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Stephan Welk

Die einsame Hure und der betrügerische Botschafter

Auch in den Armen von Moritz Hunzinger soll Inna Kostrova schon gelandet sein

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Inna Kostrova liebt ihren Körper. Er ist ihr Kapital. Auch wenn ihre Ehe scheitern sollte. Weil Stephan Welk wieder in den Knast muss oder eine andere Hure findet

Irgendwann ließen sie das Kondom weg und beschlossen zu heiraten. So wurde aus der Hure Inna Kostrova eine ehrenwerte Frau. Fast. Wäre ihr Mann nicht der Betrüger und Hochstapler Stephan Welk. Die dunkelhaarige Schönheit von der Krim hat ihr Gefängnis im Freudenhaus mit dem Gefängnis bei einem Mann getauscht, der wöchentlich andere Huren besucht und Prominente betrügt. Wie Deutschlands Tennis-Idol Boris Becker, dem er für eine halbe Million Euro einen zweifelhaften Diplomatenpass verkauft hat.

Für den in der Insolvenz steckenden Becker der Super-GAU, als die Geschichte die Runde machte. Beckers Hauspostille BILD hatte dann auch einige Tage zu tun, um das angekratzte Image aufzupolieren und das Betrugsopfer zu schützen. Becker mäkelte über Menschen, die ihn „nur verletzen“ wollten. Ansonsten nimmt er den ungeklärten Fall sportlich und nimmt in Kauf, dass man ihn „Bastard“ nennt, weil er mit dem Diplomatenpass jetzt machen könne, was er wolle.

Stephan Welk gehört nicht zu den Männern, die bei Frauen erfolgreich sind. Dafür ist er zu schleimig, zu schmierig, kein Mann. Ein Waschlappen, der sich hinter falschen Titeln und künstlichen Fassaden verstecken muss. Ein Betrüger, der glaubt, dass ihm der Makel des Strafgefangenen auf der Stirn steht und jeder sehen kann, dass er in Berlin seine Zeit mit Schwerverbrechern verbracht hat.

Einer wie Welk geht zu Huren. Einer wie Welk greift sich eine Schönheit wie Inna Kostrova. Sie stammt von der Krim und träumt vom Reichtum im Westen. Sie weiß, wie sie auf Männer wirkt: Voller Mund, ein Körper, bei dem alles so ist, dass den Kerlen das Wasser im Mund zusammenläuft. Der Preis muss stimmen, dann spielt sie auch die Liebende. Sie ist ein Profi.

Welk lechzt und wird ein ständiger Freier. Er berichtet nicht über seine Vergangenheit. Dafür über seine vermeintlichen Erfolge. Und er bringt so viel Geld, dass Inna die Wahl hat: Puff oder als Ehefrau genauso viel Geld in der Tasche haben. Sie heiratet den Mann, den sie nicht liebt. Das sagen jedenfalls Menschen, die beide kennen und das Leid der Frau in ihren Augen sehen.

Liebe ist nur ein Wort: Stephan Welk besucht weiterhin Woche für Woche das Bordell und prahlt, dass er an einem Abend wieder 15.000 Euro ausgegeben hat. Für sich, die Frauen und seine Freunde. Inna sagt: „Geh duschen“ und lebt ihr eigenes Leben. In Luxus-Boutiquen, auf Reisen, allein am Strand - eine Schönheit, die nicht mehr anschaffen muss, dafür aber einsam ist.

Stephan Welk führt unterdessen sein abartiges Leben als Betrüger: Passhändler, Titelhändler, Regierungsberater, Diplomat, Botschafter. Er zieht die Fäden bei der Aduno Consulting. Im täglichen Verkehr tritt er damit als „Wirtschafts- & Regierungsberatung“ auf (:gerlachreport berichtete). Er kaufte sich einen Doktortitel. Wird sogar Professor. Er führt einen Magister-Titel, nennt sich Rechtsanwalt.

Stephan Welk ist ein Berufsverbrecher: Er steckt bis über beide Ohren in organisierten Banden. Man braucht ihn, weil er für viel Geld neue Pässe, neue Identitäten beschafft. Zu seinen Kunden gehören Menschenhändler, Drogenkuriere, Händler für Blutdiamanten, Millionenbetrüger, Geldwäscher, Zuhälter.

Er ist tief im Betrugssystem OneCoin/OneLife verstrickt, hat mit falschen Pässen für die OneCoin-Chefin Dr. Ruja Ignatova und das andere Führungspersonal die Arbeit der Polizei und Staatsanwälte unmöglich gemacht. Die führen inzwischen gegen ihn neue Ermittlungsverfahren. Es wird eng für Stephan Welk.

Seine Verstrickungen in Bitcoin-Manipulationen machen die Runde. Jetzt steckt er tief im neuen Betrugssystem Nexus Global. Bei Optioment hat er Anleger um Millionen betrogen. Er fühlt sich sicher. Sein Diplomatenpass verspricht ihm Immunität.

Und da sind seine Verbindungen zum Professor Moritz Hunzinger, dem Chef der OneCoin-Geldwaschanlage cashcloud, mit dem er bei den Besuchen im Bordell auch die Frauen teilt.

Auch Inna soll so schon in dem Armen des galanten Moritz gelandet sein. Nicht überliefert ist, ob Stephan Welk dafür auch Geld bekommen hat.

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