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Edelmetalle

Deutsche im Rausch: Immer mehr kaufen Edelmetalle

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Weil der Preis gefallen ist, kaufen Privatanleger so viel Gold wie seit Jahren nicht – anders als Großinvestoren. Das könnte sich auszahlen. Im vierten Quartal vergangenen Jahres sank die Nachfrage nach Gold um ein Fünftel – auch wenn es in der Kalenderjahresbilanz 2016 für ein Dreijahreshoch reicht. Hinter dem Einbruch im vierten Quartal verbergen sich zwei entgegengesetzte Trends. Privatleute und institutionelle Investoren verhielten sich völlig unterschiedlich, fand das World Gold Council heraus. Großanleger investieren gern in Goldfonds, die ihrerseits das Metall besitzen, aber so bequem gehandelt werden können wie Wertpapiere. Diese Produkte litten unter starken Verkäufen. Parallel dazu kauften Privatleute dagegen im vierten Quartal viel mehr Barren und Münzen als vorher.

Am 8. November wurde der neue US-Präsident Donald Trump gewählt. Danach floss das Kapital in Risikoanlagen wie Aktien. Großinvestoren sahen an den Finanzmärkten kurzfristig die besseren Chancen. Über die Fonds verkauften sie 193 Tonnen Gold. Das spiegelt die Preisentwicklung des Edelmetalls wider. Nach mehrjähriger Talfahrt hatte der Goldpreis zu Anfang des vergangenen Jahres die Wende nach oben eingeläutet. Im vierten Quartal jedoch wurde das Metall wieder billiger. Momentan kostet die Unze rund 1.200 Dollar.

Gegen Jahresende verhielten sich die privaten Anleger also völlig anders als die Großinvestoren, machten das genaue Gegenteil. Sie nutzten tiefere Preise zum Einstieg, weil sie oft eine längere Perspektive haben und Gold als Schutz gegen Risiken sehen. Privatanleger bevorzugen dann häufig physisches Metall, keine Goldfonds, weil sie direkten Zugriff auf die Bestände haben wollen. Den Daten des World Gold Council zufolge kauften Anleger weltweit von Oktober bis Dezember 367 Tonnen Barren und Münzen. Es ist der höchste Quartalswert seit über drei Jahren. Chinesen griffen zu, auch die US-Amerikaner. Die Deutschen erwarben 35 Tonnen. Mehr Lust auf Gold hatten sie zuletzt vor drei Jahren.

Die deutschen Edelmetallhändler jubeln. Das vierte Quartal 2016 und das erste Quartal 2017 ließ die Kassen klingeln. Gesucht werden vor allem Barren in den Größen 50 und 100 Gramm. Bei den Münzen sind der südafrikanische „Krügerrand“, der kanadische „Maple Leaf“ und das australische „Känguru“ am stärksten gefragt. In der Regel kauften die Kunden dann die gängigen Ein-Unzen-Stücke.

Experten sehen den Goldpreis in den nächsten sechs bis zwölf Monaten bei 1.300 Dollar. Höhere Nachfragen aus Asien kommen dazu. Die Inflation wird schneller steigen als die Zinsen, was Gold Auftrieb geben dürfte. Zudem muss Donald Trump seine Ausgabenpläne finanzieren, was den Dollar drücken sollte. Ein Plus für den Goldpreis als alternative Währung zum Greenback, dem US-Dollar. Donald Trump hat sich zudem für einen schwächeren Dollar ausgesprochen, das wäre gut für Gold. Politische Risiken könnten den Status des Goldes als sicherer Hafen ebenfalls wieder ins Bewusstsein rufen. 

Und: Geologen vermuten, dass der Produktionsausstoß für Gold sinken könnte. Auch das treibt den Preis nach oben. Goldene Zeiten also.

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