Diese Seite verwendet Cookies.

Mehr erfahren

Bitcoin

Das Comeback wird zum Feind von Bitcoin-Fonds

Die US-Aufsichtsbehörde bat die potenziellen Emittenten, ihre Anträge zurückzuziehen

Zurück

Gut möglich ist, dass die aktuelle Renaissance der Bitcoin-Manie die SEC nun erneut vor einer entsprechenden Zulassung zurückschrecken lässt

Kryptowährungs-Enthusiasten selbst könnten sich als ihr schlimmster Feind herausstellen, wenn es um einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds geht: Die größte virtuelle Währung, der Bitcoin, ist seit Anfang Juli um etwa 40 Prozent auf mehr als 8.200 Dollar gestiegen. Grund dafür waren unter anderem Spekulationen, dass ein börsengehandelter Bitcoin-Indexfonds, ein sogenannter ETF, innerhalb der nächsten Wochen von der US-Aufsichtsbehörde SEC genehmigt werden könnte.

Das Paradoxon: Beobachter halten die Tatsache, dass die ETF-Spekulationen den Bitcoin-Kurs angetrieben haben, für mehr als nur ein bisschen ironisch. Schließlich waren eben genau die hohe Bewertung und die große Volatilität des Bitcoins zwei der Hauptsorgen der SEC in einem Brief im Januar über die Zukunftsaussichten solcher Fonds. Kurz zuvor war der Bitcoin-Kurs bis fast auf 20.000 Dollar gestiegen.

Die US-Aufsichtsbehörde bat die potenziellen Emittenten, ihre Anträge zurückzuziehen, bis diese ihre Fragen beantworten konnten. Gerüchte, dass ein Bitcoin-ETF erneut in greifbarer Nähe sein könnte, haben nun jedoch Kursschwankungen ausgelöst und den Bitcoin erstmals nach zwei Monaten wieder auf über 8000 Dollar getrieben.

„Die SEC will keinen Anteil daran haben, eine Spekulationsblase anzuheizen oder zu beeinflussen“, erklärt Eric Balchunas, ein leitender ETF-Analyst bei Bloomberg Intelligence mit Bezug auf die jüngste Rally. „Es ist wie ein Déjà-vu, aber ich bin zehnmal pessimistischer“ im Hinblick auf die Genehmigung eines Fonds.

Allerdings erhöht die ETF-Branche nun den Druck. Letzte Woche reagierte VanEck auf die Fragen der SEC vom Januar und erklärte, ihr Fonds sei „mit der Mission der Kommission, die Anleger zu schützen, vereinbar“. Der Anbieter Bitwise Asset Management, der bereits einen privaten indexierten Kryptofonds betreibt, erklärte am Dienstag wiederum, man beantrage die Genehmigung für einen neuen ETF, der die Performance der 10 größten virtuellen Währungen abbilden soll.

Ein Sprecher der SEC lehnte eine Stellungnahme ab. Wann der erste regulierte, börsengehandelte Kryptofonds kommt, steht weiter in den Sternen. Gut möglich ist, dass die aktuelle Renaissance der Bitcoin-Manie die SEC nun erneut vor einer entsprechenden Zulassung zurückschrecken lässt.

Zurück

The next big story

Haben Sie die nächste große Geschichte?

Möchten Sie diese mit dem :gerlachreport teilen?

Wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, sich mit unseren Journalisten in Verbindung zu setzen und Materialien zu liefern. Kein Kommunikationssystem ist völlig sicher, aber unsere Möglichkeiten werden helfen, Ihre Anonymität zu schützen.

Bitte senden Sie keine Rückmeldungen, Story-Ideen, Pitches, Leserbriefe oder Pressemitteilungen über diese Kanäle.

Für eine allgemeinere Korrespondenz nutzen Sie bitte unsere regulären E-Mail-Adressen.

Ihr sicherer Kontakt

Neben unseren regulären E-Mail-Adressen haben wir für vertrauliche Nachrichten und Mitteilungen ein Postfach eingerichtet, das über Pretty Good Privacy (PGP) verfügt und absolut sicher ist:

redaktion.dta@protonmail.com

Bitte hinterlassen Sie auf jeden Fall eine Telefonnummer. Wir rufen Sie innerhalb kürzester Zeit zurück.

E-Mails an die Redaktion oder Chefredaktions-Adresse werden durch die Sicherheitsabteilung überprüft. Es kann vorkommen, dass für die Verifizierung des Absenders ein Personennachweis angefordert wird, wenn der Verdacht einer Identitätsfälschung vorliegt oder vorliegen könnte.

Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

Sämtliche Kommunikation unterliegt der strikten Vertraulichkeit.