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Autark

Die ganze Unternehmensgruppe ist verkauft

Illegale Aktienmanipulationen hinter dem Rücken von Vorstand und Aufsichtsrat

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Die gesamte Autark-Gruppe ist verkauft. Jetzt wird das Unternehmen von den neuen Eigentümern neu aufgestellt und ausgerichtet

Die gesamte Autark-Gruppe ist verkauft. Das erfuhr :gerlachreport jetzt aus Unternehmenskreisen in Duisburg und Dortmund. Gleichzeitig ist Stefan Kühn aus der Gruppe ausgeschieden. Er wird nach eigenem Bekunden zukünftig als „Special Counsellor“ beratend tätig sein. Der mögliche Verkauf der Unternehmensgruppe stand seit einigen Wochen im Raum (:gerlachreport berichtete). Von dem Verkauf ist die Autark Invest AG in Liechtenstein und die Autark Group AG in Deutschland betroffen. Jetzt kam heraus: Die Autark Invest AG ist bereits seit Januar 2018 verkauft.

Bei den Käufern soll es sich um eine international tätige Investorengruppe handeln, die jetzt mit den Autark-Anlegern über das weitere Vorgehen verhandeln will. :gerlachreport erfuhr von Seiten des neuen Eigentümers: „Die Anlegergelder sind sicher. Es wird jetzt an einer geordneten Abwicklung der Nachrangdarlehen und anderer Verpflichtungen gearbeitet.“

Probleme gibt es offenbar mit der Autark Group AG. Die bisherigen Eigentümer hatten das Unternehmen von dem Berliner Unternehmensmakler Bernd Henke (advantec) erworben. Beim jetzigen Kauf kam heraus, dass die Aktien des Unternehmens von Henke und der fintech Group Bank nicht herausgegeben worden waren. Fristsetzungen blieben ohne Ergebnis. Jetzt ermittelt der Staatsanwalt. Es geht um Betrug, Veruntreuung und Unterschlagungen.

Es steht sogar der verdacht im Raum, dass Bernd Henke „vorsätzlich, wissentlich und mit dem Ziel gearbeitet hat, die neuen Unternehmenseigentümer der Autark Group AG zu betrügen“. Offenbar nicht der erste Vorgang dieser Art. Henke hat einen mehr als zweifelhaften Ruf bei Unternehmensverkäufen. Seine advantec-Gruppe steht im Visier von Staatsanwaltschaft, Börsenaufsicht und Steuerfahndung.

Durch die Manipulation mit den Aktien hatte die Börse Hamburg den Handel mit den Autark-Aktien ausgesetzt. :gerlachreport erfuhr: Die neuen Besitzer haben offenbar auch festgestellt, dass die Autark-Aktien nach dem Verkauf der Gesellschaft und an Vorstand und Aufsichtsrat vorbei für illegale Geschäfte zwischen Bernd Henke und der obskuren fintech Group Bank genutzt wurden. So soll ohne Wissen des Vorstandes und des Aufsichtsrates die fintech Group Bank Autark-Aktien in ihren Besitz genommen und den Börsenkurs manipuliert haben. Mit dem höheren Aktienkurs sollen dann die Bilanzen der Bank geschönt worden sein.

Das jedenfalls ergibt sich aus der Strafanzeige, die :gerlachreport vorliegt. Fatal: Vorstand Stefan Kühn hatte monatelang vergeblich um Auskunft und Herausgabe des Aktiendepots gekämpft. So war es schließlich nicht möglich, die angedachte Kapitalerhöhung und Nutzung des Unternehmens auch für die Autark-Anleger umzusetzen. Er ist jetzt, nach dem Verkauf des Unternehmens ein Kronzeuge der Staatsanwaltschaft.

Stefan Kühn hat sich mit dem Verkauf der Unternehmensgruppe aus dem direkten Autark-Geschäft komplett verabschiedet.

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