine Flasche Trévo-Saft für rund 60 Euro den Besitzer wechseln soll, sind die Initiatoren Mark (Präsident und CEO) und Holli Stevens (Director of Finance) ziemlich reich.

Oder auch nicht: In den USA wurden, wie :gerlachreport berichtete, Konten gepfändet, Anleger übers Ohr gehauen und es laufen mehrere Strafverfahren gegen die Verantwortlichen. Die Strafermittlungsbehörden haben gegenüber :gerlachreport auch bestätigt, dass offenbar „Verbindungen zur Nigeria-Mafia bestehen und untersucht werden.“ Genaue Informationen werden nicht veröffentlicht, es geht aber wohl um Rohstoffe und deren Abrechnungen.

:gerlachreport veröffentlichte eine Warnung vor möglicherweise unseriösen Produktgebern, von denen der MLM-Markt bekanntlich voll ist. Dr. Norbert Olesch brachte das auf die Palme. Er schreibt:

Unsere Mandantin hat festgestellt, dass Sie unter der URL. https://m.gerlachreport.com/news/dieser-saft-bleibt-ihnen-im-halse-stecken - vor TRÉVO und deren Produkt mit unwahren Behauptungen warnen.

Falsch sind insbesondere folgende Textpassagen: „FBI warnt: Verbindung zur Nigeria-Mafia-alle Geschäftskonten sind eingefroren“

„Untersuchungen haben ergeben, dass der tatsächliche Wert des Inhalts 50 Euro-Cent nicht übersteigt“

Die amerikanische Bundespolizei FBI hat in Oklahoma die Geschäftskonten konfisziert - die Gründer Mark und Holli Stevens stehen zudem im Verdacht Mitglieder der sogenannten Nigeria-Mafia zu sein, die in Europa großangelegte Betrugssysteme betreibt“

„Seit Mitte des vergangenen Jahres wird gegen das betriebsame Ehepaar ermittelt. Sie stehen im Verdacht einer weitreichenden Geldwäsche mit der Nigeria-Mafia. Das FBI wollte vor Abschluss der Ermittlungen hierüber keine Details veröffentlichen. Jedoch wurden die Geschäftskonten eingefroren.“

„Damit laufen alle MLM-Partner Gefahr, ihren Einsatz komplett zu verlieren“.

Die falschen Behauptungen sind nicht mehr von der Pressefreiheit gedeckt. Sie sind zudem gem. §§ 187 ff StGB strafbar. Ihr Inhalt ist in höchstem Maße herabsetzend und kreditgefährdend. Wir fordern Sie auf, die beanstandeten Textstellen bis 19.September 2017 zu löschen. Geldzahlungen werden hierfür von unserer Mandantin nicht geleistet. Sollten Sie die Frist erfolglos verstreichen lassen, werden wir staatsanwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.“

In Oklahoma wurde die Berichterstattung des :gerlachreport bestätigt. Vermutlich auch deshalb hat es Saftheini Olesch bis heute vermieden, seine anwaltliche Beauftragung nachzuweisen. Und wieso Geldzahlungen nicht geleistet werden, die gar nicht verlangt wurden, bleibt sein Geheimnis.

Vielleicht hat er aber auch nur zu tief ins Trévo-Glas geschaut. Dabei hatten wir doch davor gewarnt.

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