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OneCoin

Die OneCoin-Ratten verlassen das sinkende Schiff

Insider gehen davon aus, dass Dr. Ruja Ignatova nie wieder auftaucht

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OneCoin steht vor dem Ende: Immer mehr Ratten verlassen das sinkende Schiff. Sie haben ein Gespür dafür, wann der Kahn untergeht

Die OneCoin-Ratten verlassen das sinkende Schiff. Als vor Wochen die Steinkeller-Brüder mit fliegenden Fahnen von Bord gingen, wurde das als Petitesse abgetan. Heute wissen wir: Sie wussten längst Bescheid. Bevor es zum tatsächlichen Super-GAU auf dem OneCoin-Schiff kam, brachten sie ihre gestohlenen Millionen noch in Sicherheit. Offiziell hatten sie sich nach Tibet verabschiedet. Dort sind sie aber nie angekommen. :gerlachreport erfuhr: Die Steinkeller-Brüder arbeiten „mit dem OneCoin-Führungspersonal an einer neuen Geschäftsidee.“

Es ist auffällig, welche Ratten inzwischen das Schiff verlassen haben. Da ist die „Erfinderin“ Dr. Ruja Ignatova zu nennen, die seit Wochen verschwunden ist. Insider gehen inzwischen davon aus, dass sie „mit großer Wahrscheinlichkeit nie wieder auftauchen wird“. Geschäftsführer und die gesamte Führungsmannschaft von Kari Wahlroos bis Udo Carsten Deppisch sind längst auf dem sicheren Land.

Auch die tatsächlichen Drahtzieher des Betrugsnetzwerkes sind in vermeintlicher Sicherheit. Berufsverbrecher, die das OneCoin-System für Geldwäsche aus Menschenhandel, Organisierten Verbrechen, Drogen- und Waffengeschäften genutzt haben, sind wieder in jene Rattenlöcher verschwunden, aus denen sie kamen, als sie die Chancen und Möglichkeiten des OneCoin-Netzwerkes erkannten.

Nach internen Schätzungen der mit dem Thema befassten Ermittler sind nach derzeitigem Stand „mehr als 80 Prozent der eingenommenen Summen dauerhaft verschwunden.“ Dabei reden wir über hohe dreistellige Millionenbeträge - mindestens.

Das ist ungefähr auch jene Summe, die in dem Vertriebsnetz der unterschiedlichen Ränge und Positionen versickert sind. Ob die führenden Köpfe jemals gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden, bleibt dahingestellt.

Ein deutschen Kriminalhauptkommissar zum :gerlachreport: „Machen wir uns nichts vor, wer dumm genug ist, diesem Betrug auf den Leim zu gehen, dem kann eigentlich nicht geholfen werden. Zumal schon sehr frühzeitig ausdrücklich gewarnt wurde. Sonst hätte es auch die zahlreichen Maßnahmen in Europa gar nicht gegeben.“

Auf der Strecke bleiben die kleinen Anleger und Investoren, die Renten und Sparstrümpfe für die Jagd nach dem großen Geld und den Träumen nach Reichtum geplündert haben. Sie alle haben das Grundprinzip von Geldgeschäften nicht verstanden: Wenn jemand etwas gewinnt, muss ein anderer etwas verlieren. Im OneCoin/OneLife-Betrugsnetzwerk haben wenige ganz viel gewonnen, ganz viele viel verloren.

Die Ermittler schieben unterdessen Frust: Bei der Internationalität dieser Verbrechen vor allen „am kleinen Mann und der kleinen Frau“ wissen sie gar nicht, wo sie anfangen sollen. Das ist die Kunst des Betruges, wenn der Schaden erst einmal angerichtet ist.

Auch bei den Rechtsanwälten, die über Monate gegen OneCoin-Kritiker massiv vorgegangen sind und keine Chance auf den schnellen Euro ausgelassen haben, herrscht inzwischen Katerstimmung. Man will, so ließ man :gerlachreport wissen, „mit dem Thema OneCoin abschließen.“

Wohl auch, weil sonst Anleger die Anwälte, die sich als Abmahnschleudern eine goldene Nase verdient haben, doch noch zur Rechenschaft ziehen könnten. Da sind die Haftpflichtersicherungen von einer Million Euro schnell aufgebraucht. Dabei lohnt sich ein zweiter Blick und ein zweiter Gedanke in diese Richtung allemal: Ohne die Skrupellosigkeit der Rechtsanwälte, ihre falschen Expertisen und Rechtsauffassungen wäre der Boden für den Massenbetrug gar nicht bereitet gewesen.

Genugtuung bei der Redaktion des :gerlachreport: Trotz massiver Drohungen - bis hin zu Angriffen auf Leib und Leben - haben wir mit unserer Berichterstattung einen wesentlichen Beitrag geleistet, damit das Betrugsnetzwerk offen gelegt, Roß und Reiter genannt wurden.

Viele Informationen konnten gar nicht veröffentlicht werden, um die entsprechenden Ermittlungen nicht zu beeinflussen. Als Fake News verschrieen, war der :gerlachreport auch dann noch zur Stelle, als andere Medien aufgeben mussten, weil mit gefälschten Unterlagen und massiven Prozessbetrug überforderte Gerichte im Sinne von OneCoin/OneLife entschieden. In Foren wurde dann die Glaubwürdigkeit infrage gestellt, weil OneCoin die entsprechenden Personen dafür bezahlte. Die Ergebnisse und Fakten geben uns aber recht.

Doch was kommt jetzt? Was ist die nächste große Idee, die den Ganoven und Abzockern wieder die Taschen füllen wird? Die Steinkeller-Brüder arbeiten „an einem Nachfolger“, Udo Carsten Deppisch will in seinem Lebensbuch ein neues Kapitel aufschlagen. Kari Wahlroos bastelt an einer Lösung mit der er sein nächstes dickes Auto als Schwanzersatz finanziert. Jeder hat so sein Ziel.

Wir auch: Wir behalten die Bösen im Auge.

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