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Aras Group

Dortmunder FDP-Funktionär unter Betrugsverdacht

Frieder C. Löhrer ist pleite: Seine Gläubiger wollen Provisionen von Aras-Opfern

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FDP-Mann Frieder C. Löhrer unter Betrugsverdacht: Er hat zahlreiche Unternehmer und Unternehmen in die Arme arabischer Ganoven um den Deutschen Frank Kahn, alias Sebastian Müllerberg getrieben

Der Dortmunder FDP-Funktionär Frieder C. Löhrer steht unter Betrugsverdacht: Er soll für die kriminelle Aras Group aus Dubai faule Kredite vermittelt haben. Dabei, so der Vorwurf, soll Löhrer gewusst haben, dass es gar kein Geld gibt. Mit sechsstelligen Vorabzahlungen zockt die Aras Group und den Deutschen Kriminellen Frank Kahn, alias Sebastian Müllerberg, deutsche Unternehmer und Unternehmen brutal und skrupellos abg. Löhrer soll dann von diesen Geldern Provisionen kassiert haben.

Das Geschäftsmodell der Aras Group ist dabei ebenso einfach wie erfolgreich: Kreditsuchende, die auf dem regulären Markt aus unterschiedlichen Gründen keine Darlehen bekommen, werden durch Vermittler wie Löhrer in die Arme der arabischen Betrüger getrieben. Diese locken wie im Märchen mit Krediten in zweistelligen Millionenhöhe. Aber nur, wenn vorab horrende Summen gezahlt werden.

Gegen die Aras Group wird weltweit ermittelt. Es geht um gewerbsmässigen Betrug, Geldwäsche, Finanzierung von Terrorismus, Urkundenfälschung bis hin zu Morddrohungen (:gerlachreport berichtete). Die Aras Group hat nach aktuellen Erkenntnissen der Strafermittler Unterlagen und Personaldokumente der Kreditsuchenden benutzt, um mit Konten auf der ganzen Welt den internationalen Terrosismus zu finanzieren. Interpol hat in verschiedenen Fällen die Ermittlungen übernommen.

FDP-Mann Frieder C. Löhrer hat für die Anwerbung der Opfer offenbar seine Position in der FDP ausgenutzt. Die Partei hat sich ja stets als „Unternehmer-Partei“ verstanden. Und so liest sich auch seine Bewerbung für den Landtag, wie eine Werbeschrift der Aras Group:

„Jede große Idee hat einmal klein angefangen. Jedes erfolgreiche Unternehmen auch. Deshalb setzt Frieder C. Löhrer darauf, Gründer zu fördern: „Aus neuen Ideen entstehen die Jobs von morgen. Gründer brauchen weniger Bürokratie und mehr Kapital.“ Der 61-jährige Direktkandidat für Innenstadt-Ost, die Nordstadt und Eving ist Unternehmer. Er redet nicht nur. Jeden Tag kämpf er als Sanierer von angeschlagenen Unternehmen um jeden einzelnen Arbeitsplatz. Auf eigenes Risiko.

Nach dem Maschinenbaustudium an der RTWH Aachen arbeitete Frieder C. Löhrer zunächst im Anlagenbau und in der chemischen Industrie. Es folgten Führungspositionen in verschiedenen Branchen, jeweils mit den Schwerpunkten Strategie und Reorganisation. Berufsbegleitend absolvierte der Ingenieur außerdem ein MBA-Programm am britischen Henley College. Seit 2016 ist der selbstständige Sanierungsberater Mitglied im Kreisvorstand der FDP Dortmund.“

Bei Wikipedia findet man über ihn das Folgende: „Frieder Löhrer verfügt über vielschichtige, internationale Führungserfahrung insbesondere in der Welt der Markenprodukte. Seine berufliche Laufbahn startet der Diplom-Ingenieur 1981 bei der Thyssen Krupp AG, Essen. Vier Jahre später, 1985, wechselte er zur Wacker Chemie, Burghausen. Der Ruf des österreichischen Lichtherstellers Zumtobel AG lockte ihn 1986 nach Dornbirn/Österreich. Löhrer baute den US-Markt auf und etablierte in wenigen Monaten einen Fertigungsbetrieb in den Vereinigten Staaten. Ab 1988 leitete er für drei Jahre das Zumtobel-Geschäft in den USA mit Dienstsitz in New York. Berufsbegleitend absolviert er gleichzeitig erfolgreich das Studium zum Master of Business Administration (MBA) an der Henley Business School in Reading/England. Im Jahr 1991 kehrte er nach Dornbirn zurück und bereitete als Leiter Konzernstab die Übernahme des deutschen Leuchtenherstellers Staff GmbH, Lemgo, vor. Nach der Fusion der beiden Unternehmen richtete er den Vertrieb in Europa neu aus und bereinigte das Produktportfolio.

Der Brillenhersteller Rodenstock in München engagierte Löhrer 1998 als Geschäftsführer der technisch-optischen Tochtergesellschaften Weco GmbH, Düsseldorf, und Rodenstock Instrumente GmbH, München. Im Jahr 2002 berief ihn Rodenstock zum weltweiten Verkaufsleiter. Löhrer verantwortete 14 eigenständige Ländergesellschaften in Europa und den USA sowie die Rodenstock Marken Optovision (Brillengläser) und Nigura (Brillenfassungen).

Zum 1. Juli 2004 trat Löhrer in den Vorstand des Marken-Polstermöbelherstellers Rolf Benz AG & Co.KG, Nagold, ein, Ein knappes Jahr später wurde er zum Vorsitzenden des Vorstandes berufen. Zu seinen direkten Verantwortungsbereichen gehörten unter anderem die Ressorts Marketing und Vertrieb. Im Jahr 2008 übernahm Löhrer den Vorstandsvorsitz der Loewe AG; Kronach, und leitete direkt die Bereiche strategische Entwicklung sowie Vertrieb und Marketing. Von 2011 bis 2012 war Löhrer Mitglied des Vorstandes der Stremler AG, Lindau, einem Beratungsunternehmen, spezialisiert auf Logistik und Liefersysteme (Supply Chain Engineering) und verstärkte das Unternehmen als Innovator, Stratege und Projektmanager mit dem Schwerpunkt auf Marken- und Distributionsunternehmen. Seit März 2015 ist Löhrer strategischer Investor und Mitglied des Beirats der neugegründeten Paschen GmbH, Wadersloh, dem Marktführer bei individuell gestalteten Bibliotheken.

Bereits seit 2010 ist Löhrer Aufsichtsratsvorsitzender der Lens AG, Leipzig, die maßgeschneiderte Unternehmens- und Prozessanalysen insbesondere für mittelständische Maschinenbau-Unternehmen einschließlich Interimsmanagement, Coaching und Projektmanagement anbietet. Ein Aufsichtsrats-Mandat besitzt Löhrer auch bei der Quants Vermögensmanagement AG, Nürnberg.

Frieder Löhrer ist Alter Herr und ehrenamtlich im Dachverband seiner Corps tätig. So war er seit Anfang 2007 bis Ende 2009 Erster Vorsitzender des Vorstandes des Weinheimer Verbandes Alter Corpsstudenten. Nach der Wiedervereinigung wurde er auch Alter Herr des 1992 rekonstituierten Corps Saxo-Borussia Freiberg.“

Der tiefe Fall des Frieder C. Löhrer mit Unternehmenspleiten ist nicht verzeichnet. Auch nicht seine Tätigkeit in den Tiefen der arabischen Aras-Betrüger, für die er auch heute noch arbeitet. Wie tief er aber tatsächlich gesunken ist, erfahren Aras-Kunden auf kuriose Art: Weil der FDP-Mann pleite ist und einen Offenbarungseid (Versicherung an Eides statt über sein Vermögen) abgelegt hat, wenden sich jetzt seine Gläubiger an die Aras-Kunden: Sie mögen doch etwaige Provisionszahlungen direkt an die Gläubiger von Löhrer leisten. Der hat in seiner Eidesstattlichen Versicherung nämlich Forderungen angegeben, die es gar nicht gibt.

Schlimmer noch: Auch seine politische Karriere ist ins Stocken geraten. Ohne Mandat im Landtag hat der FDP-Mann derzeit kein Einkommen mehr. Wird Zeit, dass ihm die Aras einen anständigen Kredit auszahlt. Aber das klappt ja auch nicht. Die Aras hat noch nie einen bewilligten Kredit ausbezahlt.

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