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Care Energy

Die ganze Unternehmensgruppe ist insolvent

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Martin Richard Kristek hatte ein undurchschaubares Reich geschaffen: Jetzt bleiben die Kunden und ihre Forderungen auf der Strecke

Bereits einen Tag Nach dem Tod von Firmengründer Martin Richard Kristek hatte der :gerlachreport über die anstehende Insolvenz des Energieanbieters Care Energy geschrieben. Die Wirtschaftsprüfer brauchten dann doch noch rund vier Wochen, bis feststand: Das Unternehmen ist pleite.

Über die Care Energy AG, die Care-Energy-Holding GmbH und die Care-Energy Management GmbH wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Kurz nach dem überraschenden Tod von Kristek hatte das Unternehmen noch betont, der Geschäftsbetrieb gehe uneingeschränkt weiter. Wie viele Kunden und Mitarbeiter von der Pleite betroffen sind, ist unklar. Das Unternehmen hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Kristek lag mit Stromnetzbetreibern, der Bundesnetzagentur sowie Verbraucherzentralen im Clinch. Er warf den Netzbetreibern vor, Stromversorger mit falschen Zahlen zu versorgen, und der Netzagentur, die Betreiber nicht zu kontrollieren.

Im Sommer 2016 hatte sich die Auseinandersetzung verschärft: Die AG kündigte nach eigenem Bekunden ihren Vertrag mit dem Netzbetreiber Tennet fristlos wegen falscher Mengenprognosen. Im Zuge des Streits wechselten angesichts von Vertragskündigungen automatisch Tausende Kunden zum Grundversorger ihrer Region. AG-Chef Marco Wiebelt sprach damals von einem Verlust von 75 Prozent der Kunden. Zu vorherigen Spitzenzeiten sollen 200.000 Kunden von Care-Energy-Firmen mit Strom versorgt worden sein.

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