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Charles Smethurst

Dolphin: Wegen Pleite großer Ärger in Augsburg

Dolphin kann Urteil über mehr als 35.000 Euro nicht zahlen

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Das kleine rote Mozarthaus musste monatelang geschlossen werden, weil Dolphin-Sanierer inkompetent waren

Neue Schlappe für Dolphin-Boss Charles Smethurst: Jetzt hat die Stadt Augsburg gegen die Dolphin Capital ein Versäumnisurteil erstritten. Offenbar ist die Dolphin-Gruppe so pleite, dass sie sich nicht einmal mehr einen Anwalt leisten kann. Von den mehr als 35.000 Euro plus Gerichts- und Anwaltskosten ganz zu schweigen.

Die Frauentorstraße 32 in Augsburg sollte für die Dolphin-Gruppe ein richtiges Vorzeigeprojekt werden. Das war zu einer Zeit, als Charles Smethurst noch Geld hatte. Das Geld ist weg und die Spur maroder, unfertiger Bauprojekte zieht sich wie ein roter Faden durch Deutschland. Das Ende der Dolphin-Gruppe zeigt sich auch hier mitten in Augsburg: Die Dolphin Capital wollte das Haus sanieren und umbauen: 13 Luxus-Wohnungen sollten entstehen. Bereits 2011 ging Dolphin in die Vermarktung. Doch bis heute sind die Bauarbeiten nicht vorangekommen.

Dolphin wollte den „unverwechselbaren historischen Charme und Charakter des Gebäudes bewahren“ und zugleich „neue zeitgemäße Wohnräume in guter Wohnqualität schaffen“. Die Realität der Bauruine: Die Fassade ist rissig, verblichen und wird von einem Gerüst verborgen, die Eingangstür hat nicht mal eine Klinke.

Inkompetente Sanierung durch Dolphin: Großer Schaden am benachbarten Mozarthaus.

Schlimmer noch: Die Dolphin-Gruppe muss Schadenersatz an die Stadt Augsburg und die „Regio Tourismus“ zahlen, die das „Mozarthaus“ im Nebengebäude betreibt. 2015 musste das kleine Museum wegen eines Wasserschadens schließen. Erst ein halbes Jahr später konnte es wieder öffnen. Ein von der Stadt Augsburg in Auftrag gegebenes Gutachten ergab, dass die Sanierungsarbeiten in der Frauentorstraße 32 ursächlich für die Beschädigungen waren: Arbeiter der Dolphin hatte im Zuge des Umbaus die Dachrinne entfernt, dadurch sickerte Wasser ins Mauerwerk des Mozarthauses. Als der Schaden aufflog, blieb nur noch die Schließung des Museums. Die Wände mussten wochenlang getrocknet werden, Malerarbeiten waren nötig. Im Mozarthaus mussten Vitrinen ausgebaut und Exponate wie Briefe und Stiche ausgelagert werden. Zu einer außergerichtlichen Lösung kam es nicht, Stadt und Regio klagten im Juli 2016.

Jetzt der Prozess vor dem Augsburger Landgericht: Die „Dolphin Capital 32. Projekt GmbH & Co. KG“ hat nicht einmal mehr Geld für einen Anwalt. Versäumnisurteil: Dolphin muss nun knapp 24.000 Euro Schadenersatz an die Stadt zahlen und rund 10.600 Euro an die Regio Tourismus. Geld, das das Unternehmen nicht mehr hat.

Von der Dolphin Capital oder der Dolphin Trust, die sich um Vermarktung und Verkauf der Wohnungen kümmern soll, war auf Anfrage der „Augsburger Allgemeinen“ niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Kein Wunder: Charles Smethurst hat ja mehr damit zu tun, ehemalige Haushälterinnen zu verklagen. Oder Dolphin-Gelder in die unverkäufliche Mode seiner Ehefrau Manou Lenz zu stecken.

 

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