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OneCoin

Die dreiste Volksverdummung des Richard Planer

Österreichische Behörden übernehmen jetzt die Ermittlungen gegen Spar-Mann

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Gruppenbild im österreichischen Walchsee: Kunden des OneCoin-Keulers Richard Planer durften in seiner Spar-Filiale mit OneCoins bezahlen

Gegen den österreichischen Spar-Konzessionär Richard Planer aus Walchsee (Tirol) wird jetzt strafrechtlich ermittelt. Einkäufe in seinem Lebensmittelgeschäft durften mit wertlosen OneCoins bezahlt werden. Trotz Verbot in Österreich. Seine brillante Verkaufsidee entpuppt sich als Werbepleite. Denn der Tiroler wollte nur seine Kunden foppen.

Die Spar Unternehmenssprecherin und Leiterin der Konzern-Information, Nicole Beckmann, zum :gerlachreport: „Ich habe von der Aktion auch gehört. Wir sind als Konzern gegen solche Dinge machtlos. Jeder Spar-Konzessionär darf machen, was er will, selbst wenn der Name ‚Spar‘ draufsteht. Richard Planer wird von uns mit Ware versorgt. Die muss er mit Euro bezahlen. Was er dann mit seiner Ware macht, ist sein Problem. Natürlich ist der Imageschaden für die Spar-Gruppe gewaltig.“

In Walchsee hat der Spar-Mann Richard Planer dann doch wohl nur aus Eigennutz gehandelt. Aus dem Ort wird berichtet, dass der Lebensmittelhändler zu einem der größten OneCoin-Keuler aufgestiegen ist und viele seiner Mitbürger in das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife investiert haben. Sie haben Planer ihr Geld in gutem Glauben anvertraut.

Jetzt wird für ihn der Boden heiß: Auch den arglosesten Anlegern und Investoren wird klar, dass sie einem Betrug aufgesessen sind. Planers Idee: OneCoins in seinem Spar-Markt annehmen und so eine dreiste Volksverdummung zu starten. Natürlich wurde die Aktion öffentlichkeitswirksam bei Facebook veröffentlicht.

Mit der Aktion wollte er der staunenden Gemeinde in Walchsee und darüber beweisen, dass das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife genau die Versprechen erfüllt, die die dummdreisten OneCoin-Betrüger ihren noch dümmeren Jüngern als Wahrheit verkaufen. Doch damit hat Planer noch alles viel schlimmer gemacht.

Die Volksverarsche hat für den Spar-Mann jetzt erhebliche strafrechtliche Folgen. Weil in Österreich OneCoins als Zahlungsmittel nicht anerkannt sind und die Aktion „den Betrugsverdacht massiv erhärtet“, laufen gegen den Lebensmittelhändler jetzt strafrechtliche Ermittlungen.

:gerlachreport hat in Walchsee bei Richard Planer um eine Stellungnahme gebeten. Er ließ sich am Telefon verleugnen.

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